The Elder Scrolls 6: Ex-Loremaster erklärt Abschied von Bethesda und verpasste „Star Wars“-Vision
Bethesdas früherer Elder-Scrolls-Loremaster spricht erstmals über seinen Abschied, interne Probleme und seine düstere Vision für TES6.
Markus Bauer Markus spielt Videospiele, seit er denken kann, und schreibt seit über 25 Jahren über Gaming. Am PC liebt er Ego-Shooter und Echtzeit-Strategie, auf Konsolen vor allem Action-Adventures und Rennspiele. Mit seinen Kindern zockt er auch gerne Minecraft und Rocket League. Seit Jahrzehnten baut Markus seine PCs selbst – immer mit Blick auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sein aktueller PC: ein Big Tower, damit auch moderne Grafikkarten bequem Platz finden.
Über 20 Jahre lang war Kurt Kuhlmann einer der wichtigsten Köpfe hinter der Welt von The Elder Scrolls. Als „Loremaster“ prägte er Tamriel wie kaum ein anderer. Als er Bethesda 2023 verließ, blieb es lange still um die Gründe. Jetzt spricht er offen und seine Aussagen werfen ein neues Licht auf The Elder Scrolls 6.
Kuhlmann beschreibt Bethesdas Wandel von einem kleinen, engen Entwicklerteam zu einem riesigen Studioverbund mit mehreren Standorten (via PCGamer.com). Spätestens bei der Entwicklung von Starfield habe es immer häufiger Kommunikationsprobleme gegeben. Teams hätten teils unterschiedliche Anweisungen erhalten, Entscheidungen seien durch mehrere Management-Ebenen gelaufen und nicht mehr klar nachvollziehbar gewesen.
Was früher ein Gespräch im Büro war, wurde Bürokratie. Für Kuhlmann, der Spiele aktiv gestalten wollte, fühlte sich diese Entwicklung zunehmend falsch an.
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Das nicht eingelöste Versprechen zu „The Elder Scrolls 6“
Der entscheidende Bruchpunkt hängt jedoch direkt mit TES6 zusammen. Nach Skyrim habe Todd Howard ihm mündlich zugesagt, dass er die Lead-Designer-Rolle für den nächsten Elder-Scrolls-Teil übernehmen würde. Doch statt TES6 folgten Fallout 76 und ein jahrelanges Starfield-Projekt. Über elf Jahre wartete Kuhlmann, bis Bethesda entschied, ihm die Rolle doch nicht zu geben. Zwar gesteht er heute ein, dass die moderne Lead-Rolle stark Management-lastig ist und ihm wohl nicht mehr gelegen hätte, dennoch war die Entscheidung ein tiefer Einschnitt.
Besonders spannend ist, was Elder Scrolls 6 laut Kuhlmann hätte sein sollen. Seine Idee: ein düsteres Kapitel wie „The Empire Strikes Back“. Die Thalmor sollten gewinnen, das Böse die Oberhand behalten. Hoffnung nur im Hintergrund, als Vorbereitung für einen späteren Teil. Eine solche Geschichte hielt Bethesda laut ihm jedoch für unrealistisch, vor allem bei extrem langen Release-Zyklen.
Kuhlmann ging ohne Bitterkeit, aber mit Wehmut. Seine Aussagen zeigen: The Elder Scrolls 6 hätte ein völlig anderes Spiel werden können. Und sie erklären, warum einer der wichtigsten Köpfe der Reihe heute nur noch zuschaut, genau wie die Fans. Ob wir TES6 heuer sehen werden? Es gibt Hoffnungen, aber nichts Offizielles.
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