Star Wars 1977: Originalfassung feiert Premiere in London – ohne Lucas’ Änderungen
Beim „Film on Film Festival“ in London wird erstmals seit 1978 die originale Star-Wars-Version von 1977 gezeigt. Ohne Überarbeitungen.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Du denkst, du kennst Star Wars? Denk noch mal nach. Die Version von 1977, mit der alles begann, wurde seit Jahrzehnten vor der Öffentlichkeit versteckt – auf Wunsch von George Lucas selbst. Doch jetzt passiert das Undenkbare: Die originale Kinofassung kehrt zurück. Und zwar auf der großen Leinwand!
Im Juni dieses Jahres feiert das Film on Film Festival im British Film Institute (BFI) in London ein ganz besonderes Ereignis: Die Aufführung der originalen Technicolor-Kinokopie von Star Wars, wie sie 1977 in den Kinos lief. Keine nachträglichen Spezialeffekte, keine zusätzlichen CGI-Kreaturen, kein „Han shot second“.
Laut dem Telegraph (via IGN.com) ist es das erste Mal seit Dezember 1978, dass diese Version öffentlich gezeigt wird. Die Kopie selbst wurde bei -5 °C gelagert und ist laut Veranstaltern in nahezu perfektem Zustand – besser kann man das Star-Wars-Erlebnis kaum bekommen.
George Lucas wollte sie verschwinden lassen
Schon 1981 begann George Lucas, seinen Film Schritt für Schritt zu überarbeiten. In den 90ern erschienen die berüchtigten „Special Editions“, die immer wieder neue digitale Effekte und Szenen einführten. Viele Fans ärgerte es damals.
Lucas selbst war in der Vergangenheit deutlich: „Das ist so, wie ich ihn haben möchte. Es tut mir leid, dass Sie sich in den halbfertigen Film verliebt haben“, sagte er 2004 gegenüber Today.com. „Für mich existiert die alte Version nicht mehr.“
Er machte nie ein Geheimnis daraus, dass die Special Edition seine endgültige Vision sei. Das originale Filmmaterial wurde daher nie restauriert oder als Blu-ray veröffentlicht – abgesehen von einer groben VHS-Version, die Sammler bis heute hüten wie einen Schatz.

Ikonischer Schriftzug der mittlerweile Generationen begeisterte. Alles begann mit Star Wars: Episode IV – A New Hope (dt.: Krieg der Sterne) im Jahr 1977. – (C) Disney, LucasArts
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Star Wars 1977: Ein seltenes Kinoerlebnis für echte Fans
Die jetzt gezeigte Version ist eine der wenigen erhaltenen Technicolor-Kopien weltweit – und das erste Mal, dass Fans Eine neue Hoffnung in jener Fassung sehen können, die 1977 den Mythos begründete. Kein Wunder, dass sich viele fragen: Warum jetzt? Seit dem Verkauf von Lucasfilm an Disney im Jahr 2012 für über 4 Milliarden Dollar liegt die Entscheidung über das Star-Wars-Erbe nicht mehr bei Lucas allein. Ob Disney nun testet, wie groß das Interesse an einer offiziellen Wiederveröffentlichung der Originaltrilogie ist? Möglich. Offiziell geäußert hat sich bisher niemand dazu.
In der nächsten Zeit erwartet uns keine neue Star Wars-Trilogie. Derzeit ist The Mandalorian & Grogu für den 22. Mai 2026 geplant. Laut Daten von Disney sind zwei unbenannte Star Wars-Filme für die Jahresenden 2026 und 2027 ebenso noch in Arbeit. Angeblich soll es von Disney sogar ein Horrorprojekt im Star Wars-Universum geben.
Ob aus „Star Wars 1977“ mehr wird, vielleicht eine restaurierte Veröffentlichung für die breite Öffentlichkeit, bleibt abzuwarten. Aber eines ist sicher: In London wird wieder einmal Filmgeschichte geschrieben.
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