Homura: The Crimson Warriors im Test: Ninjas, Romantik und die Belagerung der Osaka Burg
Homura: The Crimson Warriors setzt auf historische Ereignisse und charakterstarke Krieger statt auf Fantasy-Exzesse.
Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
Homura: The Crimson Warriors ist ein neues Otome Game, das von Otomate entwickelt und von Idea Factory veröffentlicht wurde. Wir tauchen hier wieder in ein mittelalterliches Japan ein. Wer also Spiele wie Birushana: Rising Flower of Genpei oder Hakuoki mag, sollte auf diesen Titel einen Blick werfen. Solltet ihr eine starke Vertrautheit mit Letzterem verspüren, wenn ihr Homura spielt, liegt das vor allem daran, dass sowohl der Artist als auch der Direktor an Hakuoki-Titeln mitgewirkt haben. Entsprechend wenig verwunderlich ist also auch, dass sich die Story sehr nah an den realen Konflikten der Zeit der Streitenden Reiche orientiert.
Mitten im Kampf um die Osaka Burg
Heldin dieses Titels ist Mutsumi Mochizuki. Sie gehört zu den Sanada Ten Braves, einer Gruppe aus starken Ninjas. Sie dienen Nobushige Sanada, dem zweiten Sohn der Sanada-Familie, der nach der Schlacht von Sekigahara auf den Berg Kudoyama verbannt wurde. Japan befindet sich inzwischen wieder unter der Herrschaft des Tokugawa-Shogunats, das plant, den Toyotomi-Clan endgültig zu vernichten.
Der Clan verschanzt sich auf der Burg Osaka und bittet Daimyos und Krieger um Hilfe, um sich gegen das Shogunat aufzulehnen. Genau diesem Ruf folgt Nobushige, und treu wie sie sind, folgen ihm die Sanada Ten Braves und somit auch Mutsumi.
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Fünf Krieger, fünf Perspektiven
Ich kann es gar nicht glauben, dass ich das sage: In Homura: The Crimson Warriors gibt es keine gesperrten Routen. Ich weiß nicht, wann ich das außerhalb von Fandiscs zuletzt erlebt habe. Ich verstehe durchaus, dass man wegen bestimmter Plotrelevanz mal eine Route sperrt, doch in einigen Spielen übertreiben es die Entwickler damit auch ein wenig. Wir können uns also direkt von Anfang an aussuchen, welchen der fünf Bachelor wir als Erstes angehen wollen.
Ich habe direkt mit Nobushige Sanada angefangen. Wie bereits erwähnt, wurde er nach der Schlacht von Sekigahara zusammen mit seinem Vater auf den Berg Kudoyama verbannt und entkommt dieser Verbannung, um sich dem Toyotomi-Clan anzuschließen. Seine Route konzentriert sich sehr stark auf die militärischen Ereignisse rund um die Belagerung der Burg Osaka. Er ist zwar Mutsumis Herr, behandelt seine Gefolgsleute jedoch freundlich und respektvoll. Das war damals keineswegs selbstverständlich. Zudem ist Nobushige auch deutlich älter als Mutsumi, etwa 15 Jahre.
Kamanosuke Yuri ist ein Samurai, der Nobushige gegenüber sehr loyal ist. Er ist derjenige, der innerhalb der Sanada Ten Braves den Ton angibt. Dabei ist er stets aufrichtig, aber auch direkt. Er ist nicht der Typ, der um den heißen Brei herumredet. Seine Route konzentriert sich stark darauf, wie seine Loyalität ins Wanken gerät, als ihm klar wird, wer für den Untergang seines Clans verantwortlich ist. Er ist ein Hitzkopf, gewinnt im Verlauf seiner Route jedoch deutlich an Tiefe.
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Sasuke Sarutobi ist der jüngste unter den zehn Ninjas und zugleich der talentierteste. Sein Kampfstil erinnert teilweise an einen Affen. Seine Stärken liegen vor allem in der Aufklärung und im Personenschutz. Er ist der wortkarge und in Liebesdingen unbeholfene Tsundere. Eigentlich ist er das Paradebeispiel dieses Archetyps, weshalb er für mich trotz meiner Vorliebe für Tsunderes nicht besonders herausgestochen ist.
Anders als die meisten anderen ist Juzo Kakei schon lange als Gefolgsmann des Sanada-Clans tätig. Er spezialisiert sich auf Schusswaffen und Sprengstoffe. Obwohl er einst als einfacher Bediensteter angefangen hat, ist er inzwischen ein äußerst fähiges Mitglied der Ninja-Gruppe. Er ist wahnsinnig manipulativ und fast schon krankhaft besessen von seinem Herrn. Für Fans von Yandere-Charakteren dürfte das interessant sein. Bei mir ist das immer etwas unterschiedlich. Ich mochte Ukyo aus Amnesia: Memories, mit Juzo habe ich mich jedoch deutlich schwerer getan. Trotz seines Wissens über Sprengstoffe setzt er vor allem auf psychologische Kriegsführung.
Saizo Kirigakure erlangte große Bekanntheit, weil er sich mit Vorliebe mit starken Kriegern misst. Dafür verließ er sogar seinen Clan, bevor er sich schließlich den Sanada Ten Braves anschloss. Seine Kampfweise ist teilweise sehr rücksichtslos und zudem versprüht er diesen typischen Playboy-Vibe, weshalb ich ihn wie so oft zuletzt gespielt habe. Allerdings wirkte er auf mich auch etwas zu besitzergreifend. Er erkennt Mutsumis Fähigkeiten an und scheut sich nicht davor, sie kämpfen zu lassen. Dass er sie jedoch ständig als seine Kunoichi bezeichnet, vermittelt mir dieselben Vibes wie Chikage Kazama aus dem Hakuoki-Franchise. Und mit dem habe ich mich ebenfalls immer etwas schwergetan.
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Zwischen Hakuoki und eigenem Stil
Übrigens kommen Fans von männlichen Charakteren mit langen Haaren, so wie ich, voll auf ihre Kosten. Keiner der fünf trägt eine Kurzhaarfrisur. So etwas habe ich, glaube ich, auch noch nicht erlebt.
Ich muss allerdings sagen, dass sich die fünf Charaktere vom Gesicht und vom Blick her teilweise extrem ähneln. Deshalb habe ich mit dem Artstyle eher gemischte Gefühle. Es gibt Artists, bei denen man Charaktere nur schwer auseinanderhalten kann. Würde man die unterschiedlichen Frisuren und Outfits entfernen, könnte man meinen, dass bei allen dasselbe Charaktermodell verwendet wurde.
Im Spiel gibt es zwei Arten von Entscheidungen: die Standardentscheidungen, die man aus dem Otome-Genre kennt, und die Entscheidungen des sogenannten Ninja-Systems. Letztere bestimmen eure Ninja-Zertifizierung am Ende eines Spieldurchgangs. Es gibt drei Zertifizierungen, die freigeschaltet werden können. Diese wiederum schalten zusätzliche Einträge in der Galerie frei. Ob man das nun braucht oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich finde es immer ganz nett, wenn ein Otome Game nicht nur aus dem klassischen Entscheidungssystem besteht.
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Fazit zu Homura: The Crimson Warriors
Homura: The Crimson Warriors ist ein gelungenes Otome Game für Fans historischer Japan-Settings. Die Geschichte orientiert sich eng an realen Ereignissen rund um die Belagerung von Osaka und bietet dadurch einen spannenden Hintergrund für die einzelnen Charakterrouten. Besonders positiv fällt auf, dass alle fünf Routen von Beginn an verfügbar sind und die Heldin Mutsumi aktiv in die Handlung eingebunden wird.
Die einzelnen Bachelor unterscheiden sich deutlich in ihren Persönlichkeiten und Motivationen, auch wenn der Artstyle sie optisch teilweise etwas zu ähnlich wirken lässt. Das Ninja-System bringt zudem eine kleine zusätzliche Gameplay-Komponente ins Spiel, ohne unnötig kompliziert zu werden.
Wer Titel wie Hakuouki oder Birushana mochte und sich für Samurai, Ninjas und historische Konflikte interessiert, sollte Homura: The Crimson Warriors definitiv im Auge behalten.
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Test-System: Nintendo Switch 2
Homura: The Crimson Warriors punktet mit einer sympathischen Heldin, frei wählbaren Routen und einem authentischen historischen Setting, auch wenn die Charaktere optisch etwas zu ähnlich geraten sind.
- Grafik7
- Sound10
- Gameplay7
- Story9
- Motivation5



