Larian zieht klare Grenze: Divinity ist bewusst kein Baldur’s Gate 4
Larian Studios stellt klar: Divinity wird kein Baldur's Gate 4. Warum das Studio bewusst neue Wege geht und Erwartungen brechen will.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Mit Baldur’s Gate 3 hat der belgische Entwickler Larian Studios ein Rollenspiel geschaffen, das für viele Fans zum neuen Genre-Maßstab geworden ist. Genau deshalb sind die Erwartungen an das nächste große Projekt des Studios enorm. Doch die Entwickler machen jetzt unmissverständlich klar: Das angekündigte Divinity wird kein Baldur’s Gate 4 und soll es auch gar nicht sein.
Nach monatelangen Spekulationen, die unter anderem durch eine mysteriöse Statue in der Wüste angeheizt wurden, hat Larian Divinity bei den The Game Awards 2025 offiziell enthüllt. Das Studio bezeichnete das neue Rollenspiel selbstbewusst als sein bislang größtes Projekt. Angesichts des Umfangs und Erfolgs von Baldur’s Gate 3 ist das eine Ansage, aber auch eine Einladung zu Vergleichen, die Larian bewusst vermeiden will.
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Larian Studios möchte bewusst neue Wege gehen
In einem Interview mit „PC Gamer“ (via YouTube) sprach Studio-Chef Swen Vincke offen über diese Erwartungen. Natürlich wisse man, dass viele Spieler automatisch an Baldur’s Gate 4 denken würden. Doch genau davon wolle man sich lösen. „Wir wollen nicht dasselbe Spiel noch einmal machen“, so Vincke. Zwar bleibt Divinity ein rundenbasiertes Rollenspiel, inhaltlich und strukturell soll es sich aber klar von BG3 unterscheiden.
Ein wichtiger Punkt: Divinity ist kein Original Sin 3, sondern ein eigenständiger Titel innerhalb des Universums. Larian will sich nicht nur von Baldur’s Gate, sondern auch von der eigenen Vergangenheit lösen. Vincke ging sogar noch weiter und sagte, Divinity werde „deutlich besser“ als alles, was das Studio bisher gemacht habe. Eine mutige Aussage, die auch die eigenen Ambitionen unterstreicht.
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Larian über Divinity: „Wir wollen die Spielenden überraschen“
Auch Adam Smith, Writing Director bei Larian, erklärte, warum sich das Team bewusst gegen eine sichere Fortsetzung entschieden hat. Für die Entwickler sei es emotional und kreativ extrem wichtig, nicht einfach bekannte Strukturen zu wiederholen. Larian wolle mit jedem Projekt neue Ideen ausprobieren, damit sich Spielerinnen und Spieler nicht fühlen, als würden sie immer wieder dieselben Schritte gehen.
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Diese Haltung erklärt auch, warum Larian sich bereits früh gegen die Entwicklung von Baldur’s Gate 4 entschieden hat. Vincke hatte zuvor offen gesagt, dass sich Teile des Teams nach BG3 „ausgelaugt“ und kreativ erschöpft gefühlt hätten. Divinity scheint genau die Antwort auf dieses Problem zu sein. Immerhin wäre es schwer gewesen BG3 zu toppen.
Natürlich wird Divinity sich den Vergleichen stellen müssen, genau wie Baldur’s Gate 3 damals ständig mit Divinity: Original Sin 2 verglichen wurde. Doch Larian hat bereits bewiesen, dass es sich aus dem Schatten der eigenen Klassiker lösen kann. Jetzt liegt die Hoffnung darauf, dass Divinity diesen Weg erneut geht. Kein Klon, sondern ein eigenständiges RPG-Erlebnis. Derzeit gibt es noch viele Fragezeichen rund um das neue Spiel. Aber die Ausrichtung dürfte stimmen. Etwas Neues. Etwas Mutiges. Davon bekommen wir ohnehin zu wenig.
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