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Artikel von René Nikel + unter Mithilfe von KI *.
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Samsung will Gaming neu erfinden und holt eine alte Idee überraschend zurück

3D-Gaming gehörte einst zu den großen Zukunftsvisionen der Branche. Fernseher mit 3D-Unterstützung, spezielle Brillen und aufwendig produzierte Inhalte sollten für ein völlig neues Spielerlebnis sorgen. Doch der große Durchbruch blieb aus. Viele Hersteller verabschiedeten sich nach einigen Jahren wieder von der Technologie und auch Spieler verloren zunehmend das Interesse.

Auf der Game Developers Conference 2026 zeigt Samsung nun, dass das Unternehmen an das Thema weiterhin glaubt. Mit seinen Odyssey-3D-Monitoren setzt der Hersteller auf eine neue Generation von 3D-Gaming, die ohne zusätzliche Brille auskommen soll. Gleichzeitig erweitert Samsung die Unterstützung für immer mehr Games und will die Technologie damit für Spieler attraktiver machen.

3D ohne Brille soll endlich funktionieren

Der größte Unterschied zu früheren 3D-Lösungen liegt in der Bedienung. Während ihr früher meist spezielle Brillen tragen musstet, setzt Samsung heute auf Eye-Tracking und moderne Bildverarbeitung.

Das System verfolgt die Augenbewegungen des Nutzers und passt die Darstellung entsprechend an. Dadurch soll ein räumlicher Effekt entstehen, ohne dass zusätzliche Hardware auf dem Kopf getragen werden muss. Genau dieser Punkt galt in der Vergangenheit oft als eines der größten Probleme klassischer 3D-Technologien.

Samsung ist überzeugt, dass moderne Displays und leistungsfähigere Hardware heute deutlich bessere Voraussetzungen schaffen als noch vor einigen Jahren.

Immer mehr Spiele unterstützen die Technologie

Ein weiterer Kritikpunkt früherer 3D-Lösungen war die geringe Zahl kompatibler Inhalte. Selbst die beste Technik hilft wenig, wenn nur wenige Spiele davon profitieren.

Genau deshalb arbeitet Samsung verstärkt mit Entwicklern und Publishern zusammen. Laut dem Unternehmen soll die Zahl unterstützter Games in den kommenden Monaten deutlich wachsen. Während aktuell bereits zahlreiche Titel kompatibel sind, sollen weitere bekannte Spiele hinzukommen.

Zu den neu angekündigten Titeln gehören unter anderem Hell is Us und Cronos: The New Dawn. Beide Games sollen die Möglichkeiten der räumlichen Darstellung nutzen und den 3D-Effekt gezielt in das Spielerlebnis integrieren.

Damit versucht Samsung eines der größten Probleme früherer Generationen zu vermeiden. Statt lediglich eine technische Spielerei anzubieten, soll die Technologie von Anfang an mit einer wachsenden Spielebibliothek kombiniert werden.

Das Bild zeigt einen Gaming-Monitor mit einer Gegenüberstellung von klassischer 2D- und moderner 3D-Darstellung. Die Szene veranschaulicht, wie zusätzliche Tiefenwirkung und räumliche Effekte das Spielerlebnis immersiver gestalten sollen.

Samsung setzt auf Eye-Tracking und moderne Bildverarbeitung, um 3D-Gaming ohne zusätzliche Brille zu ermöglichen – Bild: KI-generiert

Mehr Immersion statt bloßer Technik-Demo

Genau an diesem Punkt entscheidet sich vermutlich auch die Zukunft der Technologie. Viele erinnern sich noch an die ersten 3D-Fernseher, bei denen der Effekt zwar beeindruckend wirkte, langfristig aber oft kaum genutzt wurde.

Samsung verfolgt diesmal einen anderen Ansatz. Die Technik soll nicht nur einzelne Effekte hervorheben, sondern das gesamte Spielerlebnis natürlicher wirken lassen. Tiefenwirkung, Entfernungen und räumliche Wahrnehmung sollen sich direkter anfühlen, ohne dass der Nutzer ständig an die zugrunde liegende Technologie denken muss.

Gerade bei Actionspielen, Rennspielen oder atmosphärischen Open-World-Titeln könnte ein überzeugender 3D-Effekt einen echten Mehrwert bieten. Ob dies in der Praxis tatsächlich gelingt, werden allerdings erst unabhängige Tests zeigen.

HDR10+ Gaming spielt ebenfalls eine wichtige Rolle

Neben dem 3D-Effekt setzt Samsung auf der GDC 2026 auch verstärkt auf HDR10+ Gaming. Die Technologie ermöglicht dynamische Anpassungen von Helligkeit, Kontrast und Farbdarstellung während des Spiels.

Dadurch sollen Games nicht nur schärfer, sondern auch lebendiger wirken. Gerade moderne Titel mit aufwendiger Beleuchtung und detaillierten Umgebungen könnten davon profitieren.

Samsung betrachtet HDR10+ dabei nicht als Konkurrenz zur 3D-Technologie, sondern als Ergänzung. Beide Funktionen sollen gemeinsam für ein möglichst immersives Spielerlebnis sorgen.

Kann 3D-Gaming diesmal erfolgreich werden?

Die große Frage bleibt jedoch dieselbe wie vor zehn Jahren. Wollen Spieler überhaupt wieder 3D-Gaming?

Der Unterschied zu früher ist, dass viele der damaligen Schwächen inzwischen deutlich reduziert wurden. Es werden keine speziellen Brillen benötigt, die Technik arbeitet komfortabler und die Zahl unterstützter Spiele wächst kontinuierlich.

Hinzu kommt, dass moderne Gaming-Hardware deutlich leistungsfähiger geworden ist. Grafikkarten, Monitore und Bildverarbeitungstechnologien haben sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Dadurch stehen die Chancen besser als damals, dass die Technik auch im Alltag überzeugen kann.

Trotzdem dürfte der Erfolg letztlich davon abhängen, ob Spieler den Mehrwert tatsächlich spüren. Viele Technologien wirken auf Messen beeindruckend, schaffen den Sprung in den Massenmarkt jedoch nie.

Samsung scheint davon überzeugt zu sein, dass die Zeit für 3D-Gaming noch nicht vorbei ist. Mit den Odyssey-3D-Monitoren startet das Unternehmen jedenfalls einen weiteren Versuch, eine Idee zurückzubringen, die viele bereits abgeschrieben hatten. Ob daraus tatsächlich die nächste große Entwicklung im Gaming-Bereich entsteht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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