Studie: 72% der Entwickler sehen Steam als Quasi-Monopol am PC-Markt
Steam Monopol – Laut einer neuen Branchenstudie fühlen sich viele Studios zu abhängig von Valve. Die meisten Einnahmen kommen weiterhin über Steam, doch Alternativen gewinnen langsam an Bedeutung.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Du kennst Steam als die zentrale Plattform für PC-Games? Fast jeder nutzt sie, fast jeder veröffentlicht dort und genau darin liegt das Thema, das Entwickler-Studios aktuell beschäftigt. Eine neue unabhängige Studie von Rokky („The State of PC Game Distribution“; via GamesIndustry.biz) zeigt nun deutlich: Rund 72 Prozent der befragten Entwickler glauben, dass Steam ein Monopol im PC-Gaming besitzt. Und mehr als die Hälfte fühlt sich von der Plattform geschäftlich abhängig.
Insgesamt wurden 306 Branchenverantwortliche aus Großbritannien und den USA befragt, die zwischen dem 18. und 22. Mai 2025 an der Studie teilnahmen. 75 Prozent davon sind Führungskräfte oder arbeiten auf Geschäftsleitungsebene, 77 Prozent kommen aus Studios mit über 50 Mitarbeitenden. Wir sprechen also nicht von Hobby-Teams, sondern von Unternehmen, die das PC-Gaming-Geschäft prägen.
PC-Spieler fühlen sich auf Steam zuhause
Steam bietet den bekanntesten Store, eine gigantische Nutzerbasis, komfortable Zahlungsabwicklung, starke Community-Funktionen und automatische Updates – kurz: alles, was das perfekte PC-Ökosystem ausmacht. Genau dadurch entsteht jedoch auch jene Abhängigkeit, die große Studios inzwischen kritisch betrachten. Denn wenn ein einziger Store den Markt bestimmt, kann das langfristig Innovation und Preisgestaltung beeinflussen.
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- 48 Prozent haben bereits sowohl bei Epic Games Store als auch im Xbox PC Games Store veröffentlicht
- 10 Prozent nutzten GOG
- 8 Prozent veröffentlichten über Itch.io

Vor allem kostenlose spiele wie das „hauseigene“ Counter-Strike 2 locken Millionen von PC-Spieler zu Steam. – Bild: Valve
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Auffällig ist hier der Trend: Während größere Studios häufiger Alternativen wie Epic nutzen, bleibt Itch.io vor allem ein Raum für Indie-Entwickler. Epic lockt zwar mit besseren Umsatzbeteiligungen, doch vielen fehlt dort die gewohnte Sichtbarkeit und Community-Bindung.
Aber: Viele Studios äußern zugleich Sorgen über graue Märkte, bei denen Keys ohne klare Herkunft gehandelt werden. Hier geht es nicht nur um verlorene Umsätze, sondern um den Verlust der Kontrolle über das eigene Produkt.
An der Plattform von Valve kommt im PC-Sektor (fast) niemand vorbei
Studios beginnen ihre PC-Spiele auch wo anders sicherbarer zu machen. Was bedeutet das für dich als Spieler? Mehr Vielfalt, mehr Plattformen, mehr Angebote, aber auch mehr Launcher, Accounts und Ökosystem-Trennung. Die Zukunft könnte bunter werden, aber auch fragmentierter. Ob die PC-Spieler das auch wollen? Immerhin gab es schon viele „Launcher“ die gescheitert sind.
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Steam ist Marktführer und wird das vorerst bleiben. Doch die Branche will sich langsam hin zu mehr Verteilung, mehr Experimenten und mehr Plattformen entwickeln; so die Entwickler-Studie.
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