Harry Potter: Persönliches Tagebuch enthüllt Geheimnisse

Der ,,Professor Snape"-Schauspieler Alan Rickmann hat jahrelang ein Tagebuch geführt. Jetzt wurde es veröffentlicht.

Harry Potter McGonagall © Warner Bros. Entertainment

Es kommt nicht oft vor, dass wir einen Einblick in große Produktionen bekommen. Nicht umsonst war der GTA 6 Leak so eine riesige Sensation. Bei Filmen ist das nicht anders. Vor allem nicht bei großen Produktionen wie der ,,Harry Potter”-Reihe, die zu ihrem Ende acht Filme umfasste. Doch genau das geschah jetzt. Denn der verstorbene ,,Professor Snape”-Schauspieler Alan Rickman hat jahrelang ein Tagebuch geführt, das nun veröffentlicht wurde. Es bietet seine persönliche Meinung zu den Dreharbeiten, die sich nicht immer nur positiv gestalteten (via  The Guardian).

Professor Snape wollte raus aus Harry Potter

So schrieb er beispielsweise am 4. Dezember 2002, also kurz nach der Veröffentlichung des ersten Filmes, dass er nicht glaubt, lange bei den Filmen dabei zu sein. Natürlich geschah alles ganz anders. Er schrieb:

,,Ich rede mit Paul Lyon-Maris [Agent] über einen Ausstieg [von Harry Potter], von dem er glaubt, dass er passieren wird. […] Aber hier sind wir wieder in der Projektkollisions-Zone. Ich wiederhole: kein HP mehr. Aber sie wollen das nicht hören.”

An andere Stelle betont Rickman, das Harry Potter höchstselbst, Daniel Radcliffe, in seinen Augen kein Schauspieler sei. Auch wenn er hervorhebt, dass seine Eltern ihn nicht zu sehr in den Vordergrund drängen, was bei Kinderschauspielern oft der Fall ist.

,,Er ist so konzentriert mittlerweile. Ernsthaft und fokussiert – aber mit einem Sinn für Spaß. Ich glaube immer noch nicht, dass er wirklich ein Schauspieler ist, aber er wird ohne Zweifel mal produzieren/ Regie führen. Und er hat so eine ruhige, würdevolle Unterstützung seiner Eltern. Nichts wird aufgedrängt.”

Alan Rickman bleibt seiner Rolle treu

Doch auch die anderen ,,Harry Potter”-Schauspieler waren nicht vor Professor Snapes stillem Urteil gefeilt. So ließ sich der Schauspieler, der seine Rolle im echten Leben scheinbar auch perfektionierte, auch über Emma Watson aus. Er schrieb während der Dreharbeiten zu Der Gefangen von Azkaban, dass sie einen komischen Akzent hätte und die anderen Schauspieler wirklich jede Menge Regieanweisungen bräuchten. Auch das langhaltenden Gerücht, das Rickman bereits im Vorfeld von seinem Schicksal in den Filmen wusste, findet Erwähnung. So schreibt er 2007:

,,Ich habe das letzte ,,Harry Potter”-Buch beendet. Snape stirbt heldenhaft. Potter beschreibt ihn seinen Kindern als einen der mutigsten Männer, die er jemals gekannt hat und nennt seinen Sohn Albus Severus. Das war ein echter Übergangsritus. Eine kleine Information von Jo Rowling vor sieben Jahren – Snape hat Lilly geliebt – hat mir eine Klippe gegeben, an die ich mich festklammern konnte.

Die Tagebücher von Alan Rickman liefern einen bedeutenden Einblick in den Charakter des zu früh verstorbenen Schauspielers. Spätestens muss wohl jedem klar sein, dass er für die Rolle des Professor Snape perfekt gewählt war. Schlechtere Nachrichten gibt es hingegen für all jene, die sich schon auf Hogwarts Legacy gefreut haben.

Mehr zum Thema