Capcom deutet Zukunft für Pragmata an – aus dem Sci-Fi-Hit könnte mehr als nur ein Einzelspiel werden
Eine Fortsetzung ist noch nicht bestätigt. Doch nach dem starken Start von Pragmata spricht Capcom bereits auffällig offen darüber, wie es weitergeht.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Pragmata könnte für Capcom mehr sein als nur ein erfolgreiches Einzelprojekt. Einen direkten Nachfolger hat der Publisher zwar nicht angekündigt, doch neue Aussagen aus der Chefetage zeigen ziemlich klar, dass das Unternehmen die Marke längst größer denkt. Bei der Branchenveranstaltung iicon sagte Rob Dyer, COO von Capcom USA, laut Game File (via Gamesradar.com), man sei jetzt an einem Punkt, an dem Capcom „eine weitere IP“ habe, mit der man weitergehen könne.
Das ist natürlich alles, nur noch keine Sequel-Bestätigung. Doch, der Zeitpunkt dieser Aussage ist kein Zufall. Capcom bestätigte offiziell, dass Pragmata innerhalb von nur zwei Tagen die Marke von 1 Million verkauften Einheiten überschritten hat. Für eine komplett neue Marke ist das wirklich stark, gerade bei einem Projekt, das jahrelang von Verschiebungen begleitet wurde. Der japanische Entwickler/Publisher selbst hebt in seiner Mitteilung hervor, dass vor allem das innovative Gameplay und die starke Resonanz der Spieler den Erfolg getragen hätten. Und bei den Kritiken punktet Pragmata ebenso.
Nach jahrelanger Hängepartie ist Pragmata plötzlich ein Kandidat für Capcoms nächste große Marke
Das macht die neue Einordnung so interessant. Pragmata wurde bereits 2020 vorgestellt und war ursprünglich deutlich früher geplant, bevor das Spiel mehrfach verschoben wurde. Erst vor wenigen Wochen erschien der Titel schließlich wirklich, nach einer langen Entwicklungsphase, die sich für viele Fans schon wie ein langwieriges Projekt angefühlt hatte. Genau deshalb ist es bemerkenswert, dass Capcom jetzt nicht defensiv klingt, sondern eher so, als wolle man aus dem geglückten Neustart direkt etwas Größeres formen.
Nach dem starken Start und der positiven Resonanz scheint der Publisher in der neuen Marke genug Potenzial zu sehen, um weiter darüber nachzudenken.
Endlich mal etwas Neues. Pragmata überraschte an vielen Stellen. – Bild © CapcomWarum das für Capcom ein wichtiger Moment ist
Capcom hatte schon viele Projekte, die nie wirklich eine Fortsetzung erhalten haben. Doch mit etablierten Marken wie Resident Evil, Monster Hunter oder auch Street Fighter läuft es. Gerade deshalb ist es für den Publisher besonders wertvoll, wenn eine komplett neue IP sofort sichtbar einschlägt. Neue Marken sind teuer, riskant und im AAA-Bereich oft schwer zu etablieren. Wenn ein Titel wie Pragmata trotz langer Entwicklungszeit direkt eine Million Verkäufe schafft, wird aus einem Risiko schnell ein strategischer Baustein.
Wichtig bleibt aber die saubere Trennung bei den aktuellen Aussagen der Chefetage: Capcom hat (noch) keinen zweiten Teil angekündigt. Dyers Aussage ist eher eine strategische Öffnung als ein Teaser mit Logo und Release-Fenster. Es wäre also überzogen, jetzt schon von Pragmata 2 zu sprechen, als sei das Projekt intern längst gesetzt. Im Moment ist nur klar, dass Capcom die Marke als potenziell ausbaufähig betrachtet.
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Gerade deshalb wirkt das Thema für Fans so spannend. Viele neue Marken verschwinden nach einem soliden Start wieder in der Schublade, wenn sie nicht sofort zum Mega-Hit werden. Diesmal scheint Capcom jedoch eher die umgekehrte Haltung einzunehmen: Das Spiel muss nicht sofort ein Mega-Hit vom Kaliber Monster Hunter oder Resident Evil sein, um als lohnende Zukunftsmarke zu gelten.
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