Chivalry 2 (PS5) – Game Review
Chivalry 2 ist gerade auf PC und den Konsolen gelandet. Das Mittelalter-Battlefield ist ein wahres Gemetzel.
Sinan Huemer Ich bin der Beweis, dass man durch zu viel Fernsehen und Videospiele nicht brutal wird. Man wird nervig. Fragt jeden der mir zuhören muss.
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- Das Wichtigste in Kürze
- Friendly Fire mit Schwertern
- Gewaltige Schlachten
- Die Steuerung ist nur PC optimiert
Wenn man sich in ein Match bei Chivalry 2 stürzt und dabei in ein 64 Spieler Match begibt, ist es ein wahres Schlachtfeld. Irgendwo habe ich den Vergleich gelesen „Chivalry ist wie Battlefield nur mit Schwertern“ und das trifft es auch ganz gut. Das Game ist sofortige Multiplayer Action, brutale Fights und das in einem mittelaterlichen Setting. Das klingt zunächst nach jede Menge Spaß, es kann sich aber als sehr schwierig herausstellen.
Chivalry 2 : Schlachten statt Story
Also wenn Chivalry 2 eine Story hat, dann habe ich diese nicht nur nicht mitbekommen, sondern gekonnt ignoriert. Es ging für mich nach dem Tutorial sofort in die Multiplayer Schlachten. Naja, nicht ganz sofort, denn die Server waren zunächst überlastet. Diese Überlastung war mehr als frustrierend und ließ mich das Game mehrfach neustarten, ehe ich endlich in ein Schlachtfeld kam. Dort verging dann kaum ein Augenblick ohne Kampf.
In einem 32 vs 32 Spieler Feld ging es darum die Stadt und die Tore des Schlosses vor einem Angriff der Gegner zu bewahren. Kaum im Spiel standen auch schon die ersten Gegner direkt vor mir. So weitläufig die Map auch auf den ersten Blick scheint, so schnell ist man im Geschehen. Und was für ein Gemetzel es ist. Trotz unterschiedlicher Farben, erkennt man im Gewusel oft die Feinde nicht. Aber das macht es auch Unterhaltsam, so ehrlich muss ich sein.
Chivalry 2 : Ein Feld aus Freunden und Feinden
Der Nachteil und auch der Spaß Faktor dieser großen Schlachten, ist das Friendly Fire. Mit jedem Schwerthieb, Lanzenstoß oder auch Pfeil, kann man Freunde genauso hart treffen wie Feinde. Man muss also aufpassen wie man seine Waffe einsetzt. Oder auch genau hinsehen, wen man gerade attackiert. Allerdings kann ein übermotivierter Team Kollege übersehen dass man gerade angreift.
In diesem Fall springt dann schon mal von der Seite ein Freund mitten in den Hieb mir der schweren Axt und kassiert den Treffer der für den Feind gedacht war. Auch wenn es natürlich schade ist und es das Team einen Punkt kostet, so muss man da echt lachen. Dieses Chaos macht Chivalry 2 unberechenbar aber auf unterhaltsame Weise. Sofern das nicht absichtlich passiert, kann man ja nur drüber lachen.
Verschiedene Einheiten für verschiedene Stile
Vier verschiedene Einheiten wie auch in Battlefield, machen den Vergleich nur noch spürbarer. Bogenschützen für den Fernkampf. Und drei verschiedene Nahkampf-Klassen. Mit entweder schweren Äxten und Hämmern, Lanzen und Stangenwaffen und der klassische Ritter mit Schild und Langschwert. Diese Klassen spielen sich wirklich sehr unterschiedlich und halten aufgrund ihrer Ausrüstung auch unterschiedlich viele Treffer aus.
In Chivalry 2 funktioniert das Kampfsystem mit Angriffen und Paraden. Diese können angetäuscht werden oder auch durch ziehen der Kamera verlängert. Denn der Blick der Kamera bestimmt tatsächlich die Schwungrichtung der Waffe. Und obwohl mich die Nahkämpfe ursprünglich am meisten gereizt hatten, so fand ich den Bogenschützen letztlich am coolsten zu spielen. Auch wenn der quasi wehrlos ist sobald der Gegner es in die Nähe schafft.
Grafik und Audio passen zum Spiel
Also die Grafik und auch der Ton von Chivalry 2 sind nicht die Revolution des Gaming. Aber das ist in diesem Spiel auch absolut nicht nötig. Das Gameplay und die wirklich chaotisch interessanten Schlachten sind so unterhaltsam, dass man die trotzdem solide Grafik ignoriert und die Audio das Geschehen einfach unterstreicht. Die Kampfgeräusche hören sich gut an und auch realistisch.
Wo einem das Lachen auskommt, sind die Kampfschreie der Charaktere. Vermutlich ist das aber genau die Absicht von Torn Banner Studios. Aber wenn der Charakter als Kriegsgebrüll klingt wie ein pubertärer kleiner Junge im Turnunterricht, ist einfach zum brüllen komisch in der Situation. Der schwarze Humor geht auch weiter, wenn man den abgetrennten Kopf eines Gegners oder Freundes aufheben und als Schild benutzen kann.

Sieg Chivalry 2 © Torn Banner Studios, Screenshot DailyGame
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Die wahren Schwächen von Chivalry 2
Die wirkliche Schwäche und weshalb das Spiel auch Punkte abgezogen bekommt, ist die Steuerung. An dieser Stelle muss ich aber wirklich betonen, dass ich nur auf der Konsole gespielt habe. Mit einem DualSense Controller der PS5. Ich bin mir absolut sicher, dass die Steuerung auf PC, mit Maus und Tastatur, wesentlich besser zu handlen ist. Da man mit der Maus die Hiebe der Waffen viel besser steuern kann.
Auf dem Controller allerdings, ist das wesentlich schwieriger. Es ist keineswegs unmöglich. Aber man ist PC Spielern weit im Nachteil. Da Chivalry 2 jedoch Crossplay anbietet und man somit auch gegen PC Gamer antreten muss, ist das ein dicker Punktabzug für die Konsolen Version. Das Kampfsystem ist cool aufgebaut und fühlt sich realistisch an, aber es ist nicht fair im Crossplay.
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Fazit zu Chivalry 2
Fairerweise muss ich sagen, dass ich fast 10 Jahre als Reinactor unterwegs war und auch aktiv Schwertkampf mit dem Langen Schwert betrieben habe. Somit hat mich dieses Spiel an einem Nerv getroffen der sehr tief sitzt und somit ist meine Begeisterung definitiv vorgeprägt. Die Kämpfe fühlen sich richtig gut an. Auch wenn sie bei weitem nicht 1 zu 1 die Realität spiegeln, so sind sie cool gestaltet für ein solches Actiongame. Es macht unerwartet viel Spaß und die Runden sind kurzweilig. Man kann zwar an manchen Stellen den Überblick verlieren, jedoch ist das auch vernachlässigbar. Wäre die Steuerung zwischen Konsole und PC etwas ausgewogener, so gäb es kaum Abzüge. Für Mittelalter Fans und Freunde von brutalen Schlachten ist Chivalry 2 ein echtes Erlebnis.
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