Japans Nationalbibliothek lehnt Game-Key Cards ab
Weil die kontroversen Game-Key Cards die Inhalte nicht direkt beinhalten, will die japanische Nationalbibliothek sie nicht archivieren.
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Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
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Vielen Sammlern sind die Game–Key Cards (Software-Schlüsselkarten) für die Switch 2 ein Dorn im Auge. Die meisten Dritthersteller nutzen diese Art von Switch-2-Cartridge im Einzelhandel, weil sie billiger als normale Karten sind. Denn die Game–Key Cards sind kompakter und beinhalten lediglich einen Download-Aktivator. Damit hängt die Funktionalität des Spiels aber von den Servern ab, was den langfristigen Besitz nicht mehr gewährleistet.
Das sieht die Nationale Parlamentsbibliothek Japans ähnlich. Als eine der größten Bibliotheken weltweit sammelt die japanische Nationalbibliothek alle veröffentlichten Medien im Land. Software-Schlüsselkarten sind laut der Institution für eine Aufbewahrung aber ungeeignet.
“Da eine Schlüsselkarte für sich genommen nicht als Inhalt gilt, fällt sie nicht in unseren Sammlungs- und Aufbewahrungsbereich“, lautet eine offizielle Stellungnahme. Laut der Bibliothek werden “nur physische Medien, die den Inhalt selbst enthalten” archiviert (via Automaton Media).
Inzwischen hat das japanische Gaming-Magazin Famitsu bei Nintendo nach dem Grund dafür gefragt, die kontroversen Game–Key Cards anzubieten. Die Antwort der Firma blieb unkonkret: „Software-Schlüsselkarten sind eine der neuen Möglichkeiten, wie wir Spiele an Kunden liefern. Obwohl für den ersten Download der Spieldaten eine Internetverbindung erforderlich ist, können Spieler das Spiel auch ohne Internetverbindung spielen, indem sie einfach die Software-Schlüsselkarte in die Konsole einlegen“ (via Nintendo Soup).

Cyberpunk 2077 für Switch 2 – Bild © CD Projekt Red
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Cyberpunk 2077 ist einer der wenigen Ports von Drittherstellern für Switch 2, die das gesamte Spiel auf einer Spielekarte enthalten. Das dürfte sich ausgezahlt haben – der Open-World-Titel von CD Projekt Red wurde zum erfolgreichsten Dritthersteller-Titel zum Launch der neuen Hybridkonsole (via Screen Rant). Andere anonyme Entwickler wiederum sprachen von Verkaufszahlen “unter den niedrigsten Erwartungen”.
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Fragen & Antworten
- Diese Fragen wurden geklärt
- Game Key-Cards sind kleine Karten, die nur einen Aktivierungscode enthalten. Sie ermöglichen den Download eines Spiels aus dem Internet, enthalten aber nicht die Spieldaten selbst.
- Viele Sammler kritisieren sie, weil der Besitz des Spiels von Online-Servern abhängt. Gehen die Server irgendwann offline, kann das Spiel nicht mehr heruntergeladen werden.
- Die Bibliothek archiviert nur Medien, die die Inhalte direkt enthalten. Da eine Game Key-Card nur ein Aktivierungs-Code ist, erfüllt sie diese Bedingung nicht.
- Ein Beispiel ist Cyberpunk 2077. Der Titel wird komplett auf einer Cartridge ausgeliefert und wurde zum erfolgreichsten Dritthersteller-Launch-Spiel auf der Switch 2.






