Microsoft baut massiv Stellen ab – mehrere Spiele gestrichen
Das für Forza zuständige Turn 10 verliert laut Medien die Hälfte der Belegschaft. Mindestens drei Spiele werden eingestampft.
Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Es ist eine der wohl drastischsten Entlassungswellen bei Xbox. Denn circa 9.000 Mitarbeiter verlieren im gesamten Microsoft-Konzern ihren Job und der Spiele-Bereich bekommt das besonders stark zu spüren. Der Tech-Konzern stampft den Shooter Perfect Dark samt dem zuständigen Studio The Initiative ein, bei Rare wird das 2019 angekündigte Everwild gestrichen. Auch einem Nachfolger von The Elder Scrolls Online zieht Microsoft angeblich neben anderen unangekündigten Spielen den Stecker (via Microsoft Central).
Laut Bloomberg verliert der Candy Crush-Entwickler King zehn Prozent seiner Mitarbeiter und auch beim Call of Duty-Studio Raven Software gibt es dem Bericht zufolge Entlassungen. Das US-Medium berichtet außerdem, dass bei den für Forza zuständigen Turn 10 Studios rund die Hälfte der Belegschaft entlassen werde. Rare-Veteran Gregg Mayles, für Banjo-Kazooie und Sea of Thieves bekannt, verlässt laut VGC nach 35 Jahren die Firma. Etwa die Hälfte beim „Xbox User Research“, beispielsweise für Qualitätskontrolle oder Kindersicherheit zuständig, wird Berichten zufolge auch entlassen (via The Verge).
Many of Xbox’s subsidiaries are getting hit by the layoffs this morning, including Call of Duty studios such as Raven. Big cuts at Forza Motorsport developer Turn 10 – nearly 50% of staff, per source.
— Jason Schreier (@jasonschreier.bsky.social) 2. Juli 2025 um 18:43
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Erklärung von Xbox-Chef Spencer
Das Magazin Variety hat indes eine interne Stellungnahme von Xbox CEO Phil Spencer an seine Mitarbeiter veröffentlicht. Darin heißt es: “Um Gaming für einen dauerhaften Erfolg zu positionieren und uns auf strategische Wachstumsbereiche zu konzentrieren, werden wir die Arbeit in bestimmten Geschäftsbereichen beenden beziehungsweise reduzieren und dem Beispiel von Microsoft folgen, indem wir Managementebenen abbauen, um die Agilität und Effektivität zu erhöhen.“ Bereits Ende Juni munkelten Insider über einen Umbruch bei Xbox und sprachen von möglicherweise bis zu 2.000 Entlassungen.

Phil Spencer: Leiter der Microsoft Sparte für Unterhaltungsprodukte, darunter Xbox und die Xbox Game Studios. – © Microsoft – Bildmontage DG
Phil Spencer bleibe Chef bei Xbox, wie Microsoft gestern bestätigte (via The Verge). Zuvor postete der Call of Duty-Leaker GhostOfHope auf X, dass sich Spencer mit der nächsten Xbox-Generation zurückziehen könnte.
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