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Artikel von Markus + unter Mithilfe von KI *.

Nacon hat offiziell Insolvenz angemeldet und beim Handelsgericht in Lille Métropole ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt. Die Pressemitteilung erfolgte heute, am 25. Februar 2026, und sorgt europaweit für Unruhe. Für dich stellt sich sofort die Frage: Was passiert jetzt mit laufenden Projekten und angekündigten Spielen?

Nacon ist eine Tochtergesellschaft der Bigben Interactive. Das Problem begann offenbar beim Mutterkonzern. Bigben konnte eine Teilrückzahlung eines Anleihedarlehens nicht leisten, nachdem ein Banken-Konsortium kurzfristig die Unterstützung verweigerte. Diese finanzielle Schieflage wirkt sich nun massiv auf Nacon aus. Laut Unternehmensangaben reichen die verfügbaren Mittel derzeit nicht aus, um fällige Verbindlichkeiten zu bedienen. Deshalb wurde offiziell eine „déclaration de cessation des paiements“ eingereicht, also die Erklärung der Zahlungsunfähigkeit.

Gleichzeitig beantragt das Unternehmen ein sogenanntes „redressement judiciaire“, ein gerichtliches Sanierungsverfahren nach französischem Recht.

Was bedeutet das konkret?

Wichtig: Insolvenz bedeutet hier nicht automatisch das Aus. Das Ziel des Verfahrens ist es, den Geschäftsbetrieb fortzuführen, Schulden neu zu strukturieren und gemeinsam mit Gläubigern einen tragfähigen Plan zu entwickeln. Gleichzeitig sollen Arbeitsplätze geschützt werden. Das Unternehmen betont ausdrücklich, dass es seine Aktivitäten fortsetzen will. Ob und wie das gelingt, entscheidet das Handelsgericht voraussichtlich Anfang März.

Bereits am 20. Februar wurde der Handel der Nacon-Aktien an der „Euronext Paris“ ausgesetzt. Diese Aussetzung bleibt bestehen, bis das Gericht eine Entscheidung trifft. Für Investoren bedeutet das Unsicherheit. Für Fans bedeutet es vor allem eines: Abwarten wie es weitergeht.

Warum trifft es jetzt Nacon?

Die gesamte Branche steckt in einer schwierigen Phase. Lange Entwicklungszyklen, hohe Produktionskosten und schwankende Umsätze setzen viele Publisher unter Druck. Während große Konzerne wie EA, Take-Two, Nintendo, Microsoft oder Sony finanziell breiter aufgestellt sind, geraten mittelgroße Unternehmen schneller ins Wanken, wenn Finanzierungslinien wegbrechen.

Hinzu kommt: Der Markt ist extrem kompetitiv. Selbst solide Games garantieren nicht automatisch stabile Einnahmen.

Was passiert mit kommenden Spielen?

Aktuell gibt es keine Ankündigungen zu abgesagten Projekten. Nacon betont, dass der Geschäftsbetrieb weiterläuft. Allerdings wird das Sanierungsverfahren entscheidend dafür sein, wie schnell und in welchem Umfang zukünftige Releases realisiert werden können.

Sollte das Gericht das Verfahren eröffnen, könnte Nacon Zeit gewinnen, um Investoren zu finden oder Schulden neu zu strukturieren. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Publisher die Kurve bekommt. Immerhin geht es um die Zukunft von 16 Entwicklungsstudios bzw. rund 1.000 Mitarbeitenden. Nacon wurde 1981 gegründet und gehört zu 76,7% dem Bigben-Konzern.

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