Haunted House (PS5) – Game Review

HADES trifft auf eine kindergerechte Geisterbahn. Irgendwie süß aber auch schwierig.

Das Wichtigste in Kürze

  • Hatte nicht erwartet so einen HADES Vibe zu erleben
  • So entzückend die Optik auch ist, so schwierig kann es werden
  • und doch sind manche Levels fast viel zu einfach

In der Welt der Videospiele hat Nostalgie oft die Kraft, längst vergessene Klassiker wiederzubeleben. Haunted House, eine Wiederbelebung des Atari 2600-Klassikers, gehört in diese Kategorie. Es trägt das Gewicht, als einer der Pioniere des Survival-Horror-Gaming angesehen zu werden. Dieser Artikel erkundet die Wiederbelebung von Haunted House, meine Erfahrungen damit und seine Vorzüge in der sich ständig weiterentwickelnden Welt des Gaming.

Story Start Haunted House © Atari, Screenshot DailyGame

Story Start Haunted House © Atari, Screenshot DailyGame

Haunted House: Eine Neue Interpretation eines Klassikers

Haunted House, in seiner wiedergeborenen Form, ist ein Roguelite-Spiel, das einen eigenständigen Ansatz verfolgt und den Schwerpunkt weg vom Kampf legt. In einem Spukhaus setzen die Spieler sich mit ständig wechselnden Raumlayouts in jedem Durchgang auseinander. Das Hauptziel besteht darin, Rätsel zu lösen, um Türen zu öffnen und Feinde als Währung für In-Run-Upgrades anzusammeln. Seltene Edelsteine gewähren auch dauerhafte Charakterverbesserungen in der Lobby des Hauses.

Der Kampf steht nicht im Mittelpunkt des Spiels, ist aber keineswegs abwesend. Die Spieler führen Fallen und eine langsame, aber effektive magische Lampe, um Feinde abzuwehren. Der Haken besteht darin, dass Fallen begrenzt sind und zufällig verteilt werden, während die Feinde flink und robust sind. Tarnung wird zu einer entscheidenden Taktik, wobei die Sichtlinien der Feinde deutlich sichtbar sind. Die Knappheit an Gesundheit und Munition erhöht die Herausforderung und macht Haunted House zu einem Test der Strategie anstelle von roher Kampffähigkeit.

Düsteres Haus Haunted House © Atari, Screenshot DailyGame

Düsteres Haus Haunted House © Atari, Screenshot DailyGame

Mängel im Kampfsystem

Das Kampfsystem könnte jedoch von mehr Feinschliff profitieren. Wobei Kampfsystem hier ein weit gedehnter Begriff ist. Das Werfen von Fallen und Anschleichen an unwissende oder auch gelähmte Gegner ist schon das höchste der Gefühle. Die isometrische Perspektive erschwert gelegentlich das Zielen und das Platzieren von Fallen, insbesondere wenn mehrere Feinde gegenüberstehen. Das automatische Zielen des Spiels kann zu frustrierenden Situationen führen, in denen das beabsichtigte Ziel des Spielers nicht priorisiert wird.

Mir war aktuell nicht ganz klar wie welcher Gegner zu besiegen ist. Und oft blieb mir Nichts als die Flucht. Wobei hier viele der Gegner ab einem gewissen Abstand zu ihrem Fixpunkt, einfach das Interesse verlieren. Was eine Flucht zwar einfach macht, aber auch ab einem gewissen Punkt irgendwie auch ZU einfach ist. Während andere Situationen mit Gegnern so kompliziert und schwer sind, dass ich mir echt daran die Zähne ausbiss.

