Interview: Nintendo-Mitarbeiter hatten Zweifel am Erfolg der Wii und Switch
Wenn man etwas anderes machen möchte, ist man vor Zweifeln nicht gefeilt...
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Nintendo ist in den letzten zehn Jahren wirklcih an die Grenzen gestoßen, nicht nur in Bezug auf die Erstellung großartiger Videospiele, sondern auch durch die völlige Neugestaltung der Technologie. Diese Art der Entwicklung von Konsolen, die die Branche veränderten, waren jedoch nicht ohne Risiko. Siehe das Fiasko rund um die Wii U. Die Zweifel hatte Nintendo aber auch mit den anderen beiden (Erfolgs-)Konsolen Wii und Switch.
Seit der Wii-Konsole ist Nintendo ein Beispiel dafür, dass man auch seinen eigenen Weg gehen kann in der Architektur einer Spielekonsole. Den Japanern ging es nicht um den besten Arbeitsspeicher oder der schnellsten Grafikkarte, die Wii ignorierte sogar den Vorstoß in puncto HD-Grafik. Nintendo konzentrierte sich auf Interaktivität und Bewegungssteuerung. Die Konsole war ein voller Erfolg.
Nach der „Fernbedienung“ kam das „Heim-Tablet“ Wii U, dann erst die richtige Hybrid-Konsole, der Nintendo Switch
Der Launch des Nintendo Switch war ebenso ein entscheidender Moment, in dem Nintendo eine Hybrid-Konsole für Zuhause und Unterwegs entwickelte, während alle anderen über Streaming von Videospielen reden. Und da wäre natürlich auch noch ein übermächtiger Mobile-Markt via Android und iOS, welcher einem neuen Handhelden einen Orkan ins Gesicht bläst.
Die „Grenzgänger“ von Nintendo hatten jedoch auch ihre Zweifel, so wie wir damals. Wie Shinya Takahashi und Hisashi Nogami gegenüber The Guardian zugegeben haben, waren sie sehr skeptisch (ob das funktionieren könnte):
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„Selbst unter unseren Entwicklern gibt es oft Zweifel! Als die Wii-Fernbedienung zum ersten Mal als Konzept eingeführt wurde, lautete die Reaktion: Was ist das? Ist es echt? Wird es tatsächlich funktionieren? Aber als wir es alle ausprobiert hatten, waren wir überrascht und erfreut darüber, und uns wurde klar, dass es klappen würde.“
„Mit dem Nintendo-Switch kannten wir alle das Konzept“, fügte er hinzu. „Aber als wir den Prototyp zum ersten Mal aufnahmen und sahen, wie Mario Kart auf dem kleineren Bildschirm perfekt lief, waren wir verblüfft. Selbst Leute, die sich des Konzepts und Designs bewusst sind, können nicht immer sagen, ob etwas funktioniert.“
Selbst bei einem der revolutionärsten Videospielunternehmen der Welt hinterfragen die Menschen ihre Ideen und bezweifeln ihre Projekte, selbst wenn diese Projekte und Ideen dazu neigen, sich zu ganz besonderen Dingen zu entwickeln. Das ist etwas sehr Inspirierendes, oder?
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