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Die besten Filme des Jahres 2021

Unsere Redaktion hat die besten Filme des Jahres 2021 für euch zusammengestellt. Wie viele davon habt auch ihr gesehen?

Beste Filme 2021

2020 war ein Jahr der Veränderungen. Die immer noch anhaltende Corona-Pandemie hat Kinobesuche, wie wir sie bis dahin kannten, grundlegend verändern müssen. Aufgrund strenger Lockdowns, die in vielen Ländern gleichzeitig stattfanden, sahen sich Kinoketten gezwungen ihre Lichtspielhäuser zu schließen.

Das Resultat war, dass viele Filme gar nicht erst erschienen, oder direkt auf eine der vielen Streaming-Plattformen gestellt wurden. Wodurch Disney+ und Netflix allerdings die besten Monate ihrer Geschichte hatten. Was uns wiederum zu diesem Jahr bringt. Denn so geschah es recht oft, dass hochkarätige und heißersehnte Blockbuster direkt ins Jahr 2021 verschoben wurden.

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Das führte zu einer gewaltigen Dichte an actiongeladenen Blockbustern, emotionalen Thrillern und mitreißenden Musicals, die alle eine zeitnahe Veröffentlichung im selben Jahr erhielten. 2021 war also im Grunde die Summe aus zwei Jahren. Es verging kein Monat, der uns nicht mindestens ein tolles Kinoerlebnis bescherte (ganz zu schweigen vom überwältigenden Streamingangebot). Also haben wir für euch unsere besten Filme des Jahres 2021 zusammengestellt.

Und weil Geschmäcker verschieden sind, stellt euch jeder unserer Redakteure seine persönlichen Lieblingsfilme vor:

Die besten Filme des Jahres 2021 (Lukas):

The Last Duel

Wer kennt es nicht: Man hatte einen langen, anstrengenden Arbeitstag/Schultag, kommt am Nachmittag nach Hause und möchte am liebsten einfach nur ins Bett fallen. Vielleicht kocht man sich noch etwas, schaut eine lustige Serie, aber für mehr reichen die Kräfte nicht. Wem es genau wie mir geht, der dürfte sich wohl nicht mit Regisseur-Legende Ridley Scott messen.

Denn der Herr ist mittlerweile satte 84 Jahre alt, dreht seit einem halben Jahrhundert Filme und hat 2021 gleich zwei veröffentlicht. Doch anders als es bei anderen alternden Regisseuren oftmals der Fall ist, deren Output im letzten Drittel ihres Lebens deutlich an Qualität verliert, liefert Scott mit The Last Duel einen der besten Genrefilme des Jahres.

Denn mit The Last Duel zeigt der Regisseur, dass er im Alter nichts verlernt hat und immer noch packende Ritterkämpfe, vielschichtige Charaktere und wunderschöne Bilder wie kein andere kombinieren kann. Dazu kommt noch eine Handlung, die den Zeitgeist perfekt einfängt, ohne dabei belehrend wirken zu wollen.

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Der Film handelt von der vermeintlichen Vergewaltigung von Marguerite de Carrouges (Jodi Comer), durch den Adeligen Jacques Le Gris (Adam Driver). Nachdem sie daraufhin Anklage erhebt, beharrt ihr Gatte (Matt Damon) darauf das Verbrechen durch ein Gottesurteil aufzuklären. Es kommt zwischen den Männern zum namensgebenden Duell, dessen Scheitern auch den Tod von Marguerite zur Folge hätte.

Im Laufe des Films zeigt uns Ridley Scott die Handlung und anschließende Vergewaltigung aus der Sicht der drei Hauptcharaktere. Doch weniger, um nach der tatsächlichen Wahrheit der Ereignisse zu fragen, sondern vielmehr um die frigide Ehrvorstellung der männlichen Charaktere des Films zu beleuchten. Jodi Comer bildet dabei den emotionalen Mittelpunkt des Films und liefert durch ihr Streben nach etwas Selbstbestimmtheit in einer männlich dominierten Welt eine der besten Darbietungen des Jahres.

Das abschließende Duell inszeniert Ridley Scott dabei dynamisch und schonungslos brutal und schlägt in die selbe Kerbe aus packender Actionsequenz mit bedeutungsschwangerem Hintergrund, wie er es einst schon mit Gladiator und Königreich der Himmel schaffte. Mit The Last Duel schafft er ein Mittelalterepos, das zum Denken einlädt und in dieser Form heutzutage nicht mehr oft vorkommt.

In The Heights

In the Heights ist die Filmadaption vom gleichnamigen Hip-Hop-Musical von Lin-Manuel Miranda (Hamilton) aus dem Jahr 2008.  Es handelt von dem New Yorker Stadtviertel Washington Heights, das hauptsächlich von einer lateinamerikanischen Bevölkerung mit niedrigem Einkommensstand bevölkert wird.

Durch steigende Mietkosten und einer anhaltenden Gentrifikation, müssen die Bewohner allerdings um ihre Existenz bangen und dabei den Spagat aus Tradition und Geschichte ihres Abstammungslandes, als auch der neuen gewählten Heimat schaffen. Der Film folgt dabei dem Bodega-Verkäufer Usnavi (Anthony Ramos), der ein Mittelpunkt seiner Community ist, sich aber nichts sehnlicher wünscht, als zurück in die Dominikanische Republik zu ziehen.

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Im Vordergrund des Films steht dabei – neben den hervorragenden Musical-Einlagen – die Suche nach der eigenen Zugehörigkeit und der Wichtigkeit der Community. Der Film erschien hierzulande dabei in den Sommermonaten, direkt nachdem Österreich aus einem halbjährigen Lockdown ausbrach.

Das Gefühl von Zugehörigkeit und die Einbindung in eine größere Gesellschaft, konnte so besonders stark bei mir resonieren, da man  davor so lange auf ähnliches verzichten musste. Hinzukommen noch die ausgezeichneten Songs und Tanzeinlagen, die Dank Mirandas Wortgewalt zu unausweichlichen Ohrwürmern werden und durch Jon M. Chu (Crazy Rich Asians) passend inszeniert sind.

Spider-Man: No Way Home

Das Jahr 2021 war nicht gut zu Blockbustern. Die anhaltende Pandemie hat in vielen Teilen der Welt große Kinoketten immer noch fest in der Hand, wodurch große Studios selbst mit den teuersten Produktionen des Jahres auf viel weniger Einnahmen hoffen konnten, als sie es die vergangen Jahre gewohnt waren.

Auch Marvel war davon nicht verschont. So waren Shang-Chi, Black Widow und selbst Eternals zwar finanziell erfolgreich, allerdings weit hinter den letzten Filmen von Phase Drei. Es brauchte also etwas, das die Menschen wieder in die Kinos treibt. Spider-Man: No Way Home sollte dieser Film sein. Doch was wir bekommen haben, ist nicht nur die wildeste Actionachterbahnfahrt des Jahres, sondern auch einer der besten Spider-Man Filme aller Zeiten.

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In seinem nunmehr dritten Hauptfilm als Spider-Man, muss Tom Holland diesmal mit den Auswirkungen von seiner preisgegebenen Geheimidentität kämpfen. Dabei schafft es der junge Schauspieler endlich vollends als Peter Parker aufzugehen und die Rolle für sich zu beanspruchen, die Andrew Garfield und vor allem Toby Maguir bereits so meisterhaft verkörperten. Es hilft dabei natürlich auch, dass er es mit den ikonischsten Superbösewichten der vergangenen Sony-Filme zu tun bekommt.

Der Film trifft dabei jede nostalgische Note mit Bravour und schafft es – woran schon so viele Marvel-Filme scheiterten – die perfekte Balance zwischen dem emotionalem Kern und einem actiongeladenen dritten Akt zu finden. Der Grüne Kobold (Willem Dafoe) ist dabei so diabolisch, wie immer. Der übliche Marvel-Charme gekonnt komisch und perfekt portioniert. Und Spider-Man so ,,amazing” wie schon sehr sehr lange nicht mehr.

Die besten Filme des Jahres 2021 (Markus):

Dune: Part One

Der letzte Film von Regisseur Denis Villeneuve, Blade Runner 2049, war gut, aber nicht überwältigend. Vielleicht war es auch die erste Dune- und die nachfolgende 3-teilige TV-Verfilmung, die mich eigentlich ohne große Erwartungen für den 2021-Film Dune ins Kino gehen lies. Auch in jungen Jahren durfte ich schon Dune 2: Der Wüstenplanet auf dem SEGA Mega Drive spielen. Es folgten Dune 2000 und Emperor: Schlacht um Dune, beide schon am PC. Ich ging also, auch ohne Kenntnis der Romane von Frank Herbert, mit einigen Vorwissen in die Vorstellung. Und was ich sah hat mich umgehauen.

Die Geschichte an sich ist schnell erklärt: Der Wüstenplanet Arrakis, Dune, bietet das wertvolle Melange Spice, die für die Raumfahrtgilde unerlässlich ist. Wer das Spice kontrolliert, hat die Herrschaft über die Menschheit im Jahr 10191. Die Harkonnen werden auf Befehl des Imperators, Shadamm IV, abgezogen, nachdem sie die letzten 80 Jahre die Spice-Produktion überwacht haben. Haus Atreides übernimmt. Was passiert weiß jeder, der die alten Verfilmungen gesehen hat. Aber wie es umgesetzt wurde, ist neu. Die episch legendären Bilder, die Kampfszenen und vor allem die wohl passendste Filmmusik, die ich je erlebt habe. Der Film bietet nicht nur bombastische Bilder, sondern eben auch den nötigen Soundeffekt dazu. Die Geschichte an sich hat für Fans keine großen Überraschungen auf sich, aber das braucht das “alternative Star Wars” (wie ich es gerne nenne) auch nicht.

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Dune: Part One ist eigentlich nur der Anfang und ich kann Part Two eigentlich schon gar nicht abwarten und frage mich warum man daran so gezweifelt hat, dass man den zweiten Film nicht gleich mit gedreht hat. Vielleicht ist man klüger und gibt der Geschichte den Platz, den sie verdient, und macht daraus noch zwei weitere Teile. Dune hätte mehr Kinozeit verdient. (Markus)

James Bond: Keine Zeit zu Sterben

Ich gebe es zu, ich bin sicherlich nicht der größte Bond-Fan. Eigentlich hab ich mir Goldeneye 007 nur wegen dem Videospiel angesehen (und seitdem alle weiteren Filme zumindest einmal). Die Filme mit Daniel Craig habe ich mir vor James Bond: Keine Zeit zu Sterben (Original: NO TIME TO DIE) im Kino sicherheitshalber zuhause noch einmal alle angesehen. Die zusammenhängende Geschichte macht es aus, dass man auch den Wert des neuesten Films versteht. Und der hat es in sich. Nicht nur von den waghalsigen Stunts, Explosionen und zig Munition, sondern auch wie der Film emotional hoch und runter fährt.

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Die besten Filme des Jahres 2021 (Eva):

Cruella

Disney hat nun schon einige Realverfilmungen veröffentlicht, die entweder eine Story neu und verändert erzählen oder auch gar eine gänzlich Neue die dabei ihren Fokus auf einen bestimmten Charakter legen. Bei Cruella war letzteres der Fall. Im Film erzählt Disney die Hintergrundgeschichte der Antagonistin Cruella De Vil aus 101 Dalmatiner. Die verrückte Pelsliebhaberin war nicht von Geburt an Böse, sondern wurde durch den Einfluss diverser Tragödien in Ihrem Leben zu drastischen Schritten gezwungen. Der Film lässt uns die Frau von einer Ganz anderen Seite kennen und lieben lernen. Ich muss ehrlich sagen, Curella hat mich genauso sehr beeindruckt wie schon Maleficent. Disney zeigt in diesen Neuauflagen, dass eine Realverfilmung nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss.

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Der Wunschdrache

Als der Animationsfilm Der Wunschdrache auf Netflix erschien, hatte ich keine hohen Erwartungen daran. Er klang einfach lustig. Überrascht wurde ich dann aber von der doch sehr guten Umsetzung der Story, die zunächst etwas an Aladdin denken lässt. Die Charaktere waren sehr sympathisch und er war für mich auch bedeutend besser als Disneys Raya und der letzte Drache. Der Familienfilm ist definitiv auch für älteres Publikum geeignet und bedient nicht nur Kinder. Für alle Jackie Chan Fans sollte hier gesagt sein, er hat nicht nur dem Wunschdrachen in Mandarin seine Stimme verliehen, sondern den Film sogar produziert.

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Die besten Filme des Jahres 2021 (Sinan):

Ghostbusters: Afterlife

Ich habe es im Review zu diesem Film bereits gesagt, ich bin an dieser Stelle sehr befangen. Als ein Fan der original Filme haben sie bei mir einfach jeden Nostalgie Nerv getroffen den man nur treffen konnte. Es war eine wahrhaft herzzerreißende Homage an den ersten Film und auch teilweise an die Fortsetzung. Aber Ghostbusters: Afterlife hat einfach abgeliefert wie es sich ein Fan wünscht. Darum bekommt er von mir auch immer eine Empfehlung. Auch als Solo Film steht er solide und unterhaltsam da. Das macht ihn universell einsetzbar.

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Free Guy

Auch Ryan Reynolds kann einen Film vermasseln. Wir erinnern uns mit schrecken an den Green Lantern Film. Oder auch der neue Netflix Film Red Notice wird alles Andere als von Kritikern gefeiert. Aber Free Guy war einfach eine Punktlandung. Was wäre wenn man aus GTA Online einen Film machen würde? Und was wenn wir die Hauptrolle einem der besten Comedy Improvisatoren geben der aktuell die Fans begeistert? Dabei kommt dann eine Action geladene Gaming Comedy mit extra viel Herz dabei raus. Ein wundervoller Film mit Wiederseh-Wert.

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