Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
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Wie auch immer die Zukunft der Spiele aussehen mag, Inhalte werden immer im Vordergrund stehen. Aber es wird sehr viel schwieriger sein, gute Inhalte zu bekommen, wenn das Abonnementmodell zum vorherrschenden Modell wird und eine ausgewählte Gruppe entscheidet, was auf den Markt kommt und was nicht. Der Weg ist der direkte Weg vom Entwickler zum Spieler.
Ein Manager von Ubisoft hat kürzlich behauptet, dass Spieleabos wie Ubisoft+ oder Xbox/PC Game Pass die Zukunft des Gamings seien. Swen Vincke, der Chef von Larian Studios, sieht das anders. Er sagt, dass seine Spiele wie Baldur’s Gate 3 nicht in solchen Abo-Diensten erscheinen werden. Er möchte lieber einen direkten Kontakt zu den Spielern haben.
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Viele Gamer sind ebenfalls skeptisch gegenüber Spieleabos. Sie vermissen das Gefühl, eine physische Spielesammlung zu besitzen. Sie vergleichen es mit Netflix, wo man die Filme auch nicht im Regal stehen hat. Vincke macht noch ein weiteres Argument gegen Spieleabos: Er glaubt, dass die Qualität der Spiele leiden wird, wenn nur noch wenige Anbieter entscheiden, was produziert und veröffentlicht wird. Er befürchtet, dass die Gamer dadurch weniger gute Inhalte zur Auswahl haben werden.
Swen Vincke plädiert hingegen für einen direkten Weg vom Entwickler zum Spieler, ohne viele Publisher dazwischen, die Einfluss nehmen. Er nennt als Beispiele Steam oder andere Plattformen, die seine Spiele verkaufen. Er äußert sich jedoch nicht zu den Provisionen, die diese Plattformen verlangen.
Auch Sony spricht sich gegen Spieleabos aus
Vincke beklagt, dass es sehr schwer ist, große Firmen für idealistische Projekte zu begeistern. Er befürchtet, dass Spieleabos die Situation noch verschlimmern werden: Denn diese würden nur nach Profit streben und nicht nach Qualität. Sony, der Anbieter von Playstation, hat sich schon öfter gegen Spieleabos ausgesprochen. Der Manager Hiroki Totoki sagte im Jahr 2022 deutlich: “Spieleabos würden uns zwingen, weniger Geld in AAA-Spiele für die Playstation 5 zu stecken. Das würde die Qualität verschlechtern.”
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