Avowed & The Outer Worlds 2 unter Erwartungen – Obsidian zieht Konsequenzen
Trotz guter Kritiken blieben die Verkaufszahlen hinter Microsofts Hoffnungen. Obsidian will Entwicklung künftig verkürzen.
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Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Obsidian Entertainment gehört zu den wichtigsten Rollenspiel-Studios im Xbox-Umfeld. Doch selbst starke Kritiken garantieren keinen finanziellen Erfolg. Studioleiter Feargus Urquhart hat nun offen eingeräumt, dass Avowed und The Outer Worlds 2 die internen Verkaufserwartungen nicht erfüllt haben.
Dabei stellt er Urquhart gegenüber Bloomberg (hinter einer Paywall) klar: „Sie sind keine Katastrophen. Ich werde nicht sagen, dass das ein Schlag ins Gesicht war. Es war eher so: ‚Das ist schade. Was lernen wir daraus?'“ Ein Satz, der viel über die aktuelle Lage aussagt.
Avowed und The Outer Worlds 2 waren „Kritikerlieblinge“, bekamen aber zu wenige Spieler ab
Beide Spiele wurden von Kritikern solide bis sehr gut bewertet. Avowed bekam bei Metacritic.com u.a. 80/100 bei 80 Kritiken. Ein solider Wert. The Outer Worlds 2 schaffte es sogar auf 83/100 bei 57 eingereichten Kritiken. Trotzdem reichte das offenbar nicht, um die wirtschaftlichen Ziele von Microsoft zu erreichen. Das zeigt erneut ein Problem moderner AAA-Produktionen: Hohe Qualität bedeutet nicht automatisch große Absätze.
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Ganz anders lief es bei Grounded 2, das sich laut Studio deutlich besser entwickelte. Gerade Updates wie „The Toxic Tangle“ stärkten das Interesse weiter. Die wichtigste Konsequenz betrifft die Entwicklung selbst. Urquhart sagt, man denke nun intensiv darüber nach, „wie viel wir in Spiele stecken, wie viel wir ausgeben und wie lange sie dauern.“ Ziel sei es, Entwicklungszeiten deutlich zu verkürzen.
Mehr AA-Games, statt aufwendiger AAA-Produktionen?
Statt sechs oder mehr Jahren sollen Projekte künftig eher drei bis vier Jahre dauern. Regisseur Brandon Adler ergänzt, dass kaum jemand siebenjährige Entwicklungszyklen möge, das sei eher eine ungewollte Entwicklung gewesen.
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Ein weiterer Punkt ist die Veröffentlichungspolitik. Pentiment-Regisseur Josh Sawyer betont, dass drei Releases in einem Jahr weder für Ressourcen noch für Mitarbeiter gesund seien. Solche Häufungen seien eher das Ergebnis von Problemen im Zeitplan. Künftig will man Projekte stärker verteilen, um Überlastung zu vermeiden und jedem Titel mehr Raum zu geben.
Was das genau für die Zukunft heißt, kann man aus den Aussagen nicht ganz deuten. Obsidian Entertainment wird weiterhin an Rollenspielen festhalten, aber diese werden vielleicht kürzer ausfallen in Zukunft.
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Das Xbox-Studio war die letzten Monate äußerst aktiv. Avowed kam am 18. Februar 2025 auf den Markt, eine PS5-Version soll bald nachgereicht werden. Grounded 2 erschien am 29. Juli 2025. Zuletzt veröffentlichte man The Outer Worlds 2 am 29. Oktober 2025. Gleich 3 Spiele in einem Jahr war wirklich erstaunlich. Seit 2018 ist der kalifornische Entwickler Teil der Xbox Game Studios und hat rund 280 Mitarbeitende.
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