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Artikel von Markus +

Die nächste Xbox ist noch weit weg und trotzdem sorgt sie jetzt schon für Diskussionen. Nicht wegen Spielen, nicht wegen Features, sondern wegen einer Frage, die vielen Xbox-Fans ehrlich unter den Nägeln brennt: Wie viel darf eine Konsole eigentlich kosten, bevor es zu viel wird? Denn eines ist klar: Die nächste Xbox wird kein günstiges Stück Hardware. Und Microsoft macht daraus auch kein Geheimnis.

In einem Interview mit Variety ließ Sarah Bond, Präsidentin von Xbox, bereits im Oktober 2025 durchblicken, dass Microsofts nächste Konsole bewusst als Premium-Gerät positioniert werden soll. Preise nannte sie keine, aber allein diese Wortwahl reichte aus, um die Community nervös zu machen.

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Zum Vergleich: Die aktuell teuerste Xbox Series X liegt aktuell am „Günstigsten“ bei 625 Euro (1TB-Version), die Preise gehen jedoch bei vielen Händlern hoch über die 730 Euro. Für viele ist das schon hart an der Grenze dessen, was man für eine klassische Konsole ausgeben möchte. Doch intern wird Microsoft offenbar noch größer gedacht.

Eine „Xbox wie ein PC“ samt für einen „Preis wie für einen PC“?

Seit Monaten halten sich Gerüchte, dass die nächste Xbox eher ein Hybrid aus Konsole und PC werden könnte. Mehr Leistung, flexiblere Software, möglicherweise sogar stärkere Nähe zu Windows und PC-Gaming. Klingt spannend, hat aber einen Haken: PC-Hardware aktuell so teuer wie noch nie. Steigende Preise für RAM und GPUs verschärfen die Lage zusätzlich. Wenn Microsoft hier wirklich in Richtung Midrange-PC geht, reden wir nicht mehr über klassische Konsolenpreise. Und genau das beschäftigt die Fans.

Eine nicht repräsentative Umfrage von PureXbox.com mit über 2.000 Teilnehmern zeigt jedoch ein erstaunlich klares Bild. Viele Xbox-Gamer wären bereit, deutlich tiefer in die Tasche zu greifen, als man vielleicht erwarten würde. Jeweils 13 Prozent gaben an, 900 bzw. 1000 US-Dollar zu zahlen (ca. 770 bis 850 Euro). Weitere 13 Prozent gaben an, dass sie „unter Umständen“ sogar „über 1000 US-Dollar zahlen würden.  Das ist bemerkenswert, zeigt aber auch, wie sehr sich die Wahrnehmung von Konsolenpreisen in den letzten Jahren deutlich verschoben hat.

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Ein Bezugspunkt ist die PS5 Pro. Diese kostet aktuell mindestens 729 Euro, wenn man im Internet sucht. Preise bis zu 799 Euro sind keine Seltenheit, sondern die Normalität. Sie ist leistungsstärker als die Xbox Series X und bietet mit 2 TB auch mehr Speicherplatz. Trotzdem: Es handelt sich immer noch um eine Spielekonsole, um ein geschlossenes System für das du laufende Kosten für Online-Gaming hast, wenn du es möchtest. Und die Games sind gegenüber PC wesentlich teurer. Wenn Microsoft mit Sony mindestens gleichziehen will, dürfte ein ähnlicher Preis kaum zu vermeiden sein. Immerhin verlangt man für den PC-Handheld mit Xbox-Logo auch schon knappe 1000 Euro.

Xbox Series S - Bild: © Microsoft

Xbox Series X und Xbox Series S – Bild: © Microsoft

Nicht zu vergessen: Auch Valve bringt bald einen „Wohnzimmer-PC“

Während Xbox-Fans über Premium-Preise nachdenken, schaut ein Teil der Gaming-Community bereits zur Konkurrenz. Genauer gesagt zu Valve und der kommenden Steam Machine. Die Idee dahinter ist simpel: PC-Gaming mit Konsolenkomfort, aber ohne klassisches Konsolen-Ökosystem. Für einige klingt das inzwischen attraktiver als eine extrem teure Xbox, die am Ende doch wieder in festen Grenzen arbeitet. Doch auch hier ist nicht in Stein geschlagen, was sie kosten wird. Bisher hat sich Valve zum Preis-Thema zurückhaltend gezeigt, immerhin soll die Steam Machine im März 2026 erscheinen.

Solange die Preis-Frage der Steam Machine nicht von offizieller Seite geklärt ist, ranken sich Mythen und Insider-Einschätzungen darum. „Unter 600 Euro“ wird schwer, so der allgemeine Tenor. Eher Richtung 700 Euro. Wenn Xbox also eine stärkere „Heimkonsole“ bringen wird – irgendwann zwischen 2027 und 2028 – dann dürfte diese teurer ausfallen. Auch wenn Microsoft ein Tech-Riese mit Milliarden US-Dollar Gewinn ist, werden sie uns die neue Xbox nicht nachschleudern.

Was darf eine Next-Gen-Konsole von Xbox wirklich kosten?

Was man aus der Umfrage der Kollegen von PureXbox.com ableiten kann? Die Stimmung ist eindeutig: Xbox-Fans verstehen, dass Next-Gen-Hardware teurer wird. Viele sind sogar bereit, Preise zu akzeptieren, die vor zehn Jahren undenkbar gewesen wären. Doch es gibt eine klare Schmerzgrenze. Alles über 800 bis 900 Euro wird für viele zum Nachdenken führen. Zum Warten, zum Vergleichen oder zum Ausweichen auf Alternativen. Für die Xbox-Hardware war das Jahr 2025 alles andere als rosig. Es gibt Meldungen, dass der Umsatz massiv eingebrochen ist. Aber auch das ist alles nicht offiziell. Seit der Xbox One veröffentlicht Microsoft keine offiziellen Zahlen!

Wie oft sich die Xbox Series X/S bisher verkauft hat? Anscheinend verkauft sich die aktuelle Xbox-Generation seit 2024 nur noch minimal. Aktuelle Verkaufseinschätzungen von VGChartz.com belaufen sich auf 34,10 Millionen Stück seit November 2020. Zum Vergleich: Die PS5-Konsolen konnten sich bisher 86,12 Millionen Mal verkaufen. Ein Faktor von 2,5:1. Nintendo steht hier etwas außen vor. Die Switch konnte sich seit März 2017 bisher 152,7 Millionen Mal verkaufen. Die „brandneue“ Switch 2 immerhin schon 12,49 Millionen Mal.

Ob eine „Premium-Xbox-PC-Konsole“ funktionieren kann? Wenn man sich die aktuellen Preise für PC-Gaming ansieht, dann ja. Man wird es sich zweimal überlegen, ob man einen Mid-High-End-Gaming-PC um 2.500 Euro (oder mehr) zusammenschraubt oder sich eine Xbox-PC-Konsole für 1.000 Euro holen wird. Leistung beeindruckt. Preis entscheidet. Bis zum Release vergehen ohnehin noch Jahre, aber beschäftigen tun wir uns trotzdem schon damit.

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