Upgrades Haunted House © Atari, Screenshot DailyGame

Upgrades Haunted House © Atari, Screenshot DailyGame

Haunted House bietet endlose Erkundung und Fortschritt

Die Gameplay-Schleife dreht sich um die Erkundung des Spukhauses, das Sammeln von Gegenständen, die unweigerliche Niederlage, die Investition von dauerhafter Upgrade-Währung und das Anstoßen von verbesserten Durchläufen. Das Erreichen des Abschnittsendes ermöglicht es den Spielern, durch das Besiegen von Bossen neue Charaktere freizuschalten. Das Spiel bietet auch eine Nebenquest, bei der klassische Atari-Kartuschen im gesamten Anwesen verstreut sind und eine nostalgische Note hinzufügen.

Haunted House versucht nicht, ein bahnbrechendes Meisterwerk wie HADES zu sein. Sein Charme liegt in seiner Konzentration auf Stealth und Rätsellösung, wenn auch mit einem zunächst verwundbaren Protagonisten. Das rasche Sammeln von Upgrades wie erhöhter Gesundheit und Lampenkraft hält das Spiel interessant und ermutigt zu mehreren Durchläufen. Die Vielfalt der Raumlayouts gewährleistet, dass jeder Durchgang einzigartig erscheint, und das Fortschrittssystem motiviert die Spieler, immer wieder zurückzukehren, um “nur noch eine Runde” zu spielen.

Auch wenn man durch manche Räume regelrecht im Schlaf durchspaziert. Werden diese wirklich zunehmend fordernder. Was dann auch erfahrenen Spieler:innen wirklich Geschick abverlangt.

haunted house screen 1 © Atari

haunted house screen 1 © Atari

Grafik und Audio von Haunted House

Obwohl Haunted House mit seinen visuellen Reizen nicht protzt, sieht es auch nicht schäbig aus. Seine charmante handgezeichnete Ästhetik, wenn auch etwas repetitiv, hat ihren eigenen Reiz. Das begrenzte Budget des Spiels zeigt sich in seinen statischen Zwischensequenzen und dem Fehlen von Sprachausgabe. Die Titelmelodie, die an Scooby-Doo erinnert, verleiht ohne aufdringlich zu werden eine nostalgische Note. Die Figuren sind liebevoll animiert und haben für mich einen sehr greifbaren Cartoon-Charme.

Die Audio Ingame ist ebenso stimmig und gut gestaltet. Seien es die Schritte welche die Figuren machen und Gegner hören können. Oder die Soundeffekte der bösen Geister die auf euch warten. Es greift alles richtig gut ineinander. So hat man eine Atmosphäre die optisch und grafisch zwar kein next gen Titel ist. Jedoch für das Gameplay und die Geschichte einfach großartig abgestimmt wurde. Großes Lob für das Gesamtpaket von mir.

Fazit zu Hauted House (PS5)

Haunted House belebt erfolgreich einen Klassiker wieder, indem es seine Budgetbeschränkungen mit einer einfachen, aber fesselnden Gameplay-Schleife überwindet. Es verbindet Elemente aus Roguelikes, Stealth-Spielen, Rätseln und Survival-Horror, um ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen. Obwohl es vielleicht nicht das bemerkenswerteste Roguelite-Spiel auf dem Markt ist, bietet es eine willkommene Rückkehr zu einer Franchise, die einst schlecht behandelt wurde. Haunted House erinnert uns daran, dass manchmal ein einfaches und gut umgesetztes Konzept ausreichen kann, um Spieler zu begeistern und ein Gefühl der Nostalgie zu wecken.

Wenn ihr HADES gerne gespielt haben solltet, dann werdet ihr auch in dieses Spiel mit Begeisterung einige Stunden stecken und zahlreiche Wiederholungen. Denn die Runs machen Spaß und fühlen sich so vertraut an. Aufgrund der Ähnlichkeit zu HADES, sind jedoch so frisch und anders, dass man wirklich ganz neu entdeckt was dieses Game zu bieten hat. Die Optik darf euch nicht täuschen. Denn was nach einem Spiel für Kids aussieht, ist eine echte Prüfung.

ReviewWertung

8SCORE

Detail-Wertung

Grafik

9

Sound

9

Gameplay

8

Story

8

Motivation

8

Steuerung

7

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