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Artikel von Tim +

Seit Netflix 2022 die Verfilmung von BioShock ankündigte, war es verdächtig still. Kein Trailer, kein Cast, keine konkreten Infos. Jetzt hat Produzent Roy Lee gegenüber Collider das Schweigen gebrochen und zumindest bestätigt: Das Projekt lebt. Der Film befindet sich weiter in Entwicklung, Regisseur Francis Lawrence ist nach wie vor an Bord, und ein Drehstart für 2027 gilt aktuell als realistischstes Szenario.

Warum hat es so lange gedauert?

Lawrence hatte schlicht andere Verpflichtungen. Zuerst drehte er The Long Walk, dann folgte der neue Hunger Games Film, der am 20. November 2026 in die Kinos kommt. Erst wenn die Postproduktion dazu abgeschlossen ist, kann er sich vollständig auf BioShock konzentrieren. Laut Drehbuchautor Andrew Kevin Walker wartet das gesamte Team darauf, dass Lawrence frei wird. Das Skript sei laut Lee inzwischen in sehr guter Verfassung. Wer das Projekt kennt, weiß, wie viel Arbeit in dieser Aussage steckt.

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Frühere Drehbuchentwürfe wurden mehrfach komplett überarbeitet.

Kleiner, aber nicht schlechter

Ein wichtiger Punkt, den Lee bereits 2024 auf der San Diego Comic-Con ansprach und der nach wie vor gilt: Netflix hat das Budget deutlich gekürzt. Aus dem ursprünglich geplanten 200-Millionen-Dollar-Blockbuster wird ein schlankerer, atmosphärischer Film. Kein riesiges Action-Spektakel also, sondern eine persönlichere Erzählung. Das klingt nach einem Kompromiss, muss aber keiner sein.

Die Welt von Rapture, der versunkenen Unterwasserstadt, lebt von Atmosphäre und nicht von Explosionen. Ein kleineres Budget könnte dem Film sogar helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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Film und Spiel sollen zusammen kommen

Das interessanteste Detail lieferte Lee fast nebenbei. Netflix und Take-Two wollen den Filmstart bewusst mit neuen Entwicklungen rund um das BioShock-Franchise abstimmen. Berichten zufolge arbeitet Cloud Chamber Studios bereits an einem neuen Spiel, vermutlich BioShock 4. Sollte der Film 2028 erscheinen, könnte zeitgleich ein neues Spiel angekündigt oder veröffentlicht werden. Ein koordinierter Doppelschlag für eine Marke, die seit dem dritten Teil 2013 keine großen Neuigkeiten mehr produziert hat.

Ob das klappt, hängt davon ab, dass beide Projekte ohne weitere Verzögerungen ihren Zeitplan halten. Und das ist bei BioShock bekanntlich keine Selbstverständlichkeit.

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