Onimusha: Way of the Sword im Test: Nur ein Comeback oder ein Meisterwerk?
Ein schreckliches, blutiges Samurai-Abenteuer, welches Vergangenheit und Gegenwart meisterhaft verbindet!
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Manuel ... hat seit dem NES keine Nintendo-Konsole ausgelassen und so zahlreiche Spielereihen wie Super Mario Bros., The Legend of Zelda oder Super Mario Kart von Anfang an erlebt. Im Laufe der Jahre haben jedoch auch Konsolen von Sega, Sony und Microsoft ihren Weg in sein Nintendo-Wohnzimmer gefunden. Für ihn ist jedes Videospiel ein eigenes Kunstwerk, das verstanden werden sollte – daher beschränkt sich seine Begeisterung nicht nur auf ein bestimmtes Genre.
- Das Wichtigste in Kürze
- Das erste große Onimusha-Abenteuer seit 20 Jahren!
- Detailreiche und dynamische Kämpfe mit präzisem Timing und wuchtigen Attacken.
- Selbst in den In-Game-Szenen lassen sich Emotionen aus den Gesichtern ablesen.
Onimusha: Way of the Sword ist ein Action-Horror-Videospiel, welches von Capcom entwickelt und am 04.09.2026 für PlayStation 5, Nintendo Switch 2, Xbox Series X/S und PC veröffentlicht wurde. Nach rund 20 Jahren kehrt die traditionsreiche Onimusha-Reihe damit erstmals mit einem neuen Hauptteil zurück. Wir haben uns ins feudale Japan begeben und herausgefunden, ob Onimusha: Way of the Sword das klassische Spielgefühl der Reihe erfolgreich in die heutige Zeit transportieren kann.
From Hell
Capcom arbeitet dank dessen aktuellen Erfolgskurses daran mehrere seiner Reihen wiederzubeleben. So kehrt nun Onimusha endlich wieder zurück. Onimusha: Way of the Sword erzählt abermals eine düstere Geschichte im feudalen Japan. Trotz vieler Onimusha-Elemente werden Vorkenntnisse der anderen Teile nicht benötigt. Der vom Charakter sehr nahba gezeichnete Samurai Miyamoto Musashi kommt nach Kyoto, um sich einen Namen zu machen. Er besiegt den Meisterschwertkämpfer Yoshioka Seijuro und muss anschließend vor dessen Schülern fliehen.

Onimusha: Way of the Sword – Imposante Gestalten, welche auf die Erde kommen. – ©Capcom; Bildquelle: nintendo.at
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Auf seiner Flucht begegnet Musashi einem weiteren Rivalen, Sasaki Ganryu. Kurz vor deren Duell, werden beide jedoch von übernatürlichen Kreaturen namens Genma überfallen und getötet. In den Tiefen der Hölle bekommt er von einem mysteriösen Mann einen Oni-Handschuh angelegt und wird zurück in die Welt der Lebenden geschickt. Mit der Macht dieses Handschuhs kann dieser die Genma bezwingen. So geht die blutige Reise los.

Onimusha: Way of the Sword – Der magische Oni-Handschuh! – ©Capcom; Bildquelle: store.steampowered.com
Nicht alles muss Open-World sein
Dass es sich in Onimusha: Way of the Sword tatsächlich um ein Onimusha-Titel handelt merkt man von Anfang an. Keine offene Welt, sondern kompakte Areale voller intensiver Schwertkämpfe. Dabei muss man aber eine Meister sein, denn das Kampfsystem ist sehr ausgeklügelt. Dieses wird einem im Intro während Musashis Flucht in den Zwischensequenzen Näher gebracht. Auch wenn es auf diese Weise grandios erzählt ist, ist die Waage zwischen Erzählung und Gameplay nicht sehr im Gleichgewicht, weswegen man das Gefühl hat einen guten Film zu schauen. Das ändert sich aber mit der Zeit und wir übernehmen das Zepter in Form eines Schwertes.
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Onimusha: Way of the Sword – Das Monsterdesign ist stark von der japanischen Folklore inspiriert. – ©Capcom; Bildquelle: nintendo.at
Übung mach den Meister
Während die Entscheidungen in Onimusha: Way of the Sword eine Angriffs- oder Pariertaste zu wählen gar nicht so wichtig scheinen, ist das Timing essentiell. Angriffe lassen sich nicht nur parieren sondern Abfangen und Kontern, weswegen jede Begegnung eines fremden Schwertes eine befriedigende Herausforderung werden kann. Aus diesem Grund lohnt es sich, sich so früh wie möglich mit dem Kampfsystem auseinanderzusetzen. Die unterschiedlichen Angriffsmuster der Gegner verlangen unterschiedliche Herangehensweisen. Aus diesem Grund ist ein Scheitern nicht frustrierend, da man weiß, dass man falsch an den Gegner herangegangen ist. Mit der Zeit werden die Duelle also immer kontrollierter und auch die eigenen Waffen werden mehr.

Onimusha: Way of the Sword – So sieht das Gesicht eines entschlossenen Kriegers aus! – ©Capcom; Bildquelle: store.steampowered.com
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Der Oni-Handschuh
Gefallene Gegner hinterlassen Seelen, welche eingesammelt werden müssen. Diese können für verschiedene Fähigkeiten sorgen, weswegen man in Kämpfen nicht nur die Lebensenergieleiste im Auge behalten soll. Besonders bei Bosskämpfen müssen die limitierten Attacken strategisch eingesetzt werden. Diese können dauern und sich über mehrere Schauplätze erstrecken. Scheitert man, so startet man wieder ganz am Anfang des Kampfes. Deshalb sollte man sich früh die Angriffsmuster einprägen, sodass man dem Ungeheuer genügend zusetzen kann. Dabei sollte das Seelensammeln nicht vergessen werden, denn die Bestie kann das selbe tun! Auch sonst gibt es viel in der Umwelt zu sammeln, wobei das Sammeln in dem actiongeladenen Titel nicht so aufwändig zu managen wie in ähnlichen, gegenwärtigen Videospieltiteln ist.

Onimusha: Way of the Sword – Bald entwickelt sich die Terrasse des Kiyomizu-dera in einen Albtraum. – ©Capcom; Bildquelle: nintendo.at
Erschreckendes Sightseeing
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Optisch ist das düstere Abenteuer ein Fest für die Augen. Wer schon einmal in Kyoto war, dem wird vieles bekannt vorkommen. Es ist wunderbar wieder durch das Rōmon-Tor zu gehen und bis zur Terrasse des Kiyomizu-dera wandern. Die Mischung aus traditionellen Schauplätzen, vielen Gegnern und erschreckende Geschichten aus dem Off tragen zu der glaubwürdigen und düsteren Atmosphäre bei, welche einem ein Onimusha-Titel verspricht.

Onimusha: Way of the Sword – Die Menschen besitzen allesamt ein unverwechselbares, charakterstarkes Design. – ©Capcom; Bildquelle: store.steampowered.com
Emotionen ohne Worte
Das Herzstück von Onimusha sind natürlich die Kämpfe. Jede Bewegung geht nahtlos in die nächste über. Wenn die Klingen sich begegnen, tanzen die Körper umeinander. Sie drücken, halten dagegen, verlieren oder gewinnen die Balance. Ein faszinierendes Wechselspiel aus Kraft, Timing und Beherrschung, wie man es in dieser Form erst selten gesehen hat. Auch die Animationen nach einem Kampf lassen einen staunend beobachten was man mit seiner Klinge angerichtet hat.
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Onimusha: Way of the Sword – Das nächste grauenhafte Monster ist eines, für das selbst uns die Worte fehlen. – ©Capcom; Bildquelle: store.steampowered.com
Ähnlich beeindruckend verhält es sich bei den Charakteren. Die Monster sind grotesk grausig und sind schwer vom japanischen Folkore inspiriert. Die menschlichen Charaktere besitzen durch ihre individuellen Designs allesamt einen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Besonders die Gesichtsanimationen verdienen Lob: Emotionen lassen sich allein an den Mienen und Blicken der Figuren ablesen, wie man es in einem In-Game-Szenario selten erlebt hat. Dadurch entsteht auch immer wieder auch ein feiner, visueller Humor – und das ganz ohne Worte oder Synchronisation. Nur die Darstellung der Haare verrät, dass es sich um ein Videospiel handelt.
Klang des feudalen Japan
Onimusha ist nach 20 Jahren nicht nur grafisch in der Gegenwart angekommen, sondern auch akustisch. Der Soundtrack verbindet traditionelle japanische Klänge mit modernen Kompositionen und erreicht dabei eine Wucht, wie man sie sonst eher aus großen Kinofilmen kennt. Auf den einsamen Straßen bleibt die Musik ruhig und mysteriös, während sie in den Kämpfen an Intensität gewinnt. Bei den Bosskämpfen gibt es dann kein Halten mehr: das Orchester fährt zu voller Größe auf und verleiht den Auseinandersetzungen eine epische und notwendige Dramatik. Mischt man diese noch mit den Soundeffekten der aufeinander treffenden Klingen, den unheimlichen Geräuschen der Monster und den übernatürlichen Kräften erhält man eine Klangkulisse, die uns tief in das dämonenverseuchte Kyoto von Onimusha eintauchen lässt. Auch die Synchro ist wie in einem Spielfilm – in allen Sprachen (Deutsch, Englisch und Japanisch).
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Fazit zu Onimusha: Way of the Sword
Onimusha: Way of the Sword besinnt sich auf die Wurzeln der Reihe, ohne dabei in Nostalgie zu versinken. Statt vergangene Zeiten einfach zu reproduzieren oder sich dem aktuellen Trend zum Souls-like anzubiedern, findet das Spiel seinen eigenen Weg zwischen Tradition und Moderne. Dennoch wurde das Kampfsystem in die Gegenwart geholt, weswegen die Kämpfe über eine grandiose Dynamik verfügen. Jeder Kampf ist eine neue Chance besser abzuschneiden (dieses Wortspiel war nicht beabsichtigt!). Mit präzisem Timing, aggressiven Attacken und übernatürlichen Fähigkeiten machen die Kämpfe gegen Gegnerhorden süchtig. Man bekommt kaum genug und fiebert bereits dem nächsten stärkeren Gegner und den Bosskämpfen entgegen. Welche lange im Gedächtnis bleiben.
Der Titel zeigt neuen Spielern, warum die Reihe von Fans so schmerzlich vermisst wurde und verbindet moderne Elemente mit dem klassischen Geist von Onimusha. Besonders der Humor in den Dialogen, aber auch in den Gesichtsausdrücken sorgt immer wieder für Auflockerung. So bekommt das düstere Abenteuer immer wieder eine leichte, menschliche Note und lässt uns gespannt die blutige Reise von dem uns sehr sympathischen Miyamoto Musashi verfolgen.
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Quelle: youtube.com via CAPCOMGermany
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Test-System: Nintendo Switch 2
So hat ein Comeback nach 20 langen Jahren auszusehen!
- Oldschool-Manier in der Gegenwart
- gelungenes Kampfsystem
- flüssige Action
- kein weiteres Souls-like
- sympathischer Hauptcharakter
- grausig schöne Monsterdesigns
- gewaltige Boss-Fights
- Emotionen sind in den Gesichtern zu lesen
- authentisches Japan
- Inventar einfach zu managen
- atmosphärischer Soundtrack
- teilweise repetitiv
- lineare Levelstruktur
- Grafik10
- Sound10
- Gameplay9
- Story8
- Motivation10
- Steuerung9





