Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Ein seltsames Monopoly
- Hat eigentlich nichts mit Monopoly zu tun
- Als eigenes Spiel ganz nett zwischendurch
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob dieses Spiel ernst gemeint ist. Aber wenn ich mir den Web-Auftritt und den Trailer so ansehe, muss es ernst gemeint gewesen sein. In diesem Fall fühle ich mich als Spieler ein bisschen an der Nase herum geführt. Denn wenn ich Monopoly Madness lese, erwarte ich zumindest Monopoly zu spielen. Und ich bin mit ziemlich sicher da nicht der Einzige zu sein.
Monopoly Madness: Die Story
Und genau hier fängt bereits die erste Eigenheit dieses Spiels an. Monopoly Madness hat einen Story Modus. Dabei soll man dem Monopoly-Mann helfen sich um seine Geschäfte zu kümmern, während dieser sich einen wohl verdienten Urlaub gönnt. Das ist wohl auch schon alles, was auf dem Story-Konzept für dieses Game gestanden ist. Auf (so vermute ich mal) einem Post-It Zettel der als Drehbuch für dieses Spiel galt.
Es ist eine simple Aneinanderreihung von Spielrunden gegen die KI. Dabei gilt es gewisse Mindestanforderungen zu erfüllen um das nächste Level freizuschalten. Wenn jemand sich an dieser Stelle mehr von der Story erwartet haben sollte, die Person würde ich gern fragen „Was? Warum? Wie?“. Und obwohl auch ich mir bewusst bin dass Monopoly kein Spiel für eine Story sein kann, hatte ich nicht so etwas generisches erwartet.
Monopoly Madness: Das ist nicht Monopoly
Der Grund warum ich dieses Videospiel testen wollte war recht einfach. Ich liebe Monopoly. Ich spiele gern Monopoly und auch gerne die Variationen davon. Zu Hause habe ich eine DC Comics Edition. Ebenso wie die österreichische Variante D.K.T (Das Kaufmännische Talent). Man kann also sagen, dass ich dieses Brettspiel wirklich gut kenne und mich auf das Videospiel auch gefreut habe. Aber das hat absolut nichts mehr mit Monopoly zu tun.
Monopoly Madness hat vom Original-Spiel nur eine Sache übernommen: Die Grundstücke die man kaufen, ersteigern und aufwerten kann. Das macht es aber noch lange nicht zu Monopoly. Es bleibt folglich nur bei der Madness. Man läuft (zeitgleich) mit den anderen Spielern über das Spielfeld und muss mit Laubsaugern Geld einsammeln, Wasser und Strom als Ressource für Gebäude. Wenn ein Grundstück zum Verkauf steht, dann muss man einfach hin stürmen.
Es gibt kein Würfeln, keine Züge, fremde Spieler können nicht auf „deinem Feld“ landen um dir dann Miete zu zahlen. Es ist einfach nicht Monopoly. Anders kann ich es nicht sagen und das ist eine gewaltige Enttäuschung wenn das Spiel schon Monopoly im Namen hat.
Power Ups und Spezialkisten
Zwischendurch sammelt man neben Strom und Wasser auch Spezialkisten. In diesen findet man dann Power-Ups oder auch Dinge mit denen man Gegner bewerfen kann. Ob man diese nun außer Gefecht setzt, die Straße blockiert oder ein fremdes Grundstück einfach wieder zum neuen Verkauf stellt. Es erinnert an die Power Up-Jagd wie in jedem Mario Kart und den Spielen die dieses Konzept seit je her kopieren.
Diese Spielweise macht genau 2 oder 3 Runden lang Spaß. Ab dem Zeitpunkt wird es nicht nur langweilig, sondern zu einem unübersichtlichen Wirrwarr, in welchem die Spieler gezielt an bestimmten Punkten warten. Vermutlich würde sich das mit mehr Spielern verändern, jedoch ändert es rein gar nichts an der Tatsache, das Monopoly Madness einfach nicht den selben Ehrgeiz aufkommen lässt wie das originale Brettspiel.
Ein Kinder-Spiel oder doch zu schwer?
Man könnte jetzt mit der „knuffigen“ Optik und der quietsch bunten Grafik annehmen, dass dies vielleicht ein Spiel für Kinder sein sollte. Ein chaotisches durcheinander und lustige anthropomorphisierte Tierchen. Die Steuerung beschränkt sich auf den Laubsauger, der entweder einsaugen oder wegpusten kann. Ist der von Makita? Und Spezialattacken werden mit einer einzigen Taste einfach getriggert. So einfach geht Monopoly Madness.
Aber so einfach ist es dann wieder nicht. Es fällt mir schwer zu glauben, dass Kinder den Überblick behalten bei den Versteigerungen, Verkäufen und den erzwungenen Versteigerungen durch Power-Ups. Allein schon das Konzept des Bietens auf Grundstücke. Und da rede ich noch nicht mal davon, dass man stets Strom und Wasser sammeln muss um die Gebäude aufzuwerten. Oder dass drei Grundstücke des selben Blocks einen Bonus bieten.
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Fazit zu Monopoly Madness
Ein völlig irreführendes Spiel, dass absolut nichts mit dem Monopoly-Brettspiel zu tun hat. Ich bin nicht nur MEGA enttäuscht, sondern auch so gelangweilt, dass ich ihm keine weitern Spielrunden mehr widmen werde.
Monopoly Madness wurde bereits von meiner Konsole gelöscht, da ich genug für dieses Review hatte. Es mag zwar sehr günstig im Store zu bekommen sein, aber selbst dieses kleine Investment ist das Spiel in meinen Augen nicht wert. Als Gratis-Game kann man es sich mal ansehen. Aber keinesfalls ein PS Plus Titel. Das wäre mehr ein Free-to-Play bei dem Ubisoft für die lustigen Charaktere oder andere Maps Geld kassiert. Als vollwertiger Bezahl-Titel ist es Geld und Zeitverschwendung.
Die PlayStation 5-Version von Monopoly Madness von Ubisoft bekommt ihr ab einem Preis von 26,42 Euro (ohne Lieferkosten). Die digitale Version für den PlayStation Store kostet aktuell 29,99 Euro.
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