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Artikel von Eva +

Tales of Berseria Remastered war eine Entscheidung, die wohl viele Spieler überrascht hat. Nachdem die Remaster für Tales of Graces f und Tales of Xillia von Spielern und Kritikern gleichermaßen gut aufgenommen wurden, hatten ja die meisten mit dem Remaster zu Tales of Xillia 2 gerechnet. Mich eingeschlossen. Umso überraschter waren alle, als das Remaster zu Tales of Berseria angekündigt wurde. Wir haben das Remaster auf dem PC getestet und es direkt mit der normalen Version verglichen, die es ja auch auf dem PC gibt.

Zunächst zur Story. Tales of Berseria spielt in derselben Welt wie Tales of Zestiria, nur viele hunderte Jahre davor. Protagonistin ist Velvet Crowe. Sie lebt mit ihrem kranken Bruder Laphicet und ihrem Schwager Artorius ein scheinbar ruhiges Leben in einem kleinen Dorf. Die Welt wird von der Dämonenpest geplagt, einer Krankheit, die Menschen in blutrünstige Monster verwandelt. Doch die Ruhe währt nicht lange. Velvet muss zusehen, wie Artorius ihren Bruder in einem rituellen Mord opfert. Sie möchte ihn retten, scheitert aber. Dabei verwandelt sich ihr linker Arm in eine Dämonenklaue und sie wird für die nächsten drei Jahre eingesperrt, wo sie sich von anderen Dämonen ernähren muss. Velvet schafft es auszubrechen und hat nur noch ein Ziel vor Augen: Rache.

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Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Meine erste Erfahrung mit Berseria

Als ich Berseria das erste Mal gespielt habe, war das Game schon eine Weile draußen, weil ich mich anfangs nicht mit einer weiblichen Protagonistin und dem Setting anfreunden konnte. Oh man, war ich damals naiv. Ich habe es dann irgendwann doch gespielt, weil ich das Tales-of-Franchise liebe, und war natürlich, wie zu erwarten, total begeistert vom Spiel.

Was hat sich im Remaster verändert?

Das ist wohl die größte Frage, die ich mir gestellt hatte, und ich will hier auch nicht lange um den heißen Brei reden. Anders als bei Graces f und Xillia gab es zu den beiden keine PC-Version, mit der ich es vergleichen konnte. Die Titel waren auch wesentlich älter, kamen mit einigen Änderungen daher und auch das Grafikupdate hatte man natürlich deutlich gemerkt.

Doch wie ist es bei Tales of Berseria? Wenn ich ehrlich bin, es hat sich nicht sonderlich viel verändert. Ja, die Grafik ist etwas schärfer geworden, das kann man durchaus sehen. Bei den FPS hat sich bedauerlicherweise nichts getan. Sowohl das Original als auch das Remastered kann man entweder mit 30 FPS oder 60 FPS spielen.

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Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Anfangs hatte ich auch das Gefühl, sie haben an den Charaktermodellen gearbeitet, doch im Nachhinein hat sich da eigentlich nichts getan. Auch ansonsten gibt es keine großen Veränderungen. Was sie eingefügt haben, sind so Sachen wie automatisches Speichern, was es davor nicht gab, oder das Ausschalten von Gegnerbegegnungen. Man kann damit also durch das Spiel laufen, ohne gegen Gegner kämpfen zu müssen. Und es scheint mir so, als hätten sie Items in der Welt platziert.

Was auch hinzugefügt wurde, bereits für den ersten Durchgang, ist der Rangladen. Den kennt man ja jetzt bereits. Bei dem kann man bestimmte Dinge einschalten, um sich das Spiel zu vereinfachen oder zu erschweren, wie halbe Erfahrungspunkte oder doppelte Erfahrungspunkte, Objektkapazität erweitern und so einiges mehr. Und man kann sich auch direkt alle Objekte auf der Karte anzeigen lassen. Man merkt also, es sind viele kleine Gameplay-Elemente, die in Tales of Berseria Remastered hinzugefügt wurden.

Für wen lohnt sich das Remaster?

Auch gibt es natürlich unzählige DLCs beim Remastered, vor allem im Bereich Kostüme. Die Frage ist jetzt aber natürlich, ob sich der Kauf lohnt. Solltet ihr auf dem PC nicht das Original haben, würde ich sagen ja. Das Remastered läuft flüssiger, die Grafik ist etwas aufpolierter und die kleinen Upgrades machen das Spielen angenehmer.

Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Habt ihr aber das Original, würde ich nein sagen. Dann lohnt es sich eventuell mehr, mal auf einen Sale zu warten und sich das Remastered dann zuzulegen, wenn man es unbedingt haben möchte. Aber auch für alle anderen: Es lohnt sich, glaube ich, nur, wenn man das Original nicht hat. Und für Xbox beziehungsweise Switch kommt es ja so oder so zum ersten Mal raus. Für diese Spieler ist das Remastered wohl am interessantesten.

Nichtsdestotrotz ist das Spiel immer noch toll. Berseria bietet definitiv eine der düstersten Handlungen, die wir aus dem Tales-of-Franchise kennen. Mit Jude oder Asbel haben wir typische Weltverbesserer, mit denen wir die Welt bereisen. Velvet bietet einfach eine fantastische Abwechslung dazu und ich muss auch sagen, dass ich die anderen Charaktere echt gern mag. Die Mischung der Truppe passt wahnsinnig gut und es ist nicht alles immer Friede, Freude, Eierkuchen.

Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Tales of Berseria Remastered (c) Bandai Namco

Fazit zu Tales of Berseria Remastered

Tales of Berseria Remastered bleibt ein starkes JRPG mit einer genial düsteren Geschichte und einer Protagonistin, die sich deutlich von anderen Figuren der Reihe abhebt. Das Remaster selbst bringt allerdings nur kleinere Verbesserungen wie eine leicht schärfere Grafik, einige Komfortfunktionen und zusätzliche Gameplay-Optionen. Wer das Original bereits besitzt, bekommt hier kein großes Upgrade. Für Spieler, die Tales of Berseria noch nicht gespielt haben oder auf Plattformen wie Xbox oder Switch erstmals einsteigen, ist die Remastered-Version jedoch die angenehmste Möglichkeit, dieses düstere Kapitel der Tales-of-Reihe nachzuholen.

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Bewertung von Eva
Sehr Gut
8

Tales of Berseria Remastered bietet ein starkes JRPG mit kleiner technischer Auffrischung, richtet sich aber vor allem an Spieler, die das Original noch nicht gespielt haben.

  • Grafik
    8
  • Sound
    10
  • Gameplay
    8
  • Story
    10
  • Motivation
    9
  • Steuerung
    9

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