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Artikel von Markus +

Capcom weiß genau, worauf Fans gerade schauen. Bei Resident Evil Requiem geht es nicht nur um Story, Setting oder Gegner, sondern um eine Frage, die die Community seit Jahren begleitet: Wie soll sich Resident Evil eigentlich spielen? Genau dieses Thema rückt der Entwickler nun bewusst ins Zentrum und macht es zum Herzstück des kommenden Showcases.

Im Januar 2026 wird Capcom erstmals ausführlich zeigen, wie sich Resident Evil Requiem in der Ich- und Third-Person-Perspektive spielt. Director Koshi Nakanishi hat das nun im Gespräch mit 4gamer.net bestätigt. Für viele Fans ist das mehr als nur ein technisches Detail. Es ist eine Grundsatzentscheidung.

Resident Evil Requiem: Zwei Perspektiven, ein Spielgefühl

Resident Evil hat in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Kameraperspektiven experimentiert. Während die Ich-Perspektive bei Resident Evil 7 und Village für intensive Immersion sorgte, wünschen sich viele Fans die klassische Third-Person-Sicht zurück. Requiem will offenbar beides liefern (und das möglichst ohne Kompromisse). Nakanishi betont, dass sowohl Leon als auch Grace vollständig in beiden Perspektiven spielbar sein werden. Das klingt zunächst selbstverständlich, ist in der Praxis aber eine enorme Herausforderung. Gerade Leon, dessen Kampfstil stark auf Bewegung, Übersicht und Timing setzt, muss sich in beiden Ansichten gleichwertig gut anfühlen.

„Natürlich kann Leon, genau wie Grace, in beiden Perspektiven gespielt werden. Wir haben verschiedene Anpassungen vorgenommen, damit auch die Ich-Perspektive flüssig spielbar ist und sich natürlich anfühlt“, so Nakanishi.

Allein diese Aussage sorgt bereits für Diskussionen. Denn viele Spielerinnen und Spieler erinnern sich an frühere Titel, bei denen sich eine Perspektive klar besser anfühlte als die andere.

Schau mir über die Schulter: Im Resident Evil 4 Remake spielen wir u.a. Leon S. Kennedy aus der Third-Person-Perspektive. - Bild: Capcom

Schau mir über die Schulter: Im Resident Evil 4 Remake spielen wir u.a. Leon S. Kennedy aus der Third-Person-Perspektive. – Bild: Capcom

Warum das Thema gerade jetzt brisant ist

Das kommende Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 für PS5, Xbox Series, Switch 2 und PC. Die Erwartungen sind entsprechend hoch. Capcom steht unter Druck, sowohl langjährige Fans als auch neue Spieler abzuholen. Die Kamera-Perspektive ist dabei ein emotionales Thema, kein rein technisches. In Foren und auf Reddit zeigen sich zwei Lager. Die einen feiern die Freiheit, jederzeit wechseln zu können. Die anderen befürchten ein verwässertes Erlebnis, bei dem keine Perspektive wirklich perfekt ist. Genau deshalb dürfte Capcom dem Thema im Showcase so viel Raum geben.

Nakanishi deutet an, dass es nicht bei oberflächlichen Erklärungen bleiben wird. Weitere Details zur Umsetzung sollen gezielt in der Präsentation gezeigt werden. Das klingt danach, als wolle Capcom aktiv Vertrauen aufbauen und Zweifel ausräumen.

Dass Capcom so offen über diese Designentscheidung spricht, ist kein Zufall. Die Serie hat sich immer dann weiterentwickelt, wenn sie mutig war, aber gleichzeitig ihre Wurzeln respektiert hat. Requiem scheint genau diesen Spagat versuchen zu wollen. Die Anpassungen für die Ich-Perspektive deuten darauf hin, dass Leon nicht einfach „umgeschaltet“ wird, sondern dass Animationen, Kameraabstände und Kampfverhalten bewusst angepasst wurden. Für Fans ist das ein wichtiges Signal: Hier geht es nicht um ein Gimmick, sondern um ein vollwertiges Spielerlebnis.

Im Januar 2026 wird sich zeigen, ob Capcom die hohen Erwartungen erfüllen kann. Der Showcase dürfte entscheidend dafür sein, wie Resident Evil Requiem in der Community wahrgenommen wird.

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