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Artikel von Markus +

Nintendo steht erneut im Rampenlicht – diesmal wegen der kontroversen Game Key Cards der Switch 2. Diese neuen Karten enthalten keinen physischen Datenträger mehr, sondern lediglich eine Lizenz zum Herunterladen. Kritiker befürchten bereits den Anfang vom Ende klassischer Spieleverpackungen. Wird es nach dem Launch keine physischen Spiele für die Switch 2 mehr geben?

Doch laut ehemaligen Nintendo-Marketingleitern ist das Gegenteil der Fall: Nintendo wird physische Spiele nicht aufgeben. Ganz im Gegenteil – die Firma wisse genau, wie wichtig sie für Fans seien.

„Nintendo versteht sein Publikum“

In ihrer YouTube-Show äußerten sich Kit Ellis und Krista Yang, die früher im Marketingteam von Nintendo of America arbeiteten, zu den Game Key Cards. Gemeinsam mit einem weiteren Ex-Mitarbeiter, der im Einzelhandel tätig war, erklärten sie die Beweggründe hinter diesem neuen Format.

Die Karten seien lediglich eine Weiterentwicklung der bekannten „Code-in-a-Box“-Lösungen. Doch anders als bei einfachen Downloadcodes bieten Game Key Cards eine echte Hülle – etwas, das Spieler anfassen, sammeln und weiterverkaufen können. Nintendo wolle so dem Einzelhandel treu bleiben und den Kunden etwas Physisches in die Hand geben.

Nintendo verdient mehr an digitalen Switch 2-Spielen, aber…

Natürlich, so Ellis, sei der digitale Verkauf lukrativer. Dennoch glaube Nintendo weiterhin an physische Medien, weil sie für viele Fans eine emotionale Bedeutung hätten. Gerade First-Party-Titel wie Mario Kart oder Pokémon seien Spiele, die Fans besitzen möchten – nicht nur digital, sondern greifbar in den Händen. „Die physische Natur von Videospielen wird nicht verschwinden“, betont Ellis. Und: „Nintendo wird sie nicht abschaffen.“ Das Unternehmen verstehe, dass die Marke mit physischen Spielen gewachsen sei – und dass man diese emotionale Verbindung nicht leichtfertig aufs Spiel setzen werde.

Laut dem Ex-Einzelhandelsmitarbeiter aus der Runde sei intern niemand besonders begeistert gewesen von den reinen Code-Verpackungen. Doch Game Key Cards böten nun eine Lösung, die digitale Flexibilität mit physischer Präsenz kombiniere. Spieler bekommen zwar keinen Datenträger, aber immerhin ein echtes Produkt.

Nintendo gehe es laut Ellis darum, „beides zu ermöglichen“. Und solange große First-Party-Titel weiterhin physisch erscheinen, bleibt diese Bindung zur Marke bestehen. Eine vollständige Umstellung auf digital sei daher aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

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