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Artikel von Markus Bauer +
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Am 15. August 2026 wurde das Austria Center Vienna zum Fortnite-Mekka. Beim ersten Red Bull Reshuffle in Wien kämpften 40 internationale Fortnite-Profis um insgesamt 50.000 Euro Preisgeld. Rund 1.000 Fans verfolgten das Turnier vor Ort. Mit dabei waren einige der bekanntesten Namen der Fortnite-Szene. MrSavage, Mongraal, Vadeal, Malibuca, TaySon und der österreichische Weltmeister VicO gehörten zum Teilnehmerfeld. Am Ende schnappte sich allerdings ein Deutscher die Trophäe: Julian „Juu“ Reckord.

Juu nahm für seinen ersten Platz 12.500 Euro Preisgeld mit nach Hause. Japko belegte Rang zwei und erhielt 10.000 Euro. P1ng landete auf Platz drei und sicherte sich 7.500 Euro.

Fortnite mit ständig neuen Teampartnern

Ein gewöhnliches Duo-Turnier war Red Bull Reshuffle nicht. Genau das machte den Nachmittag interessant. Gespielt wurden sechs Runden im schnellen Reload-Modus. Die Profis traten jeweils zu zweit an, bekamen nach jeder Runde aber einen neuen Partner zugelost. Wer gerade noch gemeinsam mit einem Spieler gewonnen hatte, konnte eine Runde später gegen ihn antreten.

Eine Ausnahme bildete das sogenannte „Wiiings Team“. Dieses Duo durfte das Publikum selbst bestimmen. Die Wertung blieb trotzdem individuell. Punkte gab es für die erreichte Platzierung und für Eliminierungen. Gesucht wurde damit nicht das beste feste Duo, sondern jener Spieler, der sich am schnellsten auf unterschiedliche Partner und Spielsituationen einstellen konnte.

Nach einem starken Beginn hielt sich der 20-jährige Deutsche Juu konstant im Spitzenfeld und entschied das Turnier erst in der letzten Runde gegen den zuvor führenden Japko für sich. Insgesamt sammelte Juu mehr als 200 Punkte.

Viel Hardware auf der Bühne. So sah es für die Zuseher des Red Bull Reshuffle im Austria Center Vienna vom 15. August 2026 aus. - Bild: Raphael Bauer

Viel Hardware auf der Bühne. So sah es für die Zuseher des Red Bull Reshuffle im Austria Center Vienna vom 15. August 2026 aus. – Bild: Raphael Bauer

Österreichs Weltmeister VicO holt Sondererfolg

Ganz ohne österreichischen Erfolg endete der Nachmittag ebenfalls nicht. Taylor-Petrik „VicO“ Gatschelhofer erzielte über das Turnier hinweg die meisten Eliminierungen und sicherte sich damit einen Sondererfolg. Für den amtierenden Fortnite-Weltmeister war das Event ohnehin etwas Besonderes. Statt bei einem internationalen Turnier irgendwo in Europa oder den USA anzutreten, spielte VicO diesmal direkt vor heimischem Publikum.

Und das Publikum machte sich bemerkbar. Eliminierungen, überraschende Duo-Zusammenstellungen und entscheidende Momente wurden im Saal lautstark gefeiert. Auf großen Screens konnten die Besucher das Geschehen direkt verfolgen. Genau hier funktioniert eSports anders als zuhause im Livestream. Man sitzt nicht alleine vor Twitch oder YouTube, sondern erlebt die entscheidenden Momente gemeinsam mit hunderten anderen Fans.

Red Bull Reshuffle: Rund 1.000 Zuseherinnen und Zuseher konnte das Fortnite-Turnier live mitverfolgen. - Bild: Raphael Bauer

Red Bull Reshuffle: Rund 1.000 Zuseherinnen und Zuseher konnte das Fortnite-Turnier live mitverfolgen. – Bild: Raphael Bauer

Fortnite selbst ausprobieren

Wer nicht nur zuschauen wollte, konnte vor Ort auch selbst Fortnite spielen. Dafür standen Gaming-PCs und PlayStation 5-Konsolen bereit. Die PCs waren teilweise mit leistungsstarker Hardware wie einer NVIDIA GeForce RTX 5080 ausgestattet. Controller-Spieler konnten dagegen direkt auf der PS5 loslegen.

Der Gaming-Bereich war bewusst überschaubar und natürlich nicht der Mittelpunkt des Events. Als kleine Abwechslung zwischen den Matches funktionierte er trotzdem gut. Vor allem jüngere Fortnite-Fans konnten damit selbst ein paar Runden spielen, bevor sie wieder den Profis zusahen. Meiner Meinung hätten noch ein paar mehr PCs dem Ganzen gut getan.

Selber Fortnite spielen war übrigens auch möglich. Dafür standen 600-Hz-Monitore bereit, auf denen Fortnite mit rund 700 bis 800 FPS in 4K lief. Damit saß wirklich jeder Mausklick. Bild: Raphael Bauer

Selber Fortnite spielen war übrigens auch möglich. Dafür standen 600-Hz-Monitore bereit, auf denen Fortnite mit rund 700 bis 800 FPS in 4K lief. Damit saß wirklich jeder Mausklick. Bild: Raphael Bauer

MrSavage, Mongraal und Co. einmal ohne Bildschirm dazwischen

Ein weiteres Highlight wartete nach dem eigentlichen Turnier. Fans bekamen die Gelegenheit, einige Spieler und Creator persönlich zu treffen. Unter anderem nahmen sich Vadeal, Amar, Juu und VicO Zeit für Fotos mit Besuchern. Auch der österreichische Content-Creator Drexler war anschließend noch vor Ort. Aus einem reinen Fortnite-Turnier wurde dadurch schnell ein großes Community-Treffen.

Red Bull setzte mit seinem Fortnite-Turnier zumindest an einem Tag ein deutliches Zeichen. Rund 1.000 Besucher kamen ins ausverkaufte Austria Center Vienna, während zusätzlich zahlreiche Fans den internationalen Livestream verfolgten. 40 Profis, 50.000 Euro Preisgeld, ein voller Saal und eine Community, die ihre Favoriten nicht nur über einen Bildschirm sehen möchte.

Was wir daraus mitgenommen haben? Große Gaming-Events funktionieren auch in Österreich. Man muss sie nur veranstalten.

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