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Mundaun (PS5) – Review

Bis Dato eine der seltsamsten Videospielerfahrungen in sehr eigener Optik. Der Psycho-Horror Mundaun will unter die Haut gehen.

Review von
Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine sehr eigenartige Grafik
  • Der Schauplatz in der Schweiz
  • Ein Gruselabenteuer aus einer Hand

Das Spiel Mundaun will Gamern unter die Haut fahren, mit atmosphärischem Horror und psychotischen Szenen. In seiner einmaligen Darstellung sieht es nicht nur wirklich „creepy“ aus, und anders kann ich das nicht beschreiben, sondern sorgt damit erst recht für Unbehagen. Das handgezeichnete Horrorspiel aus der Schweiz begleitet einen auch nach dem Abschalten.

Das Grab des Opas Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Das Grab des Opas Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Mundaun: Story

Unser Opa ist verstorben. Wir kommen zurück in den Ort Mundaun, in den Bergen der Schweiz, nachdem uns der Dorfpfarrer einen Brief gesendet hat. Er schreibt dass unser Großvater bei einem Brand in der Scheune ums Leben kam. Curdin (Der Protagonist) ist mit der Absicht zurück gekommen, sich von seinem Opa zu verabschieden.

Nur um festzustellen, dass die Fenster der Scheune in denen sein Großvater verstarb, vernagelt waren. Einige Ungereimtheiten zum Tod des Opas bringen hier das Rätsel ins rollen. Zudem verfolgt uns eine Schattengestalt in Form eines Malers, in sehr real wirkenden Visionen, die sogar die Welt um uns verändern.

Die Kapelle von Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Die Kapelle von Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Mundaun: Die Atmosphäre

Die Story des Spiels ist gar nicht der Dreh und Angelpunkt. Es ist die Atmosphäre des Games. Mundaun schafft durch seinen mit Hand gezeichneten Stil, gezielten Einsatz von Musik und sehr düstere Darstellung, eine beklemmende Stimmung zu erzeugen. Tagsüber sieht es in dem Alpendorf schon gruselig aus und Nachts wird es nur noch schlimmer.

Die eingeschränkte Sicht ist in der Nacht nur das kleinste Problem. Sagengestalten der schweizer Berge machen einem das Leben schwer und versetzen Curdin so in Angst, dass dieser wie gelähmt nicht mehr laufen kann. Eine Mistgabel sollte man stets zur Hand haben.

Der abgetrennte sprechende Ziegenkopf im Rucksack, macht Mundaun nicht weniger creepy aber umso kurioser.

Der Ziegenkopf Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Allegria hat etwas zu sagen © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Grafik und Audio

Wie man auf den ersten Blick sieht, handelt es sich hier nicht um ein Next Gen Grafikwunder. Im Gegenteil. Die Texturen und eigentlich das gesamte Spiel, sind mit der Hand gezeichnet und über die Ingame Polygonen gelegt worden. Das verleiht Mundaun eine unvergleichliche Optik, die aber am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig ist.

Diese Optik wird gepaart mit einer sehr gut eingesetzten Audio. Die Soundkulisse, Geräusche und auch Synchronisation haben nur ein Ziel. Den Spielern unangenehme Angst zu bereiten und das gelingt ganz gut. Stilecht für die Schweiz, sind gesprochene Sequenzen in Rätoromanisch, einer der Amtssprachen. Das macht Untertitel leider unabdingbar.

Wenn man nun auch noch bedenkt, dass Mundaun fast gänzlich von einer einzigen Person entwickelt wurde, ist dieses Spiel ziemlich beeindruckend.

Das Gelände in Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Ein Ort mit „Charme“© Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Gameplay und Steuerung

Zu Beginn wollte ich das Gameplay schon verfluchen. Die Steuerung war schwerfällig und viele Elemente waren mehr als Basic. Es machte Mundaun im ersten Eindruck einfach zu einem eher schwachen Spiel. Diese kleinen Patzer oder auch die Einfachheit der Steuerung, sind mit fortlaufender Story aber völlig belanglos und es rückt einfach die Stimmung viel mehr in den Vordergrund.

Auch wenn es um ein Rätselspiel geht, so ist dies nicht zu schwer gemacht. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl zu sehr gefordert zu werden. Wenn man solche Spiele gewohnt ist und sich entsprechend überall umsieht, so ist es eigentlich recht logisch was der nächste Step ist.

Gesichter in Mundaun © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Horror wohin man nur sieht. © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Mundaun: Die Schwächen

Mich persönlich ärgert es, wenn ich bei einem Game gezwungen bin die Untertitel zu lesen. Nachdem es sich um ein Rätselgame handelt, brauche ich die Story um fortzufahren. Durch die Wahl der Rätoromanischen Sprache, ohne Option auf andere Audio, blieb mir jedoch nichts anderes übrig und sowas empfinde ich als sehr nervig.

Und auch wenn ich ein riesen Fan von atmosphärischem Horror bin, so hat es Mundaun an manchen Stellen übertrieben. Man hat stellenweise das Gefühl, dass es krampfhaft versucht gruselig zu sein. Und in solcher Konzentration kann dies schnell mal etwas überladen. Weniger ist manchmal mehr.

Es brennt in Mundaun © Hidden Fields, Screenshot: DailyGame

Heugabel nicht vergessen © Hidden Fields , Screeenshot: DailyGame

Fazit zu Mundaun

Ich kann gleich vorweg sagen, man sollte dieses Spiel wirklich mal erlebt haben. Wenn man auf Horror steht oder auch auf interessante Gruselkrimis (denn so fühlte es sich irgendwie an) so hat man hier definitiv was zu erleben. Die Optik des (von einer Person entwickelten) Games ist wirklich sehenswert Anders und verleiht ihm dieses Alleinstellungsmerkmal. Trotz seiner Schwächen und der überschaubar leichten Steuerung, hat Mundaun einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wenn auch kein Blockbuster unter den Games, ist es ein Indietitel der sich sehen lassen kann.

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ReviewWertung

7SCORE

Mundaun ist ein Horrorspiel dass direkt unter die Haut und in die Nerven fährt. Wenn auch etwas gewöhnungsbedürftig, ist es einen Ausflug eindeutig wert.

Detail-Wertung

Grafik

8

Sound

9

Gameplay

5

Story

7

Steuerung

5

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