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FAR: Changing Tides im Test (PS5) – Game Review

Indie Games gewinnen mehr und mehr meinen Vorzug und FAR zeigt mir mal wieder warum.

Review von
FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Das Wichtigste in Kürze

  • Wunderschöne optische Gestaltung
  • Eine fordernde Reise und Puzzle
  • Das Spiel kommt völlig ohne Text aus

Von der ersten Sekunde dieses Spiels hatte ich einen sehr starken Little Nightmares 2 Vibe verspürt. Das war gleich mehreren Faktoren geschuldet. Nicht nur ist es ein 2.5D Sidescroller-Puzzle Abenteuer, sondern man hat einen stummen Protagonisten und auch das Spiel selbst verzichtet auf Text und Sprache. Was allerdings LN 2 mit dem gruseligen Flair machte, ist in FAR: Changing Tides einfach malerisch. Es ist ein wirklich wunderschönes Spiel in einem ganz eigenen teils “steampunkigen” Stil.

Malerische Natur FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Malerische Natur FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

FAR: Changing Tides – Die Story muss man selbst entdecken

Zur Story von FAR: Changing Tides wird einem nichts erzählt. Das Spiel verzichtet komplett auf Sprache und Text. Es gilt also aus der Umgebung, den Hinweisen im Hintergrund und der Handlung der eigenen erlebten Abenteuer, herauszufinden was hier passiert ist. Es ist eine postapokalyptische Dystopie. Die Welt scheint (wie in Waterworld) unter Wasser versunken zu sein. Steampunkige gigantische Maschinerien zeigen die Überbleibsel der Menschheit. Aber von Menschen bisher keine Spur.

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Ich habe erst spät herausgefunden, dass es sich hierbei um den zweiten Teil eines bereits existierenden Game handelt. Ob dies aber auf der Geschichte von Teil 1 aufbaut, kann ich euch leider nicht sagen. Da ich diesen nicht gespielt habe. Und bisher wurde ich auch nicht ganz schlau aus der Story, beziehungsweise sind diese groben Details eigentlich auch schon Alles was mir direkt ins Auge gesprungen ist. Mir fehlt allerdings auch noch ein kleines Stück um es durch zu spielen.

Räume entdecken FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Räume entdecken FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

FAR: Changing Tides – Puzzles und Seefahrt in Einem

Das Gameplay dreht sich in diesem Spiel um zwei wichtige Key Faktoren. Einerseits das Lösen von doch recht kniffeligen Puzzle Sequenzen. Mit denen große Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Oder die dann ein gigantisches Eisentor öffnen, durch welches man weiter segeln kann. Allerdings erklärt einem das Game in keiner Weise was man zu tun hat. Da es keinen Text gibt, ist man auf die eigene Intuition angewiesen und muss sich durch Probieren voran tasten.

Der zweite Aspekt ist das Segeln. FAR: Changing Tides ist ein wirklich entspannendes Spiel. Da die Segel Sequenzen wunderschön gestaltet sind. Nachdem es keinen Fallschaden gibt, sind die Rätsel und das Schiff eigentlich Alles worum man sich kümmern muss. Letzteres wird mit fortschreitendem Level auch verbessert. Neue Maschinenräume und Antriebe werden freigeschaltet, um welche man sich während der reise über und unter Wasser kümmern muss.

Steampunk Tore FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Steampunk Tore FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Grafisch und Musikalisch pure Entspannung

Durch das eigentlich sehr entschleunigte Gameplay kommt man dazu die Umgebung zu genießen. Immerhin soll man auch durch diese die eigentliche Story verstehen lernen. Die Grafik ist entsprechend totale Entspannung für die Augen. Die Farbgebung des Spiels, die ruhigen Abläufe. Wenn man mal Tiere sieht, dann sind das schreitende Elche oder unter Wasser schwimmt ein riesiger Schwarm Quallen. Eine interessante Abwechslung zu der doch eher hektischen Gaming Welt.

Das Selbe kann man über die Musik im Game sagen. In den Sequenzen auf hoher See oder auch auf dem Meeresgrund, spielt es fast schon meditative Musik. FAR: Changing Tides setzt hier auf Relaxation pur. Aber diese Stimmung passt zum Spiel. Poppigere oder Action reichere Musik würde hier die Atmosphäre definitiv zerstören. Und wie auch letztes Jahr Little Nightmares 2, so punktet dieses Game eben mit der Atmosphäre die es schafft.

Tierwelt FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Tierwelt FAR: Changing Tides © Okomotive, Screenshot DailyGame

Fazit zu FAR: Changing Tides

Ich muss gestehen dass ich mich riesig über dieses Spiel freue. Wie auch bei Little Nightmares 2 hatte ich mich für dieses Review angemeldet ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben, was ich hier spielen werde. Und wie auch damals, überrascht mich dieser Indie Titel auf eine Weise die ich wirklich feiere. Es ist ein cooles Gameplay, total kreative und fordernde Puzzles. Aber das wirkliche Highlight sind die Sequenzen mit dem Schiff. Segel setzen und einholen um nicht irgendwo dagegen zu segeln. Den Maschinenraum anheizen und nicht überhitzen lassen. Einfach cool gemacht. FAR: Changing Tides zeigt mir wieder Mal wie genial solche simplen Indie Games sind. Mit der 2.5D Optik und einem kreativen Gameplay erreicht man oft mehr Unterhaltungs-Faktor als mit einem Tripple A Game. Eine sehr sauber verdiente Wertung hier.

ReviewWertung

8SCORE

Wieder mal ein wundervoller Indie Titel mit einer bildschönen Reise und fordernden Elementen. Nicht nur was die Rätsel angeht, sondern auch die Einbindung des Schiffs. Prädikat: Erlebenswert.

Detail-Wertung

Grafik

9

Sound

10

Gameplay

9

Story

8

Motivation

8

Steuerung

7

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