GTA 6 ohne Disc: Take-Two erklärt die Entscheidung für Download-Codes
GTA 6 erscheint zwar auch im Handel, doch in der Box steckt keine Disc. Take-Two-Chef Strauss Zelnick erklärt, warum.
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Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
GTA 6 wird eines der größten Spiele aller Zeiten – doch wer den neuen Rockstar-Titel zum Release im Laden kauft, bekommt überraschenderweise keine klassische Disc. Stattdessen liegt der physischen Version lediglich ein Download-Code bei. Die Entscheidung sorgt bei Fans und Sammlern für Kritik. Jetzt hat Take-Two Interactive-Chef Strauss Zelnick gegenüber IGN erklärt, warum sich das Unternehmen für diesen ungewöhnlichen Weg entschieden hat.
Die Box bleibt, die Disc verschwindet
Auf den ersten Blick sieht die Retail-Version von GTA 6 weiterhin wie ein klassisches physisches Spiel aus. Käufer erhalten eine Verpackung und können das Spiel im Einzelhandel erwerben. Der entscheidende Unterschied steckt allerdings im Inneren: Statt eines Datenträgers befindet sich dort lediglich ein Code, mit dem das komplette Spiel heruntergeladen werden muss.
Damit ist GTA 6 technisch gesehen ein digitales Spiel, das lediglich in einer physischen Verpackung verkauft wird.
Der Download kann bereits ab dem 12. November 2026 vorbereitet werden. Spielen lässt sich GTA 6 allerdings erst ab dem offiziellen Release am 19. November 2026.
Warum verzichtet Take-Two auf die Disc?
Für Take-Two gibt es mehrere wirtschaftliche und praktische Gründe. Eine Disc verursacht zusätzliche Produktions- und Vertriebskosten. Ein Download-Code in einer Verpackung ermöglicht es dem Unternehmen dagegen, weiterhin im klassischen Einzelhandel präsent zu sein, ohne tatsächlich einen Datenträger produzieren zu müssen.
Analyst Piers Harding-Rolls von Ampere Analysis bezeichnete den Schritt als wirtschaftlich sinnvoll. Take-Two könne so weiterhin Kunden erreichen, die Spiele lieber im Geschäft kaufen, während gleichzeitig die Kosten einer Disc-Produktion entfallen.
Rockstar bekommt mehr Kontrolle über den Preis
Ein weiterer wichtiger Punkt betrifft den Gebrauchtmarkt. Eine Disc kann nach dem Kauf weiterverkauft, verliehen oder vermietet werden. Rockstar beziehungsweise Take-Two verdient an diesen späteren Transaktionen nichts.
Bei einem einmalig einlösbaren Download-Code sieht die Situation anders aus. Ist der Code bereits aktiviert, kann der Käufer ihn nicht einfach an eine andere Person weitergeben.
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Genau dieser Unterschied ist für den Publisher finanziell interessant. Laut Analyst Rhys Elliott von Alinea Analytics kann Take-Two dadurch wesentlich stärker kontrollieren, wann und wie stark GTA 6 im Preis reduziert wird. Bei physischen Spielen bestimmen Händler dagegen teilweise selbst, wann sie ein Spiel günstiger anbieten.
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