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Artikel von Markus +
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League of Legends könnte sich in wenigen Jahren drastischer verändern als jemals zuvor. Laut einem Bericht von Bloomberg (hinter einer Paywall) arbeitet Riot Games an einer umfassenden Überarbeitung seines erfolgreichsten Spiels. Intern trägt das Projekt den Namen „League Next“ und soll 2027 veröffentlicht werden. Für viele Fans klingt das nach einem Einschnitt, der längst überfällig ist.

Mehrere aktuelle und ehemalige Riot-Mitarbeiter sprechen von der größten Überarbeitung in der Geschichte des Spiels. Ziel sei es, League of Legends wieder attraktiver für neue Spielerinnen und Spieler zu machen, ohne die bestehende Community komplett zu verlieren. Ein Balanceakt, der intern offenbar als notwendig gilt.

Neuer Look, neue Technik, neue Zielgruppe

Geplant ist eine komplette Neuausrichtung der visuellen Identität. Charaktere, Benutzeroberfläche und Arenen sollen modernisiert und neu gedacht werden. LOL soll zugänglicher wirken, klarer lesbar sein und weniger abschreckend auf Neueinsteiger wirken. Gleichzeitig arbeitet Riot Games an der technischen Basis. Der Code gilt seit Jahren als schwer wartbar. „League Next“ soll Updates erleichtern und schneller auf neue Inhalte reagieren können. Erste Schritte gab es bereits: Neue Tastatursteuerungen wurden eingeführt, die besonders Einsteigern helfen sollen.

Intern hat der US-amerikanischer Entwickler dafür auch personell umgebaut. Teams wurden neu strukturiert, Rollen verschoben. Offiziell wollte sich Riot dazu nicht äußern, ein Sprecher lehnte gegenüber Bloomberg einen Kommentar ab.

League of Legends: Warum Riot Games jetzt handeln muss

Auch wenn LOL noch immer von über 100 Millionen Menschen monatlich gespielt wird, zeigt der Trend nach unten. Laut Bloomberg-Quellen schrumpft die aktive Spielerschaft langsam, aber stetig. Gleichzeitig verdient Valorant inzwischen mehr Geld als League. Ein Umstand, der viele Fans überrascht. Auf Reddit spiegelt sich genau diese Sorge wider. Viele Kommentatoren berichten, dass kaum noch junge Gamer neu einsteigen. Die Community altert, viele haben ihre Lieblings-Champions und ihre Wunsch-Skins längst gefunden. Neue Käufe werden seltener, die Monetarisierung stagniert.

Andere Stimmen gehen härter ins Gericht. Vergleiche mit Counter-Strike 2 oder DOTA 2 Reborn machen die Runde. Manche sehen „League Next“ als kompletten Neustart, andere als reines Technik-Update, das erneut groß angekündigt, aber nur halb umgesetzt wird.

Zwischen Hoffnung, Skepsis und Müdigkeit

Die Reaktionen schwanken stark. Einige Fans feiern die Idee und sagen offen: Sie würden League of Legends sofort wieder spielen, wenn es moderner und zugänglicher wäre. Andere glauben nicht mehr an große Versprechen. Zu oft habe man von neuen Engines, großen Umbauten und langfristigen Visionen gehört.

Fest steht: Riot steht unter Druck. League of Legends ist noch immer eine Ikone, aber keine Selbstverständlichkeit mehr. Wenn „League Next“ wirklich 2027 erscheint und hält, was intern versprochen wird, könnte es das Spiel neu definieren. Scheitert der Umbau, droht League endgültig den Anschluss an eine neue Generation zu verlieren. Noch ist alles ein Gerücht. Doch allein die Existenz von „League Next“ zeigt, dass Riot Games selbst weiß: So wie bisher kann es nicht ewig weitergehen.

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