Resident Evil Requiem zeigt einen Leon, der selbst Fans erschrecken könnte
Director spricht über Leons düstere Entwicklung in Resident Evil Requiem. Brutale Kämpfe, Horror-Spannung und neue Gameplay-Systeme erwarten dich.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Mit Resident Evil Requiem geht Capcom einen ungewöhnlich mutigen Schritt. Die Reihe war schon immer düster, aber diesmal rückt nicht nur Horror, sondern auch die Psyche eines ihrer bekanntesten Helden in den Fokus. Und genau das könnte für viele Spielerinnen und Spieler verstörend werden. Regisseur Koshi Nakanishi beschreibt Charakter Leon S. Kennedy im Interview mit Gamesradar.com als „weltmüde“ und von einer „gnadenlosen Wut“ geprägt. Dieser Leon ist kein junger Agent mehr, der sich langsam in den Wahnsinn der Biohazard-Welt hineintastet. Er ist ein Mann, der seit Jahren kämpft und das hinterließ bei ihm Spuren.
Ein zentrales Symbol dieser Veränderung ist seine neue Waffe: eine Axt. Statt eleganter Agenten-Moves setzt Leon auf rohe Gewalt. Laut Nakanishi sollen Spieler beim Zuschlagen sogar denken: „Was stimmt mit dir nicht?“ Genau dieses Gefühl wollte das Team offenbar auslösen. Diese Brutalität ist bewusst gewählt. Capcom wollte zeigen, wie sich ein Charakter entwickelt, der immer wieder mit Schrecken konfrontiert wird. Während frühere Teile Action mit Coolness kombinierten, wirkt Leon hier fast schon unheimlich.
Interessant ist, dass frühe Konzepte Leon ursprünglich stärker in Richtung klassischen Horror drängen sollten. Doch das Team entschied sich dagegen. Ein ängstlicher Leon passte laut Nakanishi nicht zu dem Bild, das Fans von ihm haben. Dafür gibt es einen weiteren Charakter im Spiel.
Resident Evil Requiem: „Wir dachten, die Leute wollen keinen ängstlichen Leon sehen“
Resident Evil Requiem arbeitet mit zwei Hauptfiguren, deren Gameplay stark variiert. Während Leons Abschnitte actionlastiger und intensiver sind, setzt Grace Ashcroft stärker auf klassischen Survival-Horror. Wenig Munition, enge Räume, konstante Anspannung. Diese Aufteilung erinnert an frühere Serienteile, in denen unterschiedliche Charaktere verschiedene Perspektiven auf dieselbe Bedrohung boten. Hier geht Capcom aber einen Schritt weiter: Die beiden Figuren beeinflussen sich gegenseitig.
Ein besonders spannendes System betrifft gemeinsam genutzte Bereiche. Wenn Grace Gegner in einem Raum besiegt, bleiben diese auch für Leon tot (und umgekehrt). Das eröffnet neue strategische Möglichkeiten. Soll Grace ihre knappe Munition sparen und Gegner lieber Leon überlassen? Oder räumt man früh auf, um später sicherer unterwegs zu sein? Das sind interessante Gameplay-Entscheidungen, die uns bald erwarten werden.
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Gleichzeitig sind bestimmte Upgrades exklusiv. Grace sammelt spezielle Verbesserungen, während Leon auf klassische Waffenmodifizierungen setzt. Das zwingt dich, beide Figuren bewusst zu spielen und ihre Stärken auszunutzen.
Horror und Action im Wechselspiel
Nakanishi beschreibt das Spiel als Balance zwischen Spannung und Entladung. Grace baut die Angst auf, Leon löst sie in explosiveren Abschnitten wieder auf. Dieses Wechselspiel soll für ein ständiges Auf und Ab sorgen, ähnlich einer Achterbahn aus Stress und Erleichterung. Dabei bleibt Horror auch für Leon ein Thema. Später im Spiel sollen selbst seine Action-Passagen härter werden, sodass Upgrades und Ressourcenmanagement wichtiger werden.
Resident Evil Requiem erscheint am 27. Februar 2026 für PS5, Xbox Series, Switch 2 und PC.
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