SEGA stellt mysteriöses “Super Game” ein – weniger Free-to-Play geplant
SEGA will auf Kernmarken und traditionelle Games setzen. Comebacks von Crazy Taxi, Golden Axe und Jet Set Radio stehen weiter auf dem Plan.
Klaus Kainz Ein freiberuflicher Schreiber für Chronik-Themen, manchmal auch Kultur. Vor allem aber ist er faszinierter Zocker seit mehreren Jahrzehnten. Denn Resident Evil ist intensiver als jeder Horrorfilm, Bloodborne oder Metroid Prime immersiver als jeder Fantasy-Roman - und Dampf ablassen geht kaum besser als mit Streets of Rage oder Ninja Gaiden.
Jahrelang hat SEGA gegenüber seinen Investoren ein „Super Game“ angedeutet, welches “das gesamte Gaming-Ökosystem” umfassen sollte. Nun zieht der Konzern aus Japan allerdings den Stecker. Das könnte damit zu tun haben, dass man gleichzeitig weniger auf Live-Service-Games setzen will, die über mehrere Jahre hinweg unterstützt werden müssen. Besonders Projekte im Bereich Free-to-Play seien zuletzt nicht profitabel genug gewesen (via VGC).
Ursprünglich kündigte SEGA das “Super Game” im Jahr 2021 an. Über 800 Millionen Dollar sollten in das Projekt investiert werden. Es habe sich nicht um ein einziges Spiel, sondern die “Entwicklung von AAA-Titeln, die SEGAs umfassendes Technologieportfolio nutzen” gehandelt (via VGC). Im neuesten Quartalsbericht findet sich die Einstellung des “Super Games” nun in einer Randnotiz. Gegenüber dem Portal Game File gab die Firma ein etwas längeres Statement ab: “Angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbs auf dem Markt, des Aufkommens konkurrierender Titel mit ähnlichen Konzepten sowie unserer geschäftlichen Rahmenbedingungen haben wir beschlossen, die Entwicklung des Super Games im Geschäftsjahr, das im März 2026 endet, einzustellen.”
SEGA setzt auf klassische Spiele statt auf “Super Game”
Das könnte nun besonders Fans von Singleplayer-Spielen freuen. Über 100 Entwickler, die an Free-to-Play-Titeln gearbeitet haben, seien in Entwicklungsteams für “vollständige Titel” versetzt worden, um sich auf die wichtigsten IPs zu konzentrieren. Zuvor angekündigte neue Ableger von Jet Set Radio, Golden Axe, Crazy Taxi und Streets of Rage befinden sich allerdings weiterhin in Entwicklung. Die Comebacks dieser Serien wurden neben Shinobi angekündigt, das bereits im Vorjahr veröffentlicht wurde.
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Die wichtigsten Marken hat SEGA ebenfalls definiert und gleichzeitig die Verkaufszahlen des vorherigen Quartals bekanntgegeben. So viele Einheiten hat SEGA zuletzt absetzen können:
- Sonic: 990.000
- Like A Dragon (+Judgment): 1,38 Millionen
- Persona: 880.000
- Total War: 630.000
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