New World: Gold-System so mies, dass Spieler auf Tauschen ausweichen
Das Wirtschaftssystem in New World ist so schlecht, dass die Spieler lieber den Tauschhandel vorziehen. Das sind die Hintergründe.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
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Die ersten Wochen in New World waren für viele Spieler spannend, aber langsam geht der Content und das Gold aus! Spieler entdecken eine Menge Probleme, einschließlich den Mangel an Inhalten, Abwesenheits-Tracking, Unbesiegbarkeitsfehler und mehr. Außerdem leidet die Wirtschaft in New World unter einer Deflation und bricht gerade zusammen.
Jeder kennt es aus dem echten Leben: Preise steigen, es kommt zur Inflation. New World hingegen erlebt eine Deflation, also das die Preise sinken. Dies wird am häufigsten dadurch verursacht, dass Menschen Geld aufgrund einer begrenzten Geldmenge horten – und genau das passiert im Spiel von Amazon.
In New World können Spieler Geld (oder „Münzen“) durch das Abschließen von Quests, das Töten von Mobs und die Bergung gewinnen, aber das Geld, das sie erhalten, reicht nicht aus, um dem weggenommenen Geld entgegenzuwirken. Grundsteuern, Herstellungskosten und Reparaturen kosten viel mehr Geld, als Spieler gewinnen – insbesondere, wenn hochrangige Spieler die Levelobergrenze erreicht haben und den Vorrat an Quests des Spiels erschöpft haben. Dadurch sind die Preise für Handwerksmaterialien die letzten Tage eingebrochen, wobei Erz nur noch ein paar Cent kostet.

New World erschien am 28. September 2021. Das MMO leidet bereits jetzt an einer massiven Deflation. – (C) Amazon Game Studios
New World: Spieler kehren zum guten alten Tauschhandel zurück
Das Spiel ist an einem Punkt angelangt, an dem Spieler auf eine Art Tauschsystem zugreifen, um zu vermeiden, dass man Münzen bei Händlern im Spiel ausgibt. Der direkte Tausch mit anderen Spielern ermöglicht es, etwas Geld einzusparen, reduziert aber auch die Gesamtmarktaktivität erheblich.
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Nicht nur das der Handel erschwert wird, die Deflation hat extrem negative Auswirkungen im Spiel. Fixkosten sind viel zu teuer, weil es keine einfache Möglichkeit gibt an Münzen zu kommen. Es ist oft billiger, eine brandneue Waffe zu kaufen, als eine alte zu reparieren, es sei denn man führt eine Waffe auf einem hohen Niveau.
Die Deflation ermutigt auch nicht wirklich einen Beruf im Spiel anzunehmen, wenn man kein Geld damit verdienen kann. Warum sich also die Mühe machen? Es macht auch wenig Sinn neues Territorium zu übernehmen, wenn man sich die Grundsteuern oder die Kosten für den Wiederaufbau der Handwerksstationen nicht leisten kann.
Amazon muss also jetzt reagieren um einiges am Spiel zu reparieren. Die Steuern müssen runter, die Reparaturkosten niedriger ausfallen und mehr Goldquellen aufgemacht werden. New World wird sonst sterben, bevor es überhaupt angefangen hat zu leben, wenn es so weiter geht.
Erst vor wenigen Tagen ist Update 1.0.3 erschienen.
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