Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
- Das erwartet dich:
- Humor trifft auf düstere Story
- Gameplay: Mehr Chaos, mehr Freiheit
- Technik: Starke PC-Version, schwache Konsolenfassung
- Abwechslung durch Nebenquests und Bosse
- Looten, Shooten, Weiterspielen
- Fazit zu Borderlands 4 im Test
Borderlands 3 war für viele Spieler eine herbe Enttäuschung. Bugs, langweilige Quests und ein zu überdrehter Humor haben den Loot-Shooter damals fast an die Wand gefahren. Mit Borderlands 4 wagt Gearbox nun einen Neuanfang. Das Spiel setzt auf eine offene Welt, eine düstere Story und gleichzeitig auf das gewohnte Chaos, das die Serie berühmt gemacht hat. Aber reicht das, um die Reihe wieder an die Spitze zu bringen? Wir klären das im Borderlands 4 Test für dich!
Du schlüpfst in die Rolle von vier neuen Vault Huntern: Amon, Harlowe, Vex oder Rafa. Jeder bringt eigene Fähigkeiten, Spielstile und Persönlichkeit mit. Schon der Einstieg zeigt, dass Borderlands 4 ernster wirkt. Auf dem Planeten Kairos herrscht ein brutaler Diktator, der mit sogenannten Bolts die Bevölkerung versklavt. Diese Metallteile werden den Menschen direkt in die Wirbelsäule gezwungen. Eine grausame Methode, die den Ton des Spiels klar vorgibt.
Humor trifft auf düstere Story
Doch keine Sorge: Borderlands wäre nicht Borderlands, wenn es nicht trotzdem durchgeknallt bleiben würde. Zwischen ernsten Missionen stolperst du immer wieder in völlig absurde Quests. Mal triffst du auf eine Rakete, die unbedingt explodieren will, mal auf Psychos, die sich selbst widersprechen, während sie auf dich losstürmen. Dieser Wechsel aus Drama und Humor sorgt dafür, dass das Spiel nie zu schwer oder zu albern wird.
Besonders schön: Viele bekannte Charaktere sind zurück. Moxxie, Lilith und Zane geben sich die Ehre, und selbst Claptrap hat ein paar Auftritte. Allerdings nicht so nervig und übertrieben wie früher. Ein Bonuspunkt für Gearbox, dass sie hier die richtige Balance gefunden haben.
Gameplay: Mehr Chaos, mehr Freiheit
Das Herzstück bleibt das Kampfsystem, und hier liefert Borderlands 4 auf ganzer Linie. Alles wirkt flüssiger, schneller und wuchtiger. Du kannst nun gleiten, dich mit Enterhaken durch die Arenen ziehen und Gegner aus der Luft attackieren. Gerade in Kombination mit den verrückten Waffen sorgt das für spektakuläre Momente.
Die Kämpfe fühlen sich abwechslungsreich an. Mal stellst du dich einem Badass in engen Gängen, mal legst du dich mit gigantischen Bossen in offenen Arealen an. Die Mischung aus Elementarschaden, Spezialfähigkeiten und Waffenvielfalt sorgt für unendliche Möglichkeiten. Jede Auseinandersetzung ist ein kleines Feuerwerk aus Explosionen, Sprüchen und Loot.
Auch das Open-World-Design passt gut. Kairos ist ein riesiger Planet voller unterschiedlicher Zonen, von sumpfigen Gebieten über futuristische Städte bis hin zu grotesken Fleischverarbeitungsanlagen. Jede Region bringt eigene Gegner, eigene Nebenquests und jede Menge Geheimnisse mit.
Technik: Starke PC-Version, schwache Konsolenfassung
So stark Story und Gameplay auch sind, technisch schwächelt Borderlands 4 im Test immer wieder. Auf einem gut ausgestatteten PC läuft das Spiel butterweich und zeigt, was die Unreal Engine hier leisten kann. Texturen, Effekte und Lichteffekte sehen beeindruckend aus.
Auf den Konsolen sieht die Lage allerdings anders aus. Dort kämpfen Spieler mit Einbrüchen in der Bildrate, langen Ladezeiten und einem veralteten UI. Auch im Koop-Modus gibt es teils deutliche Ruckler, die den Spielfluss stören können. Das ist ärgerlich, denn gerade im Mehrspieler-Modus entfaltet Borderlands seine volle Stärke.
Abwechslung durch Nebenquests und Bosse
Ein großer Pluspunkt sind die Bosskämpfe. Jeder größere Gegner hat ein eigenes Moveset, spezielle Schwächen und spektakuläre Animationen. Hier merkt man, wie viel Arbeit Gearbox in die Gestaltung gesteckt hat. Besonders der Kampf gegen den Oppressor, ein gigantisches Konstrukt, gehört zu den Highlights des Spiels.
Auch die Nebenquests überzeugen. Klar, nicht jede Mission ist ein Treffer, aber viele kleine Geschichten bleiben im Gedächtnis. Von verrückten Dialogen bis zu unerwarteten Wendungen ist viel Abwechslung dabei. Das macht auch das Farmen von Loot weniger eintönig.
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Looten, Shooten, Weiterspielen
Borderlands 4 belohnt dich ständig mit neuem Loot. Waffen mit verrückten Eigenschaften, Schilde mit Spezialeffekten und Skins für deine Fahrzeuge warten hinter fast jeder Ecke. Auch wenn das Grundprinzip altbekannt ist, macht es immer noch süchtig. Besonders, wenn du im Koop mit Freunden unterwegs bist und das Chaos gemeinsam entfesselst.
Allerdings hätte man beim UI und Inventar-Management nachbessern können. Das Menü wirkt teilweise altbacken, und das Sortieren von Beute könnte intuitiver sein.
Hier zeigt sich, dass Gearbox den Fokus klar auf Gameplay und Story gelegt hat, aber die Komfortfunktionen etwas vernachlässigt hat.
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Fazit zu Borderlands 4 im Test
Borderlands 4 ist ein starkes Comeback für die Serie. Die Story ist intensiver, die Charaktere sind besser geschrieben, und das Kampfsystem ist das bisher beste der Reihe. Gleichzeitig bleibt der typische Borderlands-Humor erhalten, ohne ins Nervige abzudriften.
Doch nicht alles glänzt. Performance-Probleme auf Konsolen, ein veraltetes UI und fehlende Features bremsen das Erlebnis. Trotzdem bleibt Borderlands 4 ein Loot-Shooter, den du nicht verpassen solltest! Besonders, wenn du Chaos, Koop und verrückte Waffen liebst.
Getestet wurde die PS5-Version, die zur Verfügung gestellt wurde. Die PC-Version habe ich mir selbst gekauft, um die Unterschiede bei der Unreal Engine zu sehen.
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Test-System: AMD Ryzen 9 7900; 64GB Dominator RAM DDR5-6000; AMD Radeon RX 7900 XTX 24GB DDR6; Gespeichert auf NVMe M.2. Corsair MP600 PRO XT; ASUS ROG STRIX X670E-F GAMING Motherboard

