Nintendo erklärt endlich, warum First-Party-Spiele fast nie günstiger werden
Warum bleiben Nintendo-Spiele so lange teuer? Ein ehemaliger Nintendo-Präsident liefert jetzt eine Erklärung, die viele Fans diskutieren.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Wer regelmäßig auf Rabatte wartet, kennt das Problem wahrscheinlich schon. Während Spiele auf PlayStation, Xbox oder PC oft schon wenige Monate nach Release günstiger werden, bleiben Nintendo-Titel meist erstaunlich preisstabil. Gerade bei First-Party-Spielen für die Switch und die Switch 2 fällt das besonders auf. Selbst ältere Titel kosten oft noch fast genauso viel wie zum Release. Jetzt hat ein ehemaliger Nintendo-Präsident erklärt, warum das Unternehmen genau diese Strategie verfolgt.
Nintendo sieht seine Spiele anders als andere Publisher
Reggie Fils-Aimé, ehemaliger Präsident von Nintendo of America, sprach in einem Vortrag darüber, warum Nintendo nur selten große Preisnachlässe anbietet. Laut ihm betrachtet Nintendo seine Spiele als eine Art „Kyoto-Handwerkskunst“.
Gemeint ist damit: Nintendo sieht seine Spiele nicht als schnelllebige Produkte, die kurz nach Veröffentlichung verramscht werden sollen. Stattdessen betrachtet das Unternehmen viele seiner Titel als langfristig wertvolle Produkte. Dazu passt auch eine weitere Aussage von Reggie. Laut ihm verfolgt Nintendo intern die Philosophie: „Das Spiel ist komplett, wenn es erscheint.“ Damit spielt er darauf an, dass Nintendo seine First-Party-Spiele oft sehr polished veröffentlicht und weniger auf spätere Nachbesserungen setzt.
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Genau das sorgt seit Jahren für Diskussionen
Viele Spieler verstehen zwar den Qualitätsanspruch, kritisieren aber trotzdem die hohen Preise. Vor allem bei älteren Spielen wünschen sich Fans häufiger deutliche Rabatte. Gerade mit der Switch 2 flammt diese Diskussion erneut auf. Denn Nintendo-Spiele gehören mittlerweile zu den teuersten Titeln im Konsolenbereich. Teilweise werden physische Versionen sogar teurer verkauft als digitale Varianten.
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Zusätzlich sorgt für Kritik, dass Nintendo bekannte Sparmodelle wie die Game-Voucher schrittweise zurückfährt. Viele Spieler sehen darin ein weiteres Zeichen dafür, dass Nintendo seine Preisstrategie konsequent beibehalten will.
Trotzdem funktioniert die Strategie offenbar
Auch wenn sich viele Fans über die Preise beschweren, scheint Nintendo wirtschaftlich weiterhin Erfolg damit zu haben. Denn anders als bei vielen anderen Publishern verkaufen sich Nintendo-Spiele oft noch Jahre später zum Vollpreis. Genau deshalb hat das Unternehmen offenbar wenig Interesse daran, die Preise schnell zu senken. Und ehrlich gesagt: Solange Millionen Spieler trotzdem direkt zum Release zugreifen, dürfte sich daran wohl erstmal nichts ändern.
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