Twin Mirror (PC) – Review
Ein neues Spiel und eine neue Story von DONTNOD Entertainment
Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Langsame und träge Steuerung
- Interessante Charaktere
- Leider sehr wenig zu tun
Twin Mirror ist der neuste Titel vom Life ist Strange-Entwickler DONTNOD Entertainment. Wir haben das Spiel für euch auf dem PC getestet. Ihr letzter Titel war Tell Me Why und laut DONTNOD haben sie noch ein paar mehr Games aktuell in Entwicklung.
Die Story folgt Sam, ein Journalist, der Aufgrund der Beerdigung seines besten Freundes zurück in seinen Geburtsort fährt. Doch kaum angekommen, spricht ihn die Tochter seines verstorbenen Kumpels an und äußert ihre Zweifel an dem Autounfall. Sam stimmt ihr zu und beginnt den Tod und den Unfall genauer zu untersuchen.
Das die Spiele des Entwicklers sehr Storylastig sind, ist nichts neues. Das hat sich auch in Twin Mirror nicht geändert. Doch außer laufen, reden und mit anderen sprechen gibt es tatsächlich Interaktiv nur sehr wenig was man selbst tun kann. Während es in Life is Strange und Tell Me Why noch interessant ist, stumpft dieses Signatur von DONTNOD immer mehr ab. Man hat alles irgendwie schonmal gesehen, die Spiele laufen teilweise nach ähnlichen Mustern ab. Auch wenn die Story interessant ist, kommt schnell Langeweile auf.
Erkunde deine Gedanken
DONTNOD wartet in seinen Storys ja immer neben den Thriller-Elementen auch mit Übernatürlichen Dingen auf. Da ist Twin Mirror keine Ausnahme. Sam kann sich in seine eigenen Gedanken transferieren um alte Erinnerungen erneut anzusehen. Des weiteren hat er… eine Art weiteren Mitbewohner der mit ihm regelmäßig kommuniziert und Aspekte der Geschehnisse diskutiert. Es ist dem System von Tell Me Why, wo die beiden Zwillinge ebenfalls auf Kindheitserinnerungen zugreifen können, gar nicht mal so unähnlich. Die Idee wurde also sozusagen Recycelt und in eine neue Story mit neuem Look transferiert.
Neben dem Erinnern, kann Sam in seiner Gedankenwelt aber auch die Hinweise die er gefunden hat nutzten um Ereignisse zu rekonstruieren. Erinnert ein wenig an die Sherlock Holmes Spiele von Frogwares. Allerdings können wir die Welt erst wieder verlassen, wenn wir die einzig richtige Schlussfolgerung zusammengebastelt haben. Hier wäre es natürlich wesentlich spannender Gewesen, den Detektiv-Aspekt etwas freier zu gestalten, als den Spieler dazu zu zwingen immer die richtige Antwort zu finden um den Fall unbedingt richtig zu lösen.
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Was allerdings neu ist, ist Sams imaginärer Freund. Er hilft Sam nicht nur, sondern spielt teilweise eine bedeutende Rolle wenn es um Entscheidungsfindung geht. Denn auch in diesem Spiel, haben die Antworten die man in Gesprächen gibt einen Einfluss auf den Verlauf der Story als auch darauf welches Ende man erreichen wird.
Schönes Setting, aber nichts besonderes
Wir befinden uns, wieder mal, in einer kleinen Ortschaft die in West Virginia angesiedelt ist. Die Grafik kann sich sehen lassen, auch die schauspielerische Darbietung ist gut gelungen und das Voice-Acting kann sich auch hören lassen. Hier hat DONTNOD keineswegs nachlässig gearbeitet. Ansonsten sind die übernatürlichen Elemente nicht so beeindruckend wie es in in Life is Strange. Auch Tell Me Why hat das rekonstruieren von Erinnerung auf eine schöne Art und Weiße gelöst. Die Umgebung von Sams Gedankenwelt ändert sich zwar immer zu, ist allerdings nichts was man nicht schon auch in anderen Spielen gesehen hat.
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Fazit zu Twin Mirror
Twin Mirror ist kein schlechtes Spiel, kann sich aber auch nicht von der breiten Masse hervorheben. Wer die Spiele von DONTNOD Entertainment mag, kann sicherlich auch diesem Spiel eine Chance geben. Denn es besitzt alle Elemente, die man von dem Entwickler gewohnt ist. Auch die Story ist nicht unbedingt schlecht, obwohl sie mir etwas linearer und teils erzwungener vorkommt wie die vorherigen Spiele. Ich hoffe das sich das Team für die Zukunft etwas Neues einfallen lässt.
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Test-System: Intel Core i7 8700K, Nvidia GeForce GTX 1070 Ti, 12x 3.70GHz, 16GB DDR4, Gigabyte Z370P D3 Mainboard. Gespeichert auf Crucial MX300 SSD


