Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Spiele mit jeweils 5 Fällen
- Eine Spielzeit von gut 50 Stunden
- Keine Vorkenntnisse der vorherigen Titel nötig
The Great Ace Attorney Chronicles von Capcom bietet uns zwei Spiele um den Nachwuchsanwalt Ryonosuke Naruhodo, der ein Vorfahre von Phoenix Wright, Protagonist vorheriger Spiele der Reihe, ist. Die Titel The Great Ace Attorney Adventures und The Great Ace Attorney 2 Resolve erschienen schon vor einer Weile in Japan, schafften allerdings jetzt erst den Sprung zu uns in den Westen. Wer gerne einmal wissen wollte, wie man sich als Anwalt fühlt sollte sich die Titel einmal ansehen.
Mit der Story um den Studenten Ryonosuke kehren wir in ein Japan und London ende des 19. Jahrhunderts ein. Eigentlich hat der junge Student mit Recht nichts am Hut, bis er allerdings wegen eines Mordfalls angeklagt wird und sich selbst verteidigen muss. Zusammen mit seinem besten Freund will er nach London gehen, wo seine Laufbauen als Anwalt langsam beginnt Form anzunehmen.
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Beide Titel bieten den Spieler je insgesamt 5 Mordfälle die es zu lösen gibt. Hierzu müssen wir Investigationen durchführen, um Hinweisen nachzugehen, Beweise zu finden und Zeugen zu befragen. Denn diese benötigen wir um dann im Gericht die Mordfälle aufzuklären und Gerechtigkeit walten zu lassen. Dabei stellen die Fälle immer wieder den neuen Friedensvertrag zwischen England und Japan auf die Probe. Der Vergleich zwischen Japan und England wird auch immer wieder deutlich hervorgehoben, denn tatsächlich sperrte Japan früher den Rest der Welt für sehr lange Zeit aus.
Um alle 10 Falle durchzuspielen, benötigt man rund 50 Stunden. Also kann man pro Game 25 Stunden einplanen.
Kein Game im Sinne von Danganronpa
Wer hier ein Spiel ala Danganronpa erwartet, den muss ich enttäuschen. Weder fliest in The Great Ace Attorney viel Blut, noch können wir uns außerhalb der Fälle frei bewegen. Das spiel ähnelt mehr einer Visual Novel, in welcher man diverse Entscheidungen treffen muss. Dennoch gibt es einige Parallelen zwischen den beiden Titeln. So müssen Zeugenaussagen zerschlagen werden, Beweise vorgebracht oder neue eingesammelt werden. Zwar gibt es auch ein paar Fälle, in welchem die Gerichtsverhandlung weg fällt, doch zum größten Teil folgt auf die Investigation das Gerichtsverfahren. In diesen müssen wir unseren Mandaten verteidigen, seine Unschuld beweisen und uns gegen den Staatsanwalt zur wehr setzten.
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An unserer Seite steht niemand geringeres als Herlock Sholmes, welcher allerdings hier nicht grade die hellste Birne ist. So müssen wir seine fehlerhaften Schlussfolgerungen oftmals korrigieren, als auch die Zeugen genau beobachten. Denn teilweise bieten die Charaktere kleine Hinweise, auf welche Personen man sich genauer konzentrieren sollte.
Die Fälle sind teilweise im Vergleich zu vorherigen Titeln der Reihe verhältnismäßig einfach. Zwar kann man hier und da schonmal stecken bleiben, da hilft leider nichts anderes als rumprobieren. Denn teilweise sind in den Aussagen keine Unstimmigkeiten zu erkennen, so muss man also testen an welcher Stelle man nachbohren muss um neue Ansätze zu finden. Doch wer vorherige Teile gespielt hat, dürfte damit bereits vertraut sein.
Einige nervige Elemente in The Great Ace Attorney Chronicles
Was mir zu Beginn von The Great Ace Attorney Chronicles direkt auffiel, ist dass im Game oft „Lichtblitze“ eingebaut sind. Also wirklich sehr oft. Hier wird der Bildschirm für einen Bruchteil einer Sekunde weiß, was sehr störend ist. Denn das passiert sehr sehr oft. Gott sei dank kann man diese Funktion allerdings in den Einstellung ausschalten, doch bis ich das bemerkt hatte, hatte ich mich bereits eine Stunde mit den nervigen Lichtblitzen rumgeärgert. Auch können wir uns zwischen einer englischen und japanischen Synchronisation entscheiden. Was relativ sinnlos ist, denn es wird im Game kaum gesprochen. Nur die Zwischenrufe in den Gerichtsverfahren haben eine Stimme bekommen, sowie die kurzen animierten Sequenzen zu Beginn eines jeden Falls. Die Untertitel sind zudem nur in englisch verfügbar.
Persönlich finde ich daher auch, dass die Soundeffekte die im Spiel verwendet teilweise etwas nervig sind. Durch die fehlenden Sprecher, muss das Spiel natürlich auch andere Elemente zurückgreifen damit der Spieler nicht einfach nur dauerhaft von einem Soundtrack eingelullt wird.
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Fazit zu The Great Ace Attorney Chronicles
The Great Ace Attorney Chronicles ist ein spannendes Spiel in welchem wir einen jungen Anwalt begleiten, der sich nicht nur in einem fremden Land zurecht finden muss sondern auch sich in einer Zeit befindet in welcher der Fortschritt stätig voranschreitet. So werden in Japan Schwarz/Weiß-Fotos verwendet, in England allerdings schon Farbfotos.
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Mit den insgesamt 10 Fällen kommt immer wieder etwas Abwechslung ins Spiel, da wir nicht nur im Gerichtssaal herumstehen und unsere Klienten verteidigen, sondern den Fall auch aktiv untersuchen. Dabei trifft man auf einige schrullige (und auch überspitzte) Charaktere die ein wenig Witz in das Ganze hinein bringen. Die verschiedenen Mechaniken sind nicht allzu kompliziert, sorgen aber dafür das keine Langeweile aufkommt.
An sich sind die Fälle die wir behandeln nicht mit den Vorgängern zu vergleichen, da sie teilweise weniger kompliziert ausfallen. Doch das heißt nicht, dass man an einigen stellen nicht stecken bleiben kann.
Schade ist immer, dass bei solchen Spielen immer die Synchronisation vernachlässigt wird. So wird das Spiel nämlich nur von Soundtrack und einigen zugegebener maßen nervigen Geräuschen getragen. Ansonsten kann man sich das Spiel, sollte man an derartigen Storys Interesse haben, durchaus zu Gemüte führen.
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Test-System: Intel Core i7 8700K, NVIDIA GeForce GTX 1070 Ti, 12x 3.70GHz, 16GB DDR4, Gigabyte Z370P D3 Mainboard. Gespeichert auf Crucial MX300 SSD
- Grafik8
- Sound5
- Gameplay7
- Story9
- Motivation7
- Steuerung9









