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Artikel von Markus +

Bei Ubisoft rumort es gewaltig. Nach gestrichenen Projekten, Umstrukturierungen und unsicheren Zukunftsaussichten für mehrere Marken, darunter Prince of Persia, rückt nun ein weiteres Spiel in ein schwieriges Licht: Assassin’s Creed Invictus. Ein neuer Leak sorgt für Aufsehen und wirft die Frage auf, ob das Projekt intern selbst umstritten ist.

Wichtig ist gleich zu Beginn: Die Aussagen stammen nicht von offizieller Seite, sondern aus einem Bericht des bekannten französischen Leakers xj0nathan (via X.com). Sie basieren laut ihm auf den Worten eines angeblichen Entwicklers. Solche Quellen können wertvolle Einblicke geben, spiegeln aber nicht zwangsläufig die Meinung des gesamten Teams wider.

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Selbst die eigenen Entwickler sind mit Assassin’s Creed Invictus unzufrieden?

Die zitierten Aussagen sind deutlich. Der angebliche Entwickler beschreibt das Projekt als konzeptionell enttäuschend und fragt sich offen, für wen dieses Spiel überhaupt gedacht sei. Kritisiert werden laut Leak vor allem Stil und Präsentation: überzeichnete Animationen, unpassende Charakterdesigns und Effekte, die nicht zum klassischen Assassin’s Creed-Gefühl passen würden.

Besonders brisant ist der Vorwurf, das Spiel wirke wie ein stark vereinfachtes Multiplayer-Erlebnis mit Fokus auf jüngere Zielgruppen und potenziell starkem Monetarisierungsmodell. Diese Punkte treffen bei Fans einen empfindlichen Nerv, da die Reihe für viele für historische Settings, Story-Tiefe und Einzelspieler-Erlebnisse steht.

Multiplayer-Projekt im AC-Universum ohne Seele?

Frühere Berichte beschrieben Assassin’s Creed Invictus als eigenständiges Multiplayer-Projekt, an dem unter anderem Entwickler mit Erfahrung aus kompetitiven Titeln wie For Honor beteiligt sind. Es soll zugänglicher sein als frühere Multiplayer-Experimente der Marke. Laut Nachfragen von Branchenjournalisten soll der Stil aber nicht komplett „cartoonhaftig“ sein, sondern irgendwo zwischen realistischer Darstellung und stilisiertem Look liegen. Auch hier bleibt vieles unklar, da Ubisoft selbst bisher kaum konkrete Infos geliefert hat.

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Ein wichtiger Punkt in der Diskussion: Selbst der Leaker räumt ein, dass solche Aussagen von einer einzelnen, möglicherweise frustrierten Person stammen könnten. In Phasen großer Umbrüche entstehen intern oft Spannungen, und nicht jede Meinung steht stellvertretend für ein gesamtes Team.

Trotzdem zeigt der Leak, wie sensibel die Lage ist. Invictus wurde bereits 2022 angekündigt, doch seitdem herrscht weitgehend Funkstille. Ein geplanter früherer Release-Termin wurde offenbar nicht eingehalten, offizielle Updates blieben aus. Aktuell ist unklar, wie weit die Entwicklung wirklich ist oder welche Rolle es in Ubisofts neuer Struktur spielt. Nach mehreren Projektstreichungen fragen sich viele Fans, ob auch dieses Spiel auf der Kippe stehen könnte. Bisher gibt es dazu noch keine öffentliche Stellungnahme.

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