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Artikel von René Nikel +
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Wer aktuell einen neuen Gaming-PC plant, kommt an DDR5 kaum noch vorbei. Viele Gamer gehen deshalb davon aus, dass DDR4 langsam ausläuft und in wenigen Jahren keine Rolle mehr spielen wird. Genau dieses Bild könnte sich nun aber als falsch herausstellen.

Denn mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Intel auch im Jahr 2027 noch neue Prozessoren für den LGA1700-Sockel veröffentlichen könnte. Das Besondere daran: Die geplante Reihe mit dem Namen Raptor Lake Next soll weiterhin DDR4 unterstützen. Für viele Gamer wäre das eine überraschende Entwicklung.

Offiziell bestätigt wurde das bisher nicht. Allerdings berichten inzwischen mehrere Quellen über Intels angebliche Pläne. Demnach soll Raptor Lake Next als günstige Alternative neben den deutlich moderneren Nova-Lake-Prozessoren erscheinen. Dadurch könnten Besitzer bestehender Systeme noch einmal eine interessante Upgrade Möglichkeit erhalten.

Intel könnte günstige Aufrüstungen ermöglichen

Sollten sich die aktuellen Berichte bestätigen, könnten Besitzer älterer Systeme vergleichsweise günstig aufrüsten. Statt ein neues Mainboard und teuren DDR5-Speicher kaufen zu müssen, würde in vielen Fällen ein Prozessorwechsel ausreichen.

Gerade in Zeiten steigender Hardwarepreise dürfte das für viele Spieler interessant sein. Schließlich sind die Preise für DDR5-Arbeitsspeicher in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen. Verantwortlich dafür ist unter anderem die hohe Nachfrage aus dem KI-Bereich, die viele Speicherhersteller zunehmend beschäftigt.

Für preisbewusste Nutzer könnte eine weitere Generation mit DDR4-Unterstützung deshalb durchaus attraktiv sein. Schließlich bieten viele bestehende Systeme auch heute noch genügend Leistung für aktuelle Spiele. Besonders Besitzer von Core-Prozessoren der 12., 13. oder 14. Generation dürften diese Entwicklung aufmerksam verfolgen.

DDR4 ist noch nicht am Ende

Dass Intel ältere Plattformen länger unterstützt, wäre keineswegs ungewöhnlich. Auch AMD hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sich eine längere Lebensdauer bestehender Sockel für viele Nutzer auszahlen kann.

Genau diesen Weg könnte Intel nun ebenfalls einschlagen. Statt ältere Plattformen frühzeitig aufzugeben, würden Gamer mehr Zeit für ein Upgrade erhalten. Das wäre vor allem für Nutzer interessant, die ihre Hardware nicht alle zwei oder drei Jahre komplett austauschen möchten.

Zudem sollte man nicht vergessen, dass DDR4 auch heute noch für die meisten Spiele völlig ausreicht. Der Leistungsunterschied zu DDR5 fällt in vielen Titeln deutlich geringer aus, als manche vermuten. Gerade in Kombination mit einer schnellen Grafikkarte spielt der Arbeitsspeicher häufig nur eine untergeordnete Rolle.

Nicht jeder braucht sofort DDR5

Viele dürften sich über eine solche Entwicklung freuen. Zwar bietet DDR5 einige Vorteile, doch für viele Gaming-PCs reicht schneller DDR4-Speicher weiterhin problemlos aus. Wer bereits ein gutes LGA1700-System besitzt, könnte dadurch mehrere hundert Euro sparen.

Gerade Grafikkarte und Prozessor haben beim Gaming oft einen größeren Einfluss auf die Leistung als der Arbeitsspeicher. Viele investieren ihr Budget deshalb lieber in eine stärkere GPU statt in ein komplett neues Mainboard samt DDR5-Kit.

Noch bleibt vieles offen

Trotz der aktuellen Berichte sollte man die Informationen mit einer gewissen Vorsicht betrachten. Intel selbst hat sich bislang nicht zu einer möglichen Raptor Lake Next Reihe geäußert. Auch die genauen technischen Daten und die Anzahl der Modelle sind bislang unbekannt.

Falls sich die Gerüchte am Ende bestätigen sollten, könnte DDR4 allerdings deutlich länger relevant bleiben als viele bislang angenommen haben. Für Gamer wäre das durchaus eine gute Nachricht. Nicht jeder möchte für ein Upgrade gleich eine komplett neue Plattform kaufen.

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