Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Plausibel! - Die vorliegenden Hinweise wirken stimmig und nachvollziehbar.
Der Grafikkartenmarkt könnte vor einer überraschenden Zäsur stehen. Laut einem neuen Bericht plant NVIDIA im Jahr 2026 keine neue GeForce-GPU-Generation auf den Markt zu bringen. Sollte sich diese Information bestätigen, wäre es das erste Mal seit rund 30 Jahren, dass NVIDIA ein komplettes Jahr ohne neue Consumer-Grafikkarten verstreichen lässt.
Die Informationen stammen aus einem Bericht von TheInformation.com, auf den sich Insider mit direktem Einblick in die Situation berufen. Demnach habe NVIDIA intern beschlossen, den geplanten Release-Zyklus zu unterbrechen. Hauptgrund dafür sei eine sich verschärfende globale Speicherknappheit, die maßgeblich durch den anhaltenden KI-Boom verursacht wird.
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Speicherknappheit trifft auch Gaming-GPUs
Auch wenn Gaming-Grafikkarten und KI-Beschleuniger unterschiedliche Speichertypen nutzen, greifen sie auf dieselben Rohstoffe zurück und werden von denselben wenigen Herstellern beliefert. Dazu zählen Samsung Electronics, SK Hynix und Micron Technology.
Durch die explosionsartig gestiegene Nachfrage nach KI-Hardware stoßen diese Hersteller zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. Neue Produktionsstätten lassen sich nicht kurzfristig errichten, da der Aufbau moderner Fertigungsanlagen Jahre dauert. Die Folge: Speicher bleibt knapp und teuer. Das merkt man auch bei Grafikkarten: Der Preischeck einer ASUS Prime GeForce RTX 5080 OC zeigt, dass diese am 6. Dezember rund 1.050 Euro gekostet hat. Heute verlangt der „günstigste“ Händler in Österreich 1.499 Euro dafür. Bei Amazon.de* bekommt man sie erst ab 1.549,99 Euro. Also 500 Euro mehr in nur 2 Monaten. Krass!

Nvidia baut übrigens wieder die GeForce-RTX 3060, damit es überhaupt erschwingliche Grafikkarten am Markt gibt. Wie großzügig… – Bild: Nvidia
Fokus auf KI statt Gaming
Berichten zufolge priorisiert NVIDIA aktuell klar sein hochprofitables KI-Geschäft, dass nicht wirklich neu ist. KI-Beschleuniger erzielen deutlich höhere Margen als klassische Consumer-Grafikkarten. Entsprechend sollen verfügbare Speicherchips bevorzugt in diesen Bereich fließen. Das habe bereits konkrete Auswirkungen: Die Produktion der aktuellen GeForce RTX 5000-Serie soll reduziert worden sein. Das würde erklären, warum viele Modelle weiterhin schlecht verfügbar sind und die Preise im Handel steigen. NVIDIA selbst bestätigte, dass die Nachfrage nach GeForce-GPUs hoch sei, die Speicherverfügbarkeit jedoch limitiert bleibe.
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Ursprünglich soll NVIDIA für 2026 ein kleines Zwischen-Upgrade der RTX-5000-Reihe geplant haben. Das Projekt trug intern den Codenamen „Kicker“ und war kein vollständiger Generationswechsel, sondern eher eine moderate Auffrischung. Dieser Plan sei jedoch bereits im Dezember gestrichen worden, ohne neuen Zeitplan.
In der Konsequenz verschiebt sich laut Bericht auch die nächste echte Generation. Die GeForce RTX 6000-Serie, die auf der kommenden „Rubin-Architektur“ basieren soll, werde nun frühestens 2028 erwartet. Zuvor war eine Markteinführung gegen Ende 2027 im Gespräch.
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Was das für uns als Gamer bedeutet
Sollte NVIDIA 2026 tatsächlich keine neuen GPUs veröffentlichen, würde das den Markt spürbar verändern. AMD und Intel könnten die Gelegenheit nutzen, Marktanteile zu gewinnen. Für Spieler bedeutet das vor allem eines: längere Lebenszyklen bestehender Hardware und voraussichtlich weiter stabile, teils hohe Preise.
Wer sich das Geld für eine Nvidia-Grafikkarte im High-End-Bereich sparen möchte, kann auch zu AMD greifen. Eine ASUS TUF Gaming Radeon RX 9070 OC Edition 16GB GDDR6 bekommst du bereits für 805,33 Euro auf Amazon.de*. Im Vergleich mit der oben genannten ASUS Prime GeForce RTX 5080 OC musst du zwar auf einiges verzichten, aber der Preis spielt eine große Rolle. Immerhin kostet die Karte fast die Hälfte! Die RTX 5080 ist stärker und richtet sich klar an 4K-Gamer mit Raytracing, hohen FPS und modernen Features wie DLSS, während die RX 9070 OC eher eine starke 1440p-Karte ist. Wenn du keinen High-End-Monitor hast, wird es die AMD-Karte also auch machen.
Doch zurück zu Nvidia: Noch handelt es sich um einen Bericht, keine offizielle Bestätigung. Doch die Hintergründe wirken plausibel und passen zur aktuellen Entwicklung im Halbleitermarkt. Wenn sich die Speicherknappheit nicht entspannt, dürfte 2026 für GPU-Upgrades ein ungewöhnlich ruhiges Jahr werden. Für Arbeitsspeicher muss man schon fast illegal seine Organe verkaufen. So kostet das RAM-Kit „Corsair Dominator Titanium RGB grau UDIMM 64GB Kit, DDR5-6000“ bereits 1271,64 Euro bei Amazon.de*! Zum Vergleich: Am 07. Juni 2025 hättest du dafür knapp 300 Euro bezahlt. Also satte 1.000 Euro mehr! Auf jeden Fall wird dies ein krasses Jahr, wenn du wirklich vor hast dir einen neuen Gaming-PC zu bauen. Empfehlen würde ich es dir nicht!
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