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Retro-Perle! Terror of Hemasaurus (Switch) – Game Review

Monster im Porzellanladen!

Review von
Terror of Hemasaurus - ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Das Wichtigste in Kürze

  • Einer der besten neuen Retro-Titel seit langem!
  • Der Titel kann auch im Multiplayermodus gespielt werden.
  • Tiefgründige Story mit etwas zu verstörenden Wendungen.

Terror of Hemasaurus ist ein Retro Smash-Em-Up welches von Loren Lemke entwickelt und von Digerati veröffentlicht worden ist. Der Titel ist bereits letzten Herbst auf PS5PS4, Xbox Series X/S, Xbox One und PC erschienen. Seit dem 12.01.2023 gibt es den Monster Titel nun auch für die Nintendo Switch. Für diese Review haben wir mit verschiedenen Monstern mehrere Städte plattgemacht. Getestet wurde der Titel auf der Nintendo Switch.

Church of the Holy Lizard

Die Erderwärmung wird bekanntlich viele unangenehme Folgen für uns haben. Eine davon wird sein, dass im Jahr 2030 eines von vier Monstern aufgetaut werden wird. Ist ein solches Monster erst wach, so wird es von den (menschlichen) Anhängern der Church of the Holy Lizard angestachelt auf Kreuzzug zu gehen und ganze Städte zu zerstören. Alles im Namen die Erde zu retten, denn ansonsten unternimmt keiner etwas dagegen. Entwickelt wurde der moderne Arcade Titel von einem regelrechten Ein Mann Studio! Loren Lemke, welcher seine Liebe zu Pixeln und sein Können schon mit Super Blood Hockey eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

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Terror of Hemasaurus - ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Terror of Hemasaurus – Der Kult heißt die Ankunft des Hemasaurus willkommen – ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Zerstörung nach Wahl

Bevor Terror of Hemasaurus beginnt, kann man sich sein liebenswertes Monster aussuchen. Zur Auswahl stehen vier Monster mit verschiedenen Eigenschaften: Hemasaurus – ein grüner Dino mit einem gefährlichen Brüllen, Clocksloth – ein gigantisches Faultier welches die Zeit anhalten kann, Salamandrah: ein Feuersalamander welcher Feuer speit und Autonomous Hemasaurus: ein Dino in Roboterform, welcher Raketen schießen kann. Wenn man keine Lust auf die Story hat und nur mal seinen Frust abbauen will, der wählt den Endless Destruction Mode. Ein Modus, in welchem man sofort Städte platt machen kann.

Alle anderen die es nicht so eilig haben wählen den Arcade Story Mode. Man bekommt zwar viele Zwischensequenzen verpasst, diese sind aber allesamt sehr unterhaltsam und bereiten einen auf die abwechslungsreichen Level vor. Denn es geht nicht nur darum blindlinks Städte in Schutt und Asche zu legen. Sondern verschiedene Missionen zu erfüllen. Beispielsweise dürfen nur bestimmte Gebäude zerstört werden. Warum und wieso die Missionen so unterschiedlich sind wird in der Story des Titels immer erklärt.

Terror of Hemasaurus - ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Terror of Hemasaurus – Bis zu vier Spieler können gleichzeitig ein exponentielles Maß der Verwüstung anrichten. – ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Of Monsters and Men

Auch wenn man ein übergroßes und starkes Monster spielt, so wissen sich die Bürger der Städte zur Wehr zu setzen. Im Laufe des Spiels wird man von Polizisten, Militär, Autos, Panzern, Hubschraubern und sogar Zeppelinen attackiert. Die Steuerung ist für einen Retro-Titel sehr typisch einfach, aber dennoch umfangreich. Neben Personen, Fahrzeuge und Gebäude zu schlagen oder zu kicken, können Menschen auch aufgehoben, geworfen oder gefressen werden. Die Spezialattacken der Monster versetzen die Welt in Angst und Schrecken.

Die Physik von Terror of Hemasaurus ist der einzige Indikator, der das heurige Veröffentlichungsdatum des Titels verrät. Denn diese läuft viel runder als es damals je möglich gewesen wäre. Es macht regelrecht Spaß sein Monster durch die Stadt zu steuern, auf Gebäude zu klettern oder gar mit den Flugkörpern mitzufliegen um diese im Kampf vom Himmel zu holen. Es macht Spaß wenn der ganze Bildschirm brennt und es ist eine Errungenschaft, wenn man es schafft sogar diesen hochmodernen Titel im alten Gewand vor lauter Action im Bilde zum ruckeln zu bringen.

Terror of Hemasaurus - ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Terror of Hemasaurus – So sieht es aus wenn der Hemasaurus die Symphonie der Zerstörung singt. – ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Das Ende der Welt

Terror of Hemasaurus wartet überraschenderweise mit einer sehr tiefgründigen Story auf und hält uns allen mal den Spiegel vor. Was sehr unangenehm sein kann. Schließlich ist die Ausgangslage mit der Erderwärmung aus dem Titel gar nicht weit hergeholt. Genau dieser Umstand wird auf ironische, sowie philosophische Weise behandelt. Dies geschieht in den Formen von schockierten Aliens, liebevollen Monstern, verrückten Religionen und profitgierigen Konzernen.

Dennoch vermag der Titel das traurige Thema in einer humorvollen Form zu verpacken. So müssen im Titel nach ein paar zerstörten Städten, die Herzen der Menschen wieder gewonnen werden. Da wir gerne dazu neigen uns gerne Tiervideos anzusehen, müssen in einem Level Hunde und Katzen gestreichelt werden. Aber keine Angst, dies ist nur eine kurze Mission in einem sehr blutigen Spiel mit tiefst schwarzem Humor. Wobei anzumerken ist, dass die Story und der Humor des Titels schon manchmal entgleist und verstörende Wendungen nimmt.

Terror of Hemasaurus - ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Terror of Hemasaurus – Gestatten, Clocksloth, das Faulmonster, welches die Zeit anhalten kann. – ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Als die Pixel die Welt beherrschten

Wer kann sich an die damaligen Videospielverpackungen erinnern? Meistens wurden uns Titel mit einem imposanten, malerischen Kunstwerk  auf der Verpackung präsentiert, was nach nur kurzer Betrachtung für stundenlanges Kopfkino sorgte. Hatte man anschließend das Modul in seiner Konsole und erlebte das Spiel zum ersten Mal am Bildschirm, so war man überrascht wie anders sich der Titel in seiner Pixelform darstellt.

So hat man bei dem Retro-Titel der Moderne Terror of Hemasaurus auch gedacht und deshalb auch hier ein eigenes Artwork gemalt. Während das Kunstwerk für sich allein eine komplette Geschichte erzählt, könnte es sich von dem was am Bildschirm passiert nicht größer unterscheiden. Die gezeichneten Monster wirken furchterregend. Im Gegensatz dazu, sehen die hausgroßen Protagonisten und alles in der Welt von Terror of Hemasaurus recht niedlich aus. Mit der heutigen Technik kann auch deutlich mehr gleichzeitig am Bildschirm passieren und dargestellt werden. Besonders die vielen Möglichkeiten wie die Gebäude einstürzen können hinterlässt Eindruck.

Terror of Hemasaurus - ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Terror of Hemasaurus – Autonomous Hemasaurus wurde programmiert um zu zerstören. – ©Digerati; Bildquelle: Digerati

Soundtrack der Zerstörung

Die Soundtrack von Terror of Hemasaurus klingt genau so wie man es sich beim ersten Anblick der Pixelfülle am Bildschirm erwartet: eingängige Melodien, welche wunderbar in Form aller Midi-Tönen von damals die Zerstörungen der bekannten Städte musikalisch untermalen. Zwar handelt es sich dabei immer um einen kurzen, wiederholenden Loop. Diese sind aber so komponiert, dass man trotz vieler Wiederholungen nicht genug vom kompletten Soundtrack bekommen kann. So tänzelt man unbeschwert durch die Städte, dem Ende der Welt freudig entgegen.

Fazit zu Terror of Hemasaurus

Dass Pixel noch nicht tot sind, wissen wir schon lange. Aber selten hat man es geschafft in einem modernen Retro-Titel derart die Elemente der Vergangenheit mit heutigen Technik miteinander verschmelzen zu lassen. Man merkt Terror of Hemasaurus regelrecht an, dass dieser Titel eine Herzensangelegenheit einer Person gewesen sein muss. Denn es fühlt sich nur beim Anblick der Level jeder Retro-Fan sofort verstanden. Sobald der Terror des Hemasaurus beginnt, will man den Controller bis man es zum Abspann schafft gar nicht mehr aus den Händen legen. Trotz all dem Spaß an der Zerstörung, regt die Story des Titels zum nachdenken an. Es steckt leider sehr viel Wahrheit zu unserer Gegenwart in diesem bunten Kunstwerk von einem Videospiel drinnen. Allerdings hätte man manche Wendungen der Story auslassen können. Ansonsten: Chapeau! Bitte mehr von solchen Titeln!

Quelle: youtube.com via Digerati

ReviewWertung

10SCORE

Ein weiterer Liebesbrief von Loren Lemke an die Zeit als Pixel und Midi-Soundtracks die Welt beherrschten.

Detail-Wertung

Grafik

10

Sound

10

Gameplay

10

Story

8

Motivation

10

Steuerung

10

Multiplayer

10

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