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Artikel von Markus +

Seit Wochen geistern Berichte über einen möglichen PS6-Delay durch die Gaming-Community. Der Grund: weltweit steigende RAM-Preise, getrieben durch KI-Boom und hohe Nachfrage in der Tech-Branche. Doch nun sorgt ein bekannter Hardware-Insider für Klarheit und nimmt vielen Fans die Sorge, dass Sonys nächste Konsole bereits jetzt ins Wanken gerät. Laut neuen Aussagen gibt es keine Entscheidung, die PlayStation 6 zu verschieben. Vielmehr handelt es sich um branchenübliche Diskussionen, die aktuell nahezu jeden Hardware-Hersteller betreffen.

In einem aktuellen Video widerspricht der bekannte Tech-YouTuber Moore’s Law Is Dead den kursierenden Spekulationen deutlich. Zwar räumt er ein, dass Sony (wie auch alle anderen Konsolenhersteller) die Situation am RAM-Markt genau beobachtet. Seine wichtigste Aussage: Ein konkreter Beschluss, den Release der PS6 zu verschieben, existiert laut ihm nicht.

Seine Aussage fällt eindeutig aus: Sony habe kein internes Meeting abgehalten, in dem ein Delay beschlossen wurde. Die Gerüchte seien vor allem aus Fehlinterpretationen entstanden, nachdem Brancheninsider Tom Henderson auf mögliche Risiken in der Lieferkette hingewiesen hatte, ohne jedoch von einer tatsächlichen Verschiebung zu sprechen.

PS6 Release-Gerüchte: Warum RAM trotzdem ein Thema ist!

Dass das Thema überhaupt diskutiert wird, ist wenig überraschend. Moderne Konsolen sind extrem speicherabhängig, und RAM ist aktuell einer der am stärksten umkämpften „Rohstoffe“ der Tech-Welt. KI-Rechenzentren, Grafikkarten und Smartphones greifen alle auf dieselben Produktionskapazitäten zu. Laut dem YouTuber ist diese Unsicherheit jedoch Teil des normalen Entwicklungsprozesses. Jeder Hersteller, der neue Hardware plant, führt solche Szenario-Analysen durch. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Produkt gefährdet ist, sondern vielmehr, dass Optionen offen gehalten werden.

Besonders wichtig: Die Kernproduktion der PlayStation 6 scheint davon unberührt zu sein. Laut dem Insider hat Sony Interactive Entertainment bereits langfristige Verträge mit AMD und TSMC abgeschlossen. Demnach ist geplant, die AMD-APUs der PS6 ab Mitte 2027 fertigen zu lassen. Entscheidend dabei: APU-Design und RAM-Ausstattung sind getrennte Entscheidungen. Sony kann also die Chips produzieren, während man sich bei der finalen Speicherkonfiguration noch Zeit lässt.

RAM-Entscheidung fällt spät, wie schon bei der PlayStation 4

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Sony solche Entscheidungen oft erst sehr spät trifft. Bei der PS4 wurde die RAM-Ausstattung bekanntlich relativ kurzfristig von 4 GB auf 8 GB verdoppelt. Ein Schritt, der sich später als entscheidender Vorteil erwies. Ähnlich könnte es auch bei der PS6 laufen. Laut MLID will Sony vermutlich bis Ende 2026 abwarten, um zu sehen, wie sich Preise und Verfügbarkeit entwickeln. Erst dann würde final entschieden, ob die Konsole mit etwa 24 GB, 36 GB oder mehr RAM ausgestattet wird.

Ein echtes Delay käme laut dem Insider nur im Extremfall infrage. Sollte sich die RAM-Situation drastisch verschlechtern und wirtschaftlich nicht mehr tragbar sein, könnte Sony den Launch theoretisch auf 2028 verschieben. Aktuell gebe es dafür jedoch keinerlei Anzeichen.

Sowohl Sony als auch Microsoft würden derzeit lediglich beobachten, analysieren und Optionen vorbereiten. Feste Entscheidungen seien frühestens in einem Jahr zu erwarten. Alles andere sei reine Spekulation, laut dem YouTuber, der damit nicht unrichtig liegen dürfte.

Viel Lärm um nichts? Die Gerüchte um einen PS6-Delay klingen dramatisch, halten einer genaueren Prüfung aber kaum stand. Nach aktuellem Stand läuft Sonys Planung wie vorgesehen, und RAM-Fragen sind Teil eines ganz normalen Entwicklungsprozesses. Für Fans bedeutet das vor allem eines: Kein Grund zur Panik. Die PlayStation 6 ist noch nicht in Gefahr. Wir erwarten also den Release also „planmäßig“ Ende nächsten Jahres. Selbst Sony hat dies schon früher bestätigt (genauer im Jahr 2022), dass die nächste Konsole aus ihrem Haus nicht vor 2027 kommen wird.

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