Age of Mythology: Retold (PS5) – Game Review
Manche Klassiker sind zeitlos...
Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Alles beim Alten und doch neu
- Das Spiel bleibt ein Meilenstein seines Genres
- Auf der Konsole ist das Game etwas tricky
Es gibt Spiele, die vergisst man nicht. Spiele, die sich ins Gedächtnis brennen, die man Jahre oder gar Jahrzehnte später noch zocken würde, wenn sie nur ordentlich laufen würden. Age of Mythology ist genau so ein Spiel. Ein RTS-Meilenstein aus dem Jahr 2002, der nun als Age of Mythology Retold zurückkehrt – hübscher, geschmeidiger und für die neue Konsolengeneration aufpoliert. Die große Frage ist: Wird das Remake dem Klassiker gerecht?
Die Antwort ist einfach: Ja.
Spielprinzip – Was ist Age of Mythology überhaupt?
Für alle, die den Klassiker nie gespielt haben: Age of Mythology ist ein Echtzeit-Strategiespiel (RTS), ähnlich wie Age of Empires, aber mit einem mythologischen Twist. Das bedeutet: Du baust eine Stadt auf, sammelst Ressourcen, erschaffst Armeen und bekämpfst deine Gegner – aber das Ganze mit Göttern, mythischen Kreaturen und göttlichen Kräften.
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Es gibt verschiedene Zivilisationen, die sich stark unterscheiden:
- Griechen (mit Zeus, Hades und Poseidon als Hauptgöttern)
- Ägypter (mit Ra, Isis und Set)
- Nordmänner (mit Odin, Thor und Loki)
- Atlanteaner (aus der Erweiterung „The Titans“)
- Chinesen (aus „Tale of the Dragon“)
Jede Zivilisation hat einzigartige Einheiten, Götterfähigkeiten und einen eigenen Spielstil. Während die Griechen z. B. auf klassische Infanterie und Kavallerie setzen, nutzen die Ägypter Priester und mächtige Gottesanbetungen, während die Nordmänner auf wilde Plünderer und Walküren setzen.
Wirtschaft & Einheiten
Das Spiel dreht sich nicht nur um Kämpfe, sondern auch um wirtschaftlichen Aufbau. Du brauchst Ressourcen, um Einheiten, Gebäude und Technologien zu erschaffen.
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Es gibt vier Ressourcen:
- Nahrung (für Dorfbewohner und normale Einheiten)
- Holz (für Gebäude und Fernkampfeinheiten)
- Gold (für fast alles, von Armeen bis zu Technologien)
- Gunst der Götter (eine spezielle Ressource, um mythische Kreaturen zu erschaffen und Gotteskraft-Fähigkeiten freizuschalten)
Neben normalen Soldaten gibt es mythische Einheiten wie Minotauren, Zyklopen oder Walküren, die oft stärker sind als normale Krieger. Diese erhält man, indem man im Spielverlauf Zeitalter aufsteigt und neue Götter auswählt, die zusätzliche Boni und Fähigkeiten bringen.
Besonders cool: Jede Zivilisation hat Gottkräfte – übermächtige Spezialfähigkeiten, die das Blatt in einem Kampf wenden können. Zum Beispiel kann Zeus einen mächtigen Blitz herabrufen oder der ägyptische Gott Set wilde Tiere beschwören, die für dich kämpfen.
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Kampagne – Eine epische Reise durch die Mythologie
Die Hauptkampagne von Age of Mythology folgt Arkantos, einem atlantischen Helden, der durch verschiedene mythologische Epochen reist, um Atlantis zu retten. Die Geschichte erstreckt sich über Griechenland, Ägypten und Skandinavien und beinhaltet bekannte Figuren aus den Mythen, wie den Trojanischen Krieg, die nordische Unterwelt und das Pantheon der ägyptischen Götter.
Die Kampagne ist quasi eine Mischung aus einer klassischen Heldenreise und einer „Best-of“-Tour durch verschiedene Mythologien. Es gibt epische Schlachten, Momente, in denen Strategie wichtiger ist als pure Gewalt, und sogar kleinere Rätsel-Elemente.
Neben der Hauptkampagne gibt es auch:
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- Freie Missionen (wo du eigene Szenarien erstellen kannst)
- Scharmützel-Modus (wo du gegen KI-Gegner spielst)
- Online-Mehrspieler-Modus, in dem du gegen andere Spieler antreten kannst
Grafik & Atmosphäre: Schön, aber kein technisches Wunderwerk
Beginnen wir mit der offensichtlichsten Neuerung: der Grafik. Ist sie bahnbrechend? Nein. Aber sie ist deutlich besser als das Original, mit schöneren Texturen, besseren Animationen und einer insgesamt flüssigeren Präsentation. Die überarbeiteten Effekte, von Wetterveränderungen bis zu den göttlichen Kräften, sehen einfach richtig gut aus. Aber es bleibt eben Age of Mythology – man erwartet hier keine „AAA-Grafikbombe“, sondern eine moderne, saubere Neuauflage.
Auch die Audioseite wurde verbessert, allerdings mit einem kleinen „Huch“-Moment: Manche Sounds und Sprachausgaben klingen etwas ungewohnt. Ob das an neu eingesprochenen Audios oder an seltsam klingenden Originaldateien liegt? Keine Ahnung. Es fällt auf, aber es reißt einen nicht aus dem Spiel.
Gameplay: Altbewährt, minimal verändert – zum Glück!
Das Wichtigste: Age of Mythology Retold spielt sich wie das Original. Der Basisbau, die Wirtschaft, die göttlichen Mächte, die epischen Schlachten – alles fühlt sich so an, wie es soll. Es wurde nicht unnötig herumgedoktert, keine überflüssigen Neuerungen eingebaut, die den Spirit des Spiels verändern würden. Genau das macht das Remake so gut: Es lässt den Klassiker wieder aufleben, ohne ihn zu verfälschen.
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Neue Spieler bekommen ein grandioses RTS-Erlebnis, das sich zeitlos anfühlt. Veteranen springen direkt wieder rein, bauen ihre Armeen auf und ballern mit Zeus’ Blitzen oder Odins Kriegern durch die Kampagne.
Die Steuerung: Hier liegt der einzige Knackpunkt
Das große Aber – und das muss ich klar sagen – ist die Steuerung auf dem Controller. Wer Age of Mythology mit Maus und Tastatur kennt, der wird sich umstellen müssen. RTS-Spiele auf Konsole sind immer so eine Sache, und auch hier braucht es Zeit, bis man die Steuerung verinnerlicht hat. Ist sie unspielbar? Nein. Aber intuitiv fühlt sie sich nicht an, zumindest nicht am Anfang.
Fairerweise muss man sagen: Sobald man sich daran gewöhnt hat, läuft es besser. Ich bin kein Fan von der Steuerung, aber nach ein paar Stunden hat man sie raus und dann funktioniert sie solide. Vielleicht hätte es eine bessere Lösung gegeben – mir fällt nur gerade keine ein.
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Fazit: Ein Remake, das dem Klassiker gerecht wird
Age of Mythology Retold macht genau das, was es soll: Es bringt einen Klassiker zurück, ohne ihn zu ruinieren. Wer das Original geliebt hat, bekommt hier genau das, nur in modernerer Optik und mit leicht überarbeiteten Sounds. Es ist kein revolutionäres Remake, aber es ist genau das, was sich Fans gewünscht haben – Age of Mythology in neuem Gewand, ohne Schnickschnack oder fragwürdige Design-Entscheidungen.
Einziger echter Kritikpunkt bleibt die Controller-Steuerung, die anfangs hakelig wirkt. Doch wer sich daran gewöhnt, wird offline wie online eine Menge Spaß haben. Egal ob Kampagne, selbstgenerierte Schlachten oder Online-Matches – das Spiel macht einfach Bock.
Wer Age of Mythology liebt, wird hier nicht enttäuscht. Wer es nie gespielt hat, bekommt jetzt die perfekte Gelegenheit, diesen Strategie-Klassiker in der besten Version zu erleben.
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Wenn man an einem legendär erfolgreichen Spiel kaum etwas verändert aber es aufbessert, dann wird man damit auch punkten.
- Grafik8
- Sound8
- Gameplay10
- Story9
- Motivation9
- Steuerung8
- Multiplayer10











