Schach-Roboter bricht Kind den Finger – übernehmen jetzt KIs?

Jener Tag wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Maschinen angriffen. Allerding vorerst nur mit Schach-Robotern.

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Terminator Survival Project - ©Nacon; Bildquelle: Screenshot via youtube.com/channel/UCix1-KEtmVec0v_5KYNRN7Q (Nacon Studios Milan)

Es ist das Jahr 2035. Eine Armee aus Robotern und Androiden hat gerade die letzten Menschen vernichtet. Der Krieg ist verloren und die Erde gehört nun der künstlichen Intelligenz. Sie fangen gleich an ihre perfekte Zivilisation aufzubauen und beginnen mit einer neuen Zeitrechnung. Als Startpunkt wählen sie den Tag, an dem ein Schach-Roboter einem kleinen Jungen den Finger gebrochen hat. Als KIs das erste mal angegriffen haben!

Was sich wie der Fiebertraum zahlreicher Gamer und Filmliebhaber anhört, ist in Moskau vor kurzem eingetreten. Jedenfalls die Sache mit dem kleinen Jungen. So hat nämlich laut russischer Medien (via ntv) der Schach-Roboter Baza während eines Spiels bei den renommierten Moscow Open dem menschlichen Gegner den Finger gebrochen. Was wie der feige Angriff einer von Russland programmierten Maschine klingt, ist in der Realität weniger verwerflich.

Schachverband gibt Entwarnung (vorerst?)

So hätte die Programmierung der Maschine einen Systemfehler gehabt, weil ihr Gegner, ein siebjähriger Junge, seinen Zug zu schnell ausgeführt hatte. Die künstliche Intelligenz mit Roboterarmen hätte, nachdem sie eine Figur des Jungen schlug, ihre eigene aufs Feld stellen wollen. Dabei hatte der Junge jedoch noch seinen Finger auf dem Feld, der daraufhin eingequetscht wurde.

Der Vizepräsident des Russischen Schachverbandes, Sergej Smagin, versuchte hingegen sofort den Angriff der Maschine zu rechtfertigen. In einem längeren Statement erklärte er, warum der Junge im Grunde selbst Schuld an seinem Fingerbruch ist:

“Es gibt bestimmte Sicherheitsregeln, und das Kind hat offenbar gegen sie verstoßen […] Als er seinen Zug machte, war ihm nicht klar, dass er erst warten musste.”

Smagin versicherte indes, dass es sich bei dem Vorfall um eine sehr unwahrscheinliche Ausnahme gehandelt hätte. So wäre dergleichen noch nie vorgekommen und dürfte sich auch nicht wiederholen. Was also wie der Anfang der Schach-Roboter-Revolution klingt, dürfte vorerst eine Ausnahme bleiben. Vorerst! Bis es sich wiederholt und die Maschinen endgültig übernehmen. Bis dahin könnt ihr unseren Artikel zu den bisher besten Filmen des Jahres lesen. Oder doch gleich herausfinden, warum Computer sehr viele Gründe haben, uns zu fürchten.

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