Sony widmet sich sexuellen Inhalten in PS4-Spielen: Zensur oder Schutz der Jugend?
Das Unternehmen ist besorgt über das potenzielle Risiko um seinen Ruf
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Viele haben es bereits vermutet, dass Sony strenge Regeln für sexuelle Inhalte den Entwicklern für PS4-Games auferlegt hat. Bisher hat es nur noch keiner zugegeben von den Verantwortlichen.
Das Unternehmen bestätigte gegenüber dem Wall Street Journal, dass Sony eigene Richtlinien für sexuelles Material in Spielen erstellt hat, die Bewertungssysteme wie die des ESRB und der PEGI außer Kraft setzen. Dieser Schritt soll Entwicklern dabei helfen „ausgewogene Inhalte anzubieten“.
Laut einer unbekannten Sprecherin des Unternehmen möchte man „das gesunde Wachstum und die Entwicklung junger Menschen nicht behindern“. Die Sprecherin gab jedoch keine genauen Angaben dazu, ab wann diese (erweiterten) Richtlinien in Kraft treten und wie sie im Detail aussehen. Immerhin gab es schon Beispiele dafür, wenn es Sony zu „bunt“ wurde.
Japanische Sex-Videospiele: Gefahr für Sony in Amerika?
Besonders in Japan und in einigen anderen Ländern werden Spiele produziert die gerade Frauen – und auch Mädchen – stark sexualisieren. Sony befürchtet es könnte Ziel „juristischer und sozialer Aktionen“ sein, wenn eines dieser Spiele ein amerikanischer Beamter in der Öffentlichkeit behandelt.
Ein Beispiel für die „Verhüllung“ ist Devil May Cry 5. In westlichen PS4-Versionen des Dämonenkampfspiels wurde Trish mit einem Blend-Effekt in einer Zwischensequenz verstekct. In der PC- und Xbox One-Version sowie in der japanischen PS4-Version sieht man das „milde Beispiel“ an Nacktheit.
Jugendliche im Videospiel schützen, aber im Internet ist alles frei(zügig)?
Sony schützt sein Image und beschneidet die künstlerische Freiheit der Entwickler? Ist es wirklich so, dass amerikanische Beamte nur darauf warten ein Unternehmen (aus dem Ausland) anzuprangern? In Filmen ist Nacktheit kein Problem, in Videospielen ein großes Drama das verboten gehört?
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Die „Verhüllungs-Richtlinien“ (wie ich sie jetzt nenne) werden der Dominanz der PS4 und Sony – vor allem im Westen – wahrscheinlich nicht wirklich schaden, aber etwas eigenartig finde ich die Regelung im Jahr 2019 schon. Nicht jeder Entwickler veröffentlicht ein Vergewaltigungs-Spiel.
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