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Sollte DC auch wie Marvel von einem Giganten gekauft werden?

Als Marvel von Disney gekauft wurde, dachte jeder: Das war´s. Aber Disney brachte uns das MCU. Würde ein Verkauf von DC auch das DCU retten?

Marvel vs. DC

Machen wir uns nichts vor, auch wenn Marvel und DC beide ihre Fangruppen hatten, DC war mit Batman und Superman viel präsenter in der allgemeinen Wahrnehmung als Marvel. Spider-Man zählte noch zu den bekannteren „Stars“ für die Allgemeinheit, X-Men wurden dank den Filmen größer. Aber DC hatte stets die Nase ein wenig weiter vorne. Dies zeigt auch die von Sheldon aus Big Bang Theory getragenen T-Shirts, welche mehrheitlich von DC-Helden wie Batman, Flash und Co. sind.

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Die Reboot-Phase

Alles sollte sich aber ändern, als man bei Marvel entschied mit Civil War einen Reboot seines gesamten Line-Ups an Superhelden und Stories durchzuführen. Der Schnitt brachte neue Fans und Stories, erschuf glatt ein Arsenal an verschiedenen Zweigen an Entwicklungen der Helden. Zusätzlich wurde parallel das Marvel Cinematic Universe erschaffen. Keiner nahm dies so recht wahr, da es zu Beginn nur hier und da ein paar Filme waren, aber es war ein ausgeklügelter Plan mit einer unglaublich weit im Voraus entwickelten Story, welche sich über alle Marvel-Filme im Laufe von zehn Jahren strecken sollte und ihre Auflösung in Inifinty Wars fand. Jeder, den Film gesehen hat, ging nur noch mit einem „Wow!“ aus dem Saal. Es war der Moment, auf den alle Fans gewartet hatten. Während es für Comic-Fans und Nerds ein Traum wahr, der in verwirklicht wurde, gewann Marvel noch eine Unzahl an Fans dazu.

Irgendwann in der Zwischenzeit ist dann auch DC aufgewacht. Man machte mit „the new 52!“ ebenfalls einen Reboot seiner Helden und Stories. Auch wenn es interessant und originell war, fühlte es sich einfach irgendwie wie eine Kopie an. Dann kam noch das DCU. Als DC-Fan wohl das Schlimmste, was man je über sich ergehen lassen musste (und noch immer muss!).

Die Kino-Phase

Die Batman Kinofilme waren nie wirklich perfekt, jedoch als dann die Dark Knight Trilogie von Christopher Nolan kam, waren alle wie weggeblasen. Es passte einfach alles, die gesamte Entwicklung von Batman und seinem Universum wurde mit tollen Schauspielern wie Christian Bale, Morgan Freeman oder Heath Ledger in Szene gesetzt. Man dachte nie, dass dies jemals übertrumpft werden könnte. Vom Flair der Filme und der Düsterheit der Story wird dies auch immer so bleiben.

Man of Steel

Ganz im Gegenteil dann dazu die Entwicklung der Superman-Filme. Nach der Christopher Reeves Trilogie der 80er ist ewig nichts Gutes gekommen. Henry Cavill war wirklich ein guter Darsteller für Superman, die Tatsache, dass man sich nun mitten in der Entwicklung der Filme getrennt hat, ist ein weiteres Zeichen für die Verzweiflung von DC in ihrem Cinematic Universe.

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Der Film „Man of Steel“ jedoch, ist eine ganz andere Story. Superman war stets der Strahlemann, auch wenn er das Gewicht der gesamten Welt auf seinen Schultern trug. Seine Familie zwang ihn nie, seine Kräfte zu verheimlichen. Der Vater stirbt lieber, anstatt sich von seinem Sohn mit Superkräften retten zu lassen. Was?! Dies verschlägt Clark in eine Identitätskrise und er begibt sich auf Weltreise? OK, man kann es verkraften das Lois von Beginn an über seine Identität weiß und es selbst recherchiert, aber alles andere wirkte wie eine schlechte Kopie der Dark Knight Saga. Nur weil man dort erfolgreich mit der dunklen Vergangenheit und der Verarbeitung dieser die Entwicklung zum Helden zeigen konnte, heißt es nicht, dass es ein Erfolgsrezept ist, welches auf jeden Superhelden passt.

OK, auch das konnte man irgendwo noch verkraften, weil es eben Superman war und sie hatten mit Zod doch eine gute Story gebaut. Was man mit Sicherheit nicht verkraften konnte, war dass Superman in einer Traumsequenz von seinem wahren Vater Jor-El als Kal-El das Familienwappen und den damit verbundenen Anzug erhalten sollte!

Batman vs. Superman

Es verging wieder ein wenig Zeit und es kamen Stimmen auf, dass ein Batman vs. Superman Film entstehen soll. Das wäre genau das, was man als Fan sehen wolle! Die Verfilmung des größten Kampfes aller Zeiten!

Dieses Gefühl ging gleich den Bach herunter, als man erfuhr, dass kein anderer als Ben Affleck Batman spielen wird! DC, was ist bloß los bei euch?! Ok, wieder schlucken wir und denken uns „alles wird gut“. Dann wurde Lex Luthor präsentiert. „Alles wird gut“.

Dann sah man den Film. „Es kann nicht mehr gut werden“. Batman tötet Menschen, der Kampf zwischen Superman und Batman baut sich über 2 Stunden auf und dauert dann keine 5 Minuten und wird damit beendet, dass die Mutter beider Superhelden den gleichen Namen trägt. „Rette Marta!“ Diese zwei Worte haben gereicht, um Batman zu überzeugen, dass Superman ein guter ist. Was?!

Dann springt noch Wonder Woman ein und alle kämpfen gemeinsam gegen das böses Monstrum, welches im Endeffekt dann Superman tötet. Ach und nebenbei wurden noch die weiteren, zukünftigen Mitglieder der Justice League offenbart, welche auf einem PC von Lex Luthor gefunden werden. Nicht nur, dass er Videomaterial über diese hat, er hat sogar ein Logo für jeden entworfen und die Videos so gespeichert!

Suicide Squad

Die Suicide Squad sollte auch noch ihren Sprung auf die Kinoleinwand machen. Harley Quinn und Joker waren durchaus gut besetzt, doch wurden die Szenen von Joker fast zu 100% aus dem Film geschnitten! Kein geringerer als Will Smith sollte Death Stroke spielen. Seine Interpretation: Ein einsamer, trauriger Papa, der nur mit seiner Familie leben will, aber leider eben böse ist und es deswegen nicht tun kann.

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Die weiteren Charaktere sind keine Erwägung wert. Vielleicht noch die Tatsache das Cara Delevigne als „Bösewicht“ gewählt wurde, die ein antike Hexe spielte, jedoch wirkte sie wie, als würde sie konstant unter Strom stehen oder gerade einen Salsa-Kurs machen, denn sie konnte nicht aufhören, sich zu bewegen. Dies war anscheinend ihre Superkraft.

Justice League und Co.

Es folgte noch ein mittelmäßiger Wonder Woman Film, welcher ganz klar eine weibliche Kopie von Captain America war. Er zog sich ewig in die Länge, basierend auf einer monotonen Story mit coolen Kampfsequenzen.

Jetzt war es so weit, die Justice League soll gegründet werden! Die letzte Hoffnung am DC-Himmel für die Fans, es jetzt noch gerade zu biegen. Doch es sollte einfach nicht sein. Eine plumpe Story, Superman kehrt zurück, Flash ist einfach nur furchtbar, Batman hat es überhaupt nicht drauf, man hat irgendwie gar keine Ahnung worum es geht. Lediglich Aquaman ist eine wirklich passende Besetztung, auf Cyborg gehe ich erst gar nicht ein.

Speed vs. Planung

Es ist schade. DC dachte, sie könnten in zehn Monaten das aufbauen für was Marvel sich zehn Jahre Zeit gelassen hat. Diese Angst, man habe wieder etwas verpasst, hat zu furchtbaren und schnell getroffenen Entscheidungen geführt. Ben Affleck hatte bereits als Daredevil bewiesen, dass er die Superhelden-Rolle nicht drauf hat. Ihm dann Batman nicht nur zu geben, sondern auch die Regie der Filme zu überlassen ist unverständlich. Er gab aufgrund der Kritik die Regie dann letztendlich selbst auf, dies machte es aber leider nicht besser. Man holte Zack Snyder, den Regisseur von Sucker Punch. Er hat alle DC-Filme seid Man Of Steel verantwortet. Ich habe einfach das Gefühl, dass DC für ihn eine Nummer zu groß war.

Kann wer das DCU noch retten?

Da stellt sich nun die Frage, würde DC auch so wie Marvel von einem Giganten wie Disney profitieren? Sollte sich jemand wie Warner Bros., welche alle DC Filme verantworten, nicht auch DC kaufen und somit die Führung und Entwicklung der Filme komplett übernehmen? DC scheint es einfach nicht auf die Reihe zu bekommen und findet kein passendes Team, diese Verantwortung zu tragen. Ständig erfährt man von Änderungen, Kündigungen oder anderen Debakeln.

Aquaman kommt noch dieses Jahr ins Kino. Dies ist vermutlich der einzige Film aufgrund des Hauptdarstellers, welcher wirklich die Erwartungen erfüllen könnte. Ein weiterer Wonder Woman Film ist für nächstes Jahr geplant, als auch ein Justice League Ableger. Batman soll auch noch einen Solo-Film bekommen.

Wir können nur hoffen, dass DC die Kurve kratzt und wir Fans doch noch am Ende des Tunnels Licht entdecken und nicht diese „Prophezeiung“ von Conan O´Brian:

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