Mit jeder Xbox Verlust? Warum Microsoft trotzdem weiter Konsolen verkauft
Microsoft soll mit jeder verkauften Xbox Geld verlieren. Trotzdem hält der Konzern weiter am Konsolengeschäft fest.
Tim Rantzau Tim ist seit seiner Kindheit leidenschaftlicher Nintendo-Fan und hat seine Begeisterung für Spiele mit einem Studium in Game Design vertieft. Beruflich arbeitet er an der Konzeption von Videospielen und kennt dadurch die Branche nicht nur von außen, sondern auch von innen. Seine größte Leidenschaft gilt jedoch dem Spiele-Journalismus, in dem er Trends einordnet, Hintergründe erklärt und mit viel Erfahrung über neue Entwicklungen berichtet.
Dass Konsolenhersteller ihre Hardware nicht immer mit Gewinn verkaufen, ist in der Gaming-Branche nichts Neues. Die aktuelle Diskussion rund um den Microsoft Xbox Verlust zeigt allerdings, wie schwierig das Geschäft inzwischen geworden ist.
Berichten zufolge verliert Microsoft weiterhin Geld mit jeder verkauften Xbox-Konsole. Steigende Produktionskosten, teurere Komponenten und ein zunehmend schwieriger Konsolenmarkt setzen dem Unternehmen zu. Gleichzeitig sollen die Gewinnmargen im Hardware-Geschäft inzwischen auf einem sehr niedrigen Niveau liegen. Dies führt auch zu massiven Entlassung im Unternehmen in der letzten Zeit.
Für viele Spieler klingt das zunächst absurd. Warum sollte ein Konzern freiwillig ein Produkt verkaufen, mit dem er Geld verliert?
Das Geschäftsmodell funktioniert anders
Tatsächlich war es bei Konsolenherstellern schon immer üblich, die Hardware mit geringen Margen oder sogar Verlust zu verkaufen. Das eigentliche Geld wird später über Spiele, digitale Käufe, Abonnements und Lizenzgebühren verdient.
Bereits vor einigen Jahren erklärte Xbox-Chef Phil Spencer, dass Microsoft pro verkaufter Xbox teilweise bis zu 200 Dollar Verlust machen könne. Die Einnahmen sollten anschließend über Software-Verkäufe und den digitalen Marktplatz wieder hereingeholt werden. Das Problem: Der Markt hat sich verändert.
Steigende Kosten setzen Microsoft unter Druck
Aktuell kämpfen viele Hardware-Hersteller mit deutlich höheren Produktionskosten. Vor allem Speicherchips und andere wichtige Komponenten sind in den vergangenen Jahren teurer geworden.
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Interne Berichte deuten sogar darauf hin, dass die Kosten für bestimmte Bauteile in den kommenden Jahren massiv steigen könnten. Gleichzeitig schwächelt der klassische Konsolenmarkt, während PC-Gaming und digitale Plattformen weiter wachsen.
Für Microsoft entsteht dadurch eine schwierige Situation. Die Konsole bleibt wichtig für die Marke Xbox, bringt finanziell aber offenbar deutlich weniger ein als früher.
Die Zukunft von Xbox könnte sich verändern
Genau deshalb denkt Microsoft offenbar bereits über neue Geschäftsmodelle nach. Berichten zufolge werden verschiedene Optionen geprüft, darunter neue Hardware-Konzepte, Partnerschaften mit anderen Herstellern und eine stärkere Verzahnung von Konsole, PC und Cloud-Gaming.
Das bedeutet allerdings nicht, dass Xbox-Konsolen verschwinden werden. Im Gegenteil: Das Unternehmen arbeitet bereits an der nächsten Hardware-Generation und hat mehrfach betont, weiterhin im Konsolengeschäft bleiben zu wollen.
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