Resident Evil 9: Capcom erklärt überraschende Entscheidung gegen Leon als Hauptfigur
In Resident Evil 9 spielt erstmals FBI-Agentin Grace Ashcroft die Hauptrolle. Capcom erklärt, warum ausgerechnet Leon S. Kennedy nicht geeignet war.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Capcom hat auf einem offiziellen Spotlight-Event neue Details zu Resident Evil 9 (Resident Evil Requiem) enthüllt und dabei für hitzige Diskussionen gesorgt. Denn einer der bekanntesten Charaktere der Reihe, Leon S. Kennedy, wurde zwar erwähnt, ist aber NICHT der Hauptprotagonist im kommenden Teil. Stattdessen übernimmt FBI-Analystin Grace Ashcroft die zentrale Rolle.
Regisseur Koshi Nakanishi erklärt: „Unsere Grundidee für das Spiel war ’süchtig machende Angst‘. Leon ist dafür keine gute Wahl. Er würde nicht mal zusammenzucken, wenn ein Eimer umfällt.“ Eine klare Aussage, doch die Resident Evil-Community ist sich sicher: Ganz so einfach ist es nicht.
Resident Evil (9) Requiem: Eine neue Heldin
Mit Grace Ashcroft bringt Capcom zum ersten Mal eine komplett neue Figur ins Resident-Evil-Hauptspiel. Die FBI-Agentin soll die emotionale Reaktion liefern, die Leon laut Capcom nicht mehr glaubwürdig darstellen kann. Schließlich hat er in vorherigen Teilen jede Form von Schrecken längst hinter sich gelassen. Das Spiel setzt laut den Entwicklern stark auf das Thema Angst als Gameplay-Element und dazu brauche man eine verwundbarere Hauptfigur.
Doch obwohl Capcom Leon aus der ersten Reihe schiebt, scheint sein Schatten größer denn je. In der Community glaubt fast niemand, dass Leon komplett gestrichen wurde. Auf Reddit schreiben mehrere User, dass Capcom hier bewusst mit Erwartungen spielt. Ein User fasst es treffend zusammen: „Sie sagen nur, dass er nicht gut zu Horror passt, das ist alles. Ich wette, er bekommt seine eigene Kampagne, so wie Chris in RE8.“
Auch andere verweisen auf einen bekannten Capcom-Trick: Leon wird öffentlich ausgeschlossen und am Ende überrascht er alle mit einem Auftritt. Immerhin wurde bereits bestätigt, dass es einen zweiten, bewaffneten Legacy-Charakter geben wird. Wer sollte das sonst sein, wenn nicht Leon? „Warum überhaupt Leon erwähnen, wenn er gar keine Rolle spielt? Das schreit nach Ablenkung“, so ein weiterer Kommentar. Nur ein guter Trick, um nicht alles vor dem Release auszuplaudern?

Resident Evil Requiem: Screenshot von Hauptfigur Grace Ashcroft – Bild: Capcom
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Marketing oder echter Strategiewechsel?
Die Entscheidung gegen Leon als Hauptfigur wird von Capcom mit seiner zu großen Coolness begründet, doch Fans sehen darin eher einen geschickten Marketing-Move. Schon bei der Enthüllung des Spiels beim Summer Game Fest habe man mit Ankündigungen gespielt, die kurz darauf widerlegt wurden. Capcom lässt die Tür für Spekulationen offen und das scheint auch gewollt zu sein.
Gerüchte verdichten sich, dass Resident Evil 9 zwei Kampagnen bieten wird: eine mit Grace Ashcroft als zentraler Figur für die Schockmomente und eine mit Leon für die action-lastige Seite. Das würde sich mit den Aussagen von Geoff Keighley decken, der das Spiel als „Cinematic Action and Survival Horror“ beschreibt. Es kann sogar sein, dass die Leon-Kampagne in der Ego-Perspektive gespielt wird.
Für Fans wäre das die perfekte Lösung: neue Schrecken mit frischem Blick erleben und trotzdem nicht auf eine der beliebtesten Figuren der Serie verzichten.
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