Braucht ein Silent-PC heute noch eine Custom-Wasserkühlung?
Die ASUS RTX 5080 Noctua Edition brachte mich zum Umdenken. Warum ich mich bei meinem nächsten Build gegen eine Custom-Wasserkühlung entschieden habe.
René Nikel Seit Dino Wars oder North & South am Amiga hat sich in der Spieleindustrie so einiges verändert, meine Leidenschaft für Videospiele allerdings nicht. Bereits mit fünf Jahren hatte ich zum ersten Mal einen Joystick in der Hand und seit diesem Moment war die virtuelle Welt wie ein zweites Zuhause für mich. Ich finde so ziemlich jedes Genre interessant, selbst wenn es sich nur um einen kleinen Indie Titel handelt. Die aktuellste Nintendo Konsole und ein leistungsstarker PC gehören bei mir zur Grundausstattung. Seit mittlerweile fast zehn Jahren verbinde ich meine Begeisterung für Videospiele außerdem mit dem Gaming Journalismus.
Aktuell beschäftige ich mich intensiv mit dem Zusammenbau meines nächsten Gaming-PCs. Das Ziel ist dabei klar definiert. Das System soll leistungsstark, effizient und vor allem möglichst leise werden. Ursprünglich plante ich erneut eine Custom-Wasserkühlung. Für viele Silent-Enthusiasten galt sie schließlich lange als der beste Weg, maximale Leistung und minimale Lautstärke miteinander zu verbinden.
Während meiner Recherche nach den leisesten Komponenten am Markt bin ich jedoch auf eine Grafikkarte gestoßen, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Die ASUS GeForce RTX 5080 Noctua Edition. Mehrere internationale Hardware Magazine bezeichnen sie als eine der leisesten High End Grafikkarten überhaupt. Tom’s Hardware geht sogar noch einen Schritt weiter und nennt die RTX 5080 Noctua Edition die leiseste Grafikkarte, die das Magazin jemals getestet hat. Die RTX 5080 Noctua Edition setzt auf einen massiven Kühlkörper, mehrere Heatpipes und speziell abgestimmte Noctua-Lüfter. Das Ergebnis sind Lautstärkewerte, die in ersten Tests selbst erfahrene Hardware-Tester überrascht haben. Das wirft eine interessante Frage auf.
Braucht es für einen modernen Silent-PC überhaupt noch eine aufwendige Custom-Wasserkühlung?
Lange Zeit galt eine Custom-Wasserkühlung als die Königsklasse für Silent-Enthusiasten. Große Radiatoren, langsam drehende Lüfter und niedrige Temperaturen sorgten für einen nahezu lautlosen Betrieb. Doch moderne Luftkühler und Grafikkarten haben in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte gemacht. Besonders die Zusammenarbeit zwischen ASUS und Noctua zeigt eindrucksvoll, wie weit klassische Luftkühlung inzwischen gekommen ist.
Die wohl leiseste RTX 5080 am Markt?
Besonders beeindruckend ist dabei, dass ASUS diesen niedrigen Geräuschpegel nicht durch eine Reduzierung der Leistung erkauft. Die Karte liefert die volle RTX 5080 Performance und bleibt dabei erstaunlich kühl und leise. Gerade für Nutzer, die ihren PC direkt neben sich stehen haben, kann das ein entscheidender Vorteil sein. Schließlich nützt die schnellste Grafikkarte wenig, wenn sie unter Last wie ein Staubsauger klingt.
Auch bei der CPU-Kühlung hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Wer auf Luftkühlung setzt, kommt kaum am Noctua NH-D15 G2 vorbei. Zusammen mit den NF-A14x25 G2 Lüftern liefert Noctua derzeit eines der stärksten Gesamtpakete für Silent-PCs.
Wer lieber auf eine Wasserkühlung setzt, dürfte sich die be quiet! Silent Loop 3 360 genauer ansehen. Sie zählt aktuell zu den interessantesten AIO-Lösungen für Gamer, die hohe Kühlleistung mit möglichst geringer Lautstärke kombinieren möchten.
Braucht es heute noch eine Custom-Wasserkühlung?
Ich habe in den vergangenen Jahren bei nahezu jeder meiner Custom-Wasserkühlungen auf eine Aquacomputer D5 gesetzt. Zusammen mit hochwertigen Kühlern, ausreichend Radiatorfläche und einem guten Ausgleichsbehälter gehört sie für mich noch immer zu den besten Pumpen am Markt.
Trotzdem bleibt eine Erkenntnis bestehen. So gut eine D5 auch sein mag, ein leichtes Surren oder Brummen der Pumpe lässt sich selbst bei reduzierter Drehzahl oft nicht vollständig vermeiden.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht, ob eine Custom-Wasserkühlung besser ist, sondern was ihr mit eurem PC erreichen möchtet.
- AMD RX 6000: Technische Daten der neuen Grafikkarte durchgesickert
- Lesenswerter Artikel
- Nvidia GeForce RTX 3090: Bilder-Leak zeigt die riesige Grafikkarte
- Lesenswerter Artikel
- Nvidia GeForce RTX 3090: Preis soll extrem teuer werden
- Lesenswerter Artikel
Wer Wert auf Overclocking legt, gerne an seiner Hardware tüftelt und Spaß daran hat, seine Wasserkühlung immer weiter zu optimieren, für den bleibt eine Custom-Wasserkühlung auch heute noch eine hervorragende Lösung.
Geht es dagegen um einen möglichst effizienten, leistungsstarken und gleichzeitig leisen Gaming-PC, dann sieht die Sache mittlerweile anders aus. Mit Komponenten wie dem Noctua NH-D15 G2, den NF-A14x25 G2 Lüftern, der be quiet! Silent Loop 3 360 und der ASUS RTX 5080 Noctua Edition stehen heute Lösungen zur Verfügung, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wären.
Bei aktuellen Intel-Prozessoren würde ich persönlich eher zur Silent Loop 3 360 greifen. Die hohe Leistungsaufnahme der Topmodelle kann selbst einen NH-D15 G2 unter Volllast an seine Grenzen bringen. Um die Temperaturen zu halten, müssen die Lüfter deutlich schneller drehen, was sich in einem Silent-PC auch hörbar bemerkbar macht. Bei einem AMD Ryzen 9 9950X3D oder vergleichbaren Modellen würde ich hingegen ohne zu zögern zum Noctua NH-D15 G2 greifen.
Genau deshalb hat mich die RTX 5080 Noctua Edition so überrascht. Sie hat mich dazu gebracht, eine Entscheidung zu überdenken, die für mich lange selbstverständlich war. Für mein aktuelles Build wird statt einer Custom-Wasserkühlung ein Noctua NH-D15 G2 zum Einsatz kommen. Und genau das hätte ich vor wenigen Wochen vermutlich selbst nicht erwartet!
Hast du einen Fehler entdeckt oder weitere Infos zu diesem Artikel? Dann schick uns gerne dein !
Bei der Erstellung dieses Artikels kam Künstliche Intelligenz zum Einsatz (z. B. für Text, Recherche, Bilder oder Tabellen). Alle Inhalte wurden vor der Veröffentlichung sorgfältig von einem Menschen geprüft.






