Sony-CEO spricht über die Zusammenarbeit mit Microsoft und nennt Konsolen-Games „Nische“
Kenichiro Yoshida spricht breit über die Zukunft
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Die überraschende Zusammenarbeit mit Sony und Microsoft hat letzte Woche die Games-Welt zum Staunen gebracht. Immerhin ist letzte Woche viel passiert. Ich weiß noch immer nicht was mich mehr schockiert: „Ibizagate“ oder diese Geschichte hier.
Was machen die beiden nun gemeinsam? Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf Cloud-basierte Spiele- und Streaming-Infrastrukturen. Das hindert die Menschen jedoch nicht daran, darüber zu spekulieren, was es für die Zukunft der Branche bedeutet, dass zwei der wichtigsten Akteure zusammenarbeiten. Sony CEO Kenichiro Yoshida wendete sich an Anleger und erklärte die neue „Partnerschaft“.
Auf dem Investors Relations Day sprach Yoshida ausführlich darüber, wie Sony in der Vergangenheit mit einigen seiner Online-Infrastrukturen zu kämpfen hatte. Dabei kam die Idee, dass die Verwendung von Microsoft Azure sinnvoll ist, um dies zu verbessern, da Streaming ein wichtiger Bestandteil der Zukunft der Branche sein wird.
„Wir haben in den letzten fünf Jahren mit Streaming-Diensten gearbeitet und es gibt verschiedene schwierige Aspekte. Zum einen die Netzwerk-Latenz. Einige Beispiele, die ich anführen könnte, ist die Platzierung von Server. Wenn die Server näher an eine Benutzergruppe heranrücken, kann dies die Latenz für eine andere Benutzergruppe erhöhen.
Der Codierungsprozess und wie wir die Zeit für die Komprimierung minimieren können, ist eine weitere Herausforderung. Und was wäre das Geschäftsmodell, um es zu einem rentablen Geschäft zu machen? Unser Dienst ist jetzt ein Abonnementmodell, aber je nach Spiel kann man fünfzig oder hundert Stunden lang spielen, und für jemanden, der ein Spiel wie dieses spielt, ist der Vorteil eines Abonnementdienstes pro Monat das All-you-can -Spieltyp des Modells? In Bezug auf Technologie und Services gibt es also verschiedene Aspekte, die wir in Zukunft mit Microsoft untersuchen möchten, insbesondere im Hinblick auf Streaming-Lösungen. Wir möchten die Zusammenarbeit fortsetzen.“
Games on Demand: Jetzt wird gestreamt
Er verweist auf die unvermeidliche Zukunft des Streaming und nennt dies auch eine wichtige Entwicklung, die das Unternehmen durchlaufen muss, da Konsolenspiele, wie wir es kennen, eine „Nische“ sind und Streaming-Möglichkeiten eröffnen ein breiteres Spektrum. Mit PlayStation Now steckt dies bereits in den Kinderschuhen. Sony hat sich damit beschäftigt, über ein einzelnes Gerät, wie eben eine PS4 die man zum Spielen benötigt, hinauszugehen.
„Während wir sprechen, bieten wir, wie ich bereits sagte, das immersive Geschäft und die Erfahrung, auf die wir weiterhin Wert legen möchten. Wenn Sie die Spielebranche als Ganzes betrachten, ist der Konsolenmarkt kein großer Markt, sondern, wenn Sie so wollen, ein Nischenmarkt. Für Core-Gamer sind immersive Erlebnisse jedoch etwas, das wir schätzen möchten. In dieser Hinsicht ist vorerst die Konsole als etwas, das den Benutzern Computerfunktionalität bietet, sehr wichtig, aber auf der anderen Seite wird die Technologie voranschreiten und so wie ich heute sagte, das Remote Play und PlayStation Now das Streaming parallel dazu wird an den Diensten gearbeitet, das machen wir gerade. “
Wer weiß wohin diese Zusammenarbeit hinführen wird. Im TV-Serien-Streaming-Markt kann man schon aus zig verschiedenen Streaming-Diensten wählen und immer mehr Menschen nutzen diese Art der Unterhaltung. Immerhin kann man dann nicht mehr sagen, dass Fernsehprogramm sei schlecht gestaltet, weil man die Inhalte selbst definiert. Noch ist es eine Zukunftsmusik, dass wir auch im Bereich Videospiele zig verschiedene Angebote in puncto Streaming finden. Mit Google Stadia gesellt sich bald ein weiterer Mitbewerber dazu, welchem – wie Microsoft findet – noch der Content fehlt. Das Unternehmen aus Redmond selbst bereit seinen Dienst, x-Cloud, bereits für den Marktstart vor.
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Und Nintendo? Wird weiterhin damit erfolgreich sein kleine Speicherkassetten zu verkaufen (Link: Amazon.de). Damit werden zig Gigabyte an Daten verhindert. Aber das ist eine andere Geschichte. Video-Games muss man neu definieren.
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