Tell Me Why (PC) – Review
Auf der Jagd nach schmerzhaften Erinnerungen und einer noch grausameren Vergangenheit.
Eva Krumm Evas erste Gaming-Erfahrung war Pokémon auf dem Game Boy - ein prägendes Erlebnis, das ihre Leidenschaft für Videospiele entfacht hat. Zusammen mit ihrem Großvater entdeckte sie die Regenbogenstrecke in Mario Kart auf dem SNES, ein Moment, den sie bis heute mit Gaming verbindet. Besonders angetan haben es ihr JRPGs, Otome-Games und Horror, doch auch Indie-Perlen gehören zu ihrem festen Repertoire. Abseits des Spielens verfolgt sie mit Begeisterung aktuelle Entwicklungen in der Gaming-Szene und teilt ihre Eindrücke als Chefredakteurin bei DailyGame.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Sag mir warum
- Emotional und aufreibend
- Tolle Umsetzung zur Thematik Transgender
Tell Me Why ist der neuste Titel aus dem Hause Dontnod Entertainment, die bereits mit ihrer Life is Strange-Reihe für großes Aufsehen gesorgt haben. Der heute erschienen Titel ist exklusiv für Xbox One und PC. Das Spiel erscheint in 3 Kapiteln, das erste ist nun verfügbar. Kapitel 2 folgt am 3. September und Kapitel 3 am 10. September. Wir haben das Game bereits vollständig getestet, werden aber nur die grobe Story des ersten Kapitels anreißen um nichts vorweg zu nehmen.
Die Story dreht sich im die Zwillinge Alyson und Tylor Ronan, geborene Ollie, welche in kalten Alaska leben. Als die Mutter ihre 11-Jährige Tochter mit einer Schrotflinte Angriff, verteidigte sich Ollie gegen sie und tötete sie dabei versehentlich. Die Story setzt 10 Jahre nach diesem Ereignis an, als Ollie, die nun Tylor heißt, wieder auf seine Schwester trifft. Sie möchten das Haus ihrer Mutter Mary-Ann verkaufen und entdecken dort Dinge die dafür sorgen, dass sie sich erneut mit den Geschehnissen dieser traumatischen Nacht auseinander setzten müssen.
Tell Me Why, kleine Kobolde
Dontnod ist für sein großartiges Talent im Bereich Storytelling bekannt, gepaart mir ihren Protagonisten die immer eine übernatürliche Fähigkeit besitzen. Alyson und Tylor sind hierbei keine Ausnahme. Die beiden entdecken schon in ihrer Kindheit, dass sie mittels Telepathie miteinander kommunizieren können. Nachdem beide sich wieder treffen, da Taylor für den Mord seiner Mutter einige Zeit fortgeschickt worden war, kommt noch die Fähigkeit hinzu Erinnerungen erneut erleben zu können. Dabei unterscheiden sich diese allerdings teilweise in ihren Variationen. Eben so, wie sich der jeweils andere daran erinnert.
Bedauerlicherweise muss ich zugeben, gestaltet sich die Story dieses mal etwas schleppend. Zwar Beeinflussen die Entscheidung die Beziehung zwischen den Zwillingen und den anderen Charakteren, im gesamten allerdings war es nicht so mitreisend wie in Life is Strange 2. Auch die Rätsel im Spiel, die sich auf die Geschichten beziehen, die die beiden als Kinder geschrieben haben, sind sehr anstrengend. Wer ungerne Dokumente in einem Spiel liest, könnte ihr ein wenig frustriert sein. Denn es gibt verdammt viel zu lesen.

Tell Me Why: Tylor und Alyson nutzen ihre Fähigkeit, Erinnerungen erneut sehen zu können
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Tolle Umsetzung des Themas Transgender
Nicht nur, dass Dotnod gute Geschichten erzählt, oftmals bringen sie auch Themen in ihre Spiele ein die sonst eigentlich kaum in Games behandelt werden. In Life is Strange 1 und 2 war es zum Beispiel die Homosexualität. In Tell Me Why ist Tylor ein Transgender. Ein Mann gefangen in dem Körper einer Frau. Dies ist ein zentraler Punkt in der kompletten Geschichte und spiegelt gut die Emotionen der Menschen wieder, die sicherlich auch wie Tylor sowohl auf Support als auch auf Ablehnung gestoßen sind. Dafür arbeiteten die Entwickler und Microsoft eng mit der Organisation GLAAD zusammen, die sich für LGBTQ-Repräsentation in den Medien einsetzt.
Ein harmonisches Spiel
Auch wenn die Story nicht an die von Life is Strange heranreichen, ist das Spiel dennoch gut gelungen. Die Synchronsprecher sind autentisch und das Spiel besitzt eine schöne Grafik und präsentiert Alaska mit malerischer Landschaft. Auch bei der Musik haben sich Dotnod wieder viel mühe gegeben. In diesen Bereichen kann Tell Me Why klar punkten. Auch sollte gesagt sein, dass es wie immer mehrere Enden gibt.
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Fazit zu Tell Me Why
Tell My Why ist an sich ein tolles Spiel, mit einer interessanten und glaubwürdigen Thematik des Transgender. Einige Passagen sind leider etwas schleppend gestaltet, wodurch schon etwas Langeweile aufkam. Die Umsetzung die Erinnerungen der Zwillinge durch ihre besonderen Fähigkeiten darzustellen, ist eine spannende Art Flashbacks in das Spiel einzubringen. Auch bei den Entscheidungen ist man immer darauf bedacht, die richtige Wahl zu treffen. Wer die vorherigen Games der Entwickler bereits mochten, dürften sicherlich auch an diesem neuen Titel ihre Freude haben.
